Reisespiele für Kinder: Das Bingo für unterwegs

Mit dem Reise-Bingo zum Ausdrucken wird Kindern unterwegs so schnell nicht langweilig.

Die Eltern unter Ihnen kennen das: „Sind wir schon da?“ ist vermutlich eine der beliebtesten Fragen von Kindern auf längeren Reisen. Doch Langeweile muss nicht sein, denn mit den richtigen Spielen lässt sich auch eine längere Zugfahrt kurzweilig gestalten.

Unser Reise-Bingo zum Ausdrucken ist dafür gut geeignet. Das Spiel als solches ist schnell erklärt: Jeder Mitspieler erhält ein ausgedrucktes Bingo-Feld. Dort kreuzt er die Dinge an, die ihm während der Fahrt begegnen. Wer zuerst alle Motive in einer Reihe angekreuzt hat, ruft “ICE-Bingo” und hat gewonnen.

Heruntergeladen werden kann das Bingo auf www.der-kleine-ice.de. Dort gibt es außerdem noch unser Reisekritzelbuch, das LeseLok-Magazin und viele andere Spielideen zu entdecken.

ICE-Bingo

Weitere Ideen für die Beschäftigung Ihres Nachwuchses

Wie vertreiben Sie sich beim Reisen mit der Familie die Zeit? Schreiben Sie uns einen Kommentar.

Der DB Navigator fürs Handgelenk

Nach nur acht Wochen stand die neue Version für die Apple Watch.

Eine App für ein Gerät zu erstellen, das es noch gar nicht gibt? Dieser Herausforderung stellten sich Nicole Reber (Leiterin mobile Services und Apps) und Michael Vogel (Leiter mobile Vertrieb), bei der Entwicklung des DB Navigators für die Apple Watch. Das Ziel: zum Verkaufsstart der Smartwatch, am 24. April sollte die neue Version für die beliebte Reise-App im App Store zur Verfügung stehen. Los ging es Anfang März. Also blieben dem Projektteam gerade einmal acht Wochen für die Umsetzung. Für alle, die es kurz und knapp mögen: Am Ende dieses Artikels können Sie sich in einem kurzen Video anschauen, wie man die App DB Navigator mit der Apple Watch nutzen kann.

Was man vorab wissen sollte

Apple Watch und iPhone

Die Version der App DB Navigator für die Apple Watch funktioniert nur in Verbindung mit einem iPhone.

Die neue Uhr funktioniert nur in Verbindung mit einem iPhone. Die neue Version des DB Navigators für die Apple Watch soll den Nutzern unterwegs alle wichtigen Reiseinformationen, von Reisebegleitung über Verspätungs-Alarm bis zum Haltestellenanzeiger, direkt am Arm anzeigen. Der Ticketkauf und der Vergleich verschiedener Verbindungen vor Antritt der Reise laufen weiterhin über die App auf dem Smartphone. „Mit der Watch bringen wird die Services des DB Navigators noch näher zum Kunden“, sagt Vogel.

Entwickeln im Simulator

Wir mussten die App im Blindflug entwickeln. Nicole Reber

Zum Start des Projekts hatte niemand aus dem Projektteam je eine Apple Watch in den Händen gehalten. Mehr als die technische Daten vom Computerriesen aus dem Silicon Valley gab es nicht. „Wir mussten die App im Blindflug entwickeln und uns auf die Informationen von Apple verlassen“, so Nicole Reber, die nicht nur für den DB Navigator, sondern auch für die mobile Version von bahn.de verantwortlich ist. Mit einem Simulator stellten die Entwickler unzählige Szenarien nach. Die Sprach-Funktion oder Push-Nachrichten konnten nicht simuliert werden. Auch eine weitere zentrale Frage blieb zunächst unbeantwortet: Wie sieht die App überhaupt auf der Uhr aus?

Zum Test an die Themse

Picadilly Circus London

In London konnte das Entwickler-Team die neue Version des DB Navigator erstmals mit einer Apple Watch testen.

Um das App-Update am echten Gerät zu testen, lud Apple das Projektteam der DB sowie 19 Teams anderer Unternehmen, Ende März zu Entwicklungs-Workshops nach London ein. Eigene Geräte waren nicht erlaubt, nur die von Apple zur Verfügung gestellten. Die Vorgaben für den Test-Tag: Sieben Stunden Zeit, zwei Apple Watches in zwei Größen pro Team und eine lange Checkliste, die abgearbeitet werden musste. Und dann: Die App reagiert nicht so wie im Simulator entwickelt. Aber die Entwickler bewahrten einen kühlen Kopf. Vor Ort musste der Einstieg in die App noch einmal umgebaut werden.

