Was macht Herr Mayer auf Geschäftsreise im Zug?

Morgens Croissant & Zeitung – abends Wurst & WhatsApp.

W

eit über zwei Millionen Menschen nutzen die Bahn jährlich für Geschäftsreisen. Doch was macht man eigentlich als Geschäftsreisender so im Zug? Wir haben uns dazu einmal Gedanken gemacht und das Ergebnis am Beispiel des fiktiven „Herr Mayer“ bildlich umgesetzt.

Natürlich trifft hier sicher nicht alles auf jeden zu, doch vielleicht erkennen Sie sich ja in manchen Punkten wieder.

Infografik was machen Geschäftsreisende in der Bahn

Erkennen Sie sich darin wieder oder wie nutzen Sie die Zeit im Zug auf Geschäftsreisen?

Entwicklertagebuch Teil 5: Service-Community

Erste Rückmeldungen zur Service-Community "Meine Frage - Deine Antwort".

 

Heute lege ich im Entwicklertagebuch mal einen Schwerpunkt auf unsere neue Plattform: Die Service-Community „Meine Frage – Deine Antwort“. Seit etwas mehr als zwei Wochen sind wir damit jetzt online. In der ersten Woche noch als Beta-Test mit einer geschlossenen Nutzergruppe von rund 100 Personen und seit dem 05.08.2015 im Livebetrieb.


Wie immer nach einem Livegang findet sich noch der ein oder andere Fehler sowie Verbesserungsbedarf bei manchen Funktionen. Das betrifft sowohl technische Funktionalitäten, als auch Prozesse. Und wir haben viele Rückmeldungen erhalten. Zuerst aus der Woche geschlossenem Beta-Test und auch nach dem Livegang gab es eine Menge Tweets, Beiträge in der Community, Mails, Blogposts und sogar ein Video.

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Youtube angezeigt werden. Nähere Informationen siehe Datenschutzhinweise.
Die Service-Community der Bahn
<iframe src='https://www.youtube-nocookie.com/embed/gMjqVzCDyIQ?rel=0' frameborder='0' allowfullscreen></iframe>

Am 05.08.2015 hat die Deutsche Bahn ihre Service-Community vorgestellt! Der bloggende Bahner hat sich die Plattform mal etwas genauer angeschaut.

Dieses Element enthält Inhalte von Youtube und überträgt Daten an Youtube. In den Datenschutzhinweisen können Sie dies blockieren.

Dominik Ruisinger hat in einem Blogpost vor zwei Wochen ein paar Punkte aufgeschrieben, die ihn verwirren. Da diese Punkte nach meinen Beobachtungen einige andere auch verwirrt haben, nehme ich seinen Blogpost einmal exemplarisch auf und gehe auf ein paar Punkte ein.

  • Warum werden Foren [Fragen] geschlossen?

Herr Ruisinger monierte hier zum einen, dass nicht ersichtlich sei, wann eine Frage eingestellt wurde. Zum anderen geht es ihm darum, dass bei vielen Beiträgen die Antwort-Funktion nicht (mehr) vorhanden ist.