Die Vorgaben für den Test-Tag: Sieben Stunden Zeit, zwei Apple Watches in zwei Größen pro Team und eine lange Checkliste, die abgearbeitet werden musste.
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Das Team prüfte die App auf Herz und Nieren und stellte dafür besonders schwierige Fälle nach, etwa wenn sehr viele Züge verspätet sind. Als Probleme mit den Push-Nachrichten auftraten, war sogar der Apple-Mitarbeiter, der beratend zur Seite stand, zunächst überfragt. „Wir fanden heraus, dass das Gerät nur Benachrichtigungen empfangen kann, wenn es eng am Arm getragen wird“, lacht Reber. Das Projektteam war mit dem Test dennoch sehr zufrieden. „Die umfangreiche Vorbereitung hat sich ausgezahlt und wir waren froh, den Test bei Apple durchführen zu dürfen.“, so Vogel.

Verspätungs-Alarm in einer anderen Zeitzone

Kartengrafik mit Strichel-Linie zwischen Berlin und Cupertino

Beim ersten Review fiel die Version des DB Navigator für die Apple Watch wegen Problemen mit dem Verspätungs-Alarm durch. Grund war die Zeitverschiebung zwischen Berlin und Cupertino.

Zurück in Deutschland ging es an den Feinschliff, um die App so schnell wie möglich zum Review zur Apple-Zentrale im kalifornischen Cupertino zu schicken, den alle Apps durchlaufen, bevor sie in den App Store geladen werden. Die DB meldete lange im Voraus ein spezielles Eilverfahren an, um garantiert zum Verkaufsstart der Uhr dabei zu sein. Dann die Nachricht des App Stores: durchgefallen. Die Entwickler fanden den Fehler nicht auf Anhieb. Kein Wunder, denn dieser lag nicht im System. Wegen der neunstündigen Zeitverschiebung zeigte der DB Navigator die Verspätungsmeldungen in der neuen Testversion falsch an.

Die App überstand das zweite Review und stand pünktlich zum Download bereit. Jetzt sind die Entwickler gespannt, wie der DB Navigator für die Apple Watch ankommt und tüfteln schon weiter an neuen Updates für Deutschlands stärkste Reise-App. Die wichtigsten Funktionen haben wir in einem kurzen Video zusammengefasst:

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Die App DB Navigator für die Apple Watch
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Die wichtigsten Funktionen des DB Navigator auf der Apple Watch.

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Digitale Nomaden: Arbeiten von unterwegs

„Digitale Nomaden brauchen Selbstbewusstsein und ein gutes Netzwerk", sagt der Solopreneur Thorsten Kolsch.

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horsten Kolsch lebt als digitaler Nomade in ganz Europa. Wir haben ihn gefragt, warum er am liebsten immer unterwegs ist.

Herr Kolsch, Sie bezeichnen sich als digitalen Nomaden. Ist das eine Art Beruf?

Im Grunde ist ein digitaler Nomade ein Selbständiger, der mit digitalen Hilfsmitteln arbeitet und deshalb nicht an einen bestimmten Ort gebunden ist. Ich selbst habe eine kaufmännische Ausbildung für audiovisuelle Medien bei einer Hamburger Plattenfirma gemacht, jetzt verdiene ich mein Geld als Content-Marketing-Experte. Ich kann arbeiten, wo ich will – ich brauche nur meinen Computer und einen Internetzugang.

Sie haben keinen festen Wohnsitz?

Nein. Meine letzte Wohnung auf der Hamburger Reeperbahn habe ich aufgegeben, als ich ein Jahr lang die Wohnung meiner besten Freundin gehütet habe. Sie ging damals auf Weltreise. Meine eigenen Sachen habe ich in der Zeit zwischengelagert.

Aber irgendwann kam die Freundin doch zurück!

Genau, da hätte ich mir eigentlich eine neue Wohnung suchen müssen. Stattdessen habe ich nach Möglichkeiten geforscht, Arbeiten und Reisen zu verbinden. Dabei stieß ich schnell auf das Phänomen des digitalen Nomaden. Das war vor zwei Jahren noch ziemlich neu und ich fand es unheimlich spannend. Ich wollte unbedingt wissen, wie das mit dem ortsunabhängigen Arbeiten funktioniert. Zusammen mit Tim Jonischkat habe ich deshalb den Film „Deutschland zieht aus“ gedreht, in dem wir ein paar bekannte digitale Nomaden portraitierten. Dabei wurde mir klar: Durch die digitalen Tools, die Tauschbörsen und sozialen Netzwerke ist es heute einfacher denn je, keine Wohnung zu haben.

Durch die digitalen Tools, die Tauschbörsen und sozialen Netzwerke ist es heute einfacher denn je, keine Wohnung zu haben. Thorsten Kolsch

 

Warum sollte man denn seine Wohnung aufgeben?

Um unabhängig zu sein. Man kann dann reisen und unterwegs sein, ohne immer rechnen zu müssen, ob man sich die doppelte Miete auch leisten kann, oder ob man mit den 30 Urlaubstagen auskommt. Ich finde es schön, zu wissen, dass ich immer da sein kann, wo ich will. Vor allem aber bin ich motivierter und produktiver, wenn ich nicht den ganzen Tag im Büro sitzen muss, wo ich ständig von Kollegen abgelenkt werde.

Viele denken bei digitalen Nomaden ja an immerwährenden Urlaub. Sie reisen, um besser zu arbeiten?

Wenn man in zwei Stunden im Café oder bei Meeresrauschen und Sonnenschein einfach besonders viel schafft, spricht doch nichts dagegen. Andersherum ist produktives Arbeiten noch lange nicht garantiert, nur weil man von 8 bis 17 Uhr im Büro sitzt. Bei mir ist es allerdings so, dass ich eher 70 Stunden die Woche arbeite. Das stört mich nicht, solange ich nicht von einem Arbeitgeber abhängig bin, sondern verschiedenen Auftraggebern berichte. Diese Flexibilität ist mir wichtig.

Wo arbeiten Sie, wenn Sie unterwegs sind?

Thorsten Kolsch vor seinem Laptop

Wenn er unterwegs ist, arbeitet Thorsten Kolsch oft in Coworking-Spaces oder direkt beim Kunden.

Oftmals in Coworking Spaces zusammen mit anderen Selbständigen, mal in einem Café oder im Appartement, manchmal auch vor Ort bei einem Auftraggeber. Oder unterwegs: Wenn ich im Zug sitze und die Landschaft an mir vorbeizieht, habe ich Ruhe und kann mich gut konzentrieren.

Währenddessen verstauben Ihre Möbel im Lager?

Vor einem halben Jahr habe ich meinen gesamten Hausrat einem Bekannten verkauft. Ich war immer schon ein minimalistischer Typ, das war also kein allzu großer Schritt.

Haben Sie noch nichts davon vermisst?

Als ich den LKW mit meinen Möbeln wegfahren sah, war das ein befreiendes Gefühl. Thorsten Kolsch

Nein. Im Gegenteil: Als ich den LKW mit meinen Möbeln wegfahren sah, war das ein befreiendes Gefühl. Dank der wachsenden Sharing Economy braucht man heute ja ohnehin viel weniger Dinge. Ich bin zum Beispiel überhaupt nicht unglücklich darüber, kein Auto mehr zu haben. Gestern bin ich mit einem Carsharing-Auto in die Hambur-ger Speicherstadt gefahren und mit einem Fahrrad von StadtRAD Hamburg zurück, am Abend mit der Bahn nach Berlin. Ich habe seit fünf Jahren eine BahnCard 100, damit kann ich immer los, wenn mir danach ist. Heute checke ich kurz im DB Navigator, wann der nächste Zug nach Berlin fährt. Früher musste man für jeden Städtetrip extra ins Reisebüro.

Wo haben Sie in den letzten Monaten geschlafen?

Thorsten Kolsch vor seinem Laptop

Homeoffice – „Wenn ich länger als eine Woche an einem anderen Ort bin, suche ich mir eine Wohnung über Online-Portale wie Airbnb oder Wimdu."

Wenn ich in Hamburg bin, übernachte ich bei meinem Freund, da liegen auch ein paar Klamotten von mir. Wenn ich länger als eine Woche an einem anderen Ort bin, suche ich mir eine Wohnung über Online-Portale wie Airbnb oder Wimdu, die private Wohnungen und Unterkünfte vermitteln. Bei kürzeren Aufenthalten übernachte ich meist im Hotel. Im Sommer letzten Jahres war ich einen Monat lang auf Sylt, weil ich Ruhe brauchte, um ein Buch zu schreiben. Neulich habe ich eine Weile in Valencia und Lissabon gearbeitet. Viele digitale Nomaden fahren ja nach Bali – ich finde Europa auch schön. Allerdings spiele ich mit dem Gedanken, den nächsten Winter auf den Kanarischen Inseln zu verbringen…

Klingt paradiesisch. Wo ist der Haken bei diesem Lebensstil?

Der Thorsten hat eine Midlife-Crisis, der kommt schon wieder zur Vernunft.
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Dass man sich ständig erklären muss. Ich werde oft gefragt, ob ich es nicht vermisse, ein Zuhause und meine Freunde um mich zu haben. Manchmal werde ich auch belächelt, nach dem Motto: Der Thorsten hat eine Midlife-Crisis, der kommt schon wieder zur Vernunft. Solche Reaktionen können einen verunsichern.

Wie halten Sie denn Kontakt zu Ihren Freunden?

Ich habe beispielsweise WhatsApp-Gruppen mit meinen engen Freunden, wir schicken uns viele Fotos, und mit meiner besten Freundin schreibe ich ständig E-Mails. Aber mein Lebensstil ermöglicht mir auch, immer wieder intensiv Zeit mit Leuten zu verbringen. Demnächst fliege ich zum Beispiel mit ein paar Freunden nach Mallorca. Meine Eltern sehe ich jetzt sogar öfter als früher: Ich kann ja immer spontan zu ihnen ins Münsterland hinfahren, wenn ich Lust habe.

Verstehen Ihre Eltern, was Sie beruflich machen?

Thorsten Kolsch mit Eltern

Ein bisschen Heimat – regelmäßig besucht Thorsten Kolsch seine Eltern.

Nicht alles, und deshalb machen sie sich manchmal Sorgen. Mein Vater hat 30 Jahre lang als Angestellter gearbeitet, er hat mir von der Selbständigkeit zunächst abgeraten. Er ist immer froh, wenn ich ihm erzähle, dass ich einen neuen Auftraggeber habe. Hoffentlich für lange, sagt er dann. Ich muss ihm dann natürlich immer sagen, dass ich das nicht weiß, da ss es in zwei Wochen schon wieder vorbei sein kann.

Wem würden Sie ein Leben als digitaler Nomade empfehlen – und wem nicht?

Man braucht Selbstvertrauen und man muss netzwerken können. Auch Kreativität ist hilfreich. Außerdem sollte einem klar sein, wo die eigenen Fähigkeiten und Leidenschaften liegen. Wer erst lange überlegen muss, was ihn wirklich interessiert, sollte lieber in einem Festangestelltenjob arbeiten, in dem er klare Anweisungen bekommt.

Gibt es Momente, in denen Ihr Nomadenleben Sie frustriert?

Wenn das Einloggen ins WLAN nicht funktioniert! Da kann es schon mal Momente der Verzweiflung geben.

Können Sie sich vorstellen, irgendwann wieder zurück ins Büro zu gehen?

Auf keinen Fall! Höchstens dann, wenn es sich um einen extrem interessanten, extrem gut bezahlten Job handelt. Aber auch den würde ich nicht länger als ein oder zwei Jahre machen wollen. Dafür ist mir meine Freiheit zu wichtig.
Und was das Dasein als Nomade betrifft: Reisemüde bin ich noch lange nicht.

 

Thorsten Kolsch

Thorsten Kolsch, 36, ist Unternehmer, Autor und Medien-Profi mit Spezialisierung auf Content Marketing. Nach über zehn Jahren Angestelltenleben im Musikbusiness hat er sich selbständig gemacht. Heute berät er Firmen und Agenturen bei der Konzeption und Realisierung großer Web-Projekte. Im Internet findet man ihn unter thokomedia.de. In seinem Dokumentarfilm „Deutschland zieht aus“ spricht Kolsch mit erfolgreichen Internetunternehmern und fragt, worauf es beim Leben als digitaler Nomade ankommt.

Den Film „Deutschland zieht aus“ kann man ab sofort unter deutschland-zieht-aus.de downloaden. Hier geht’s zum Trailer.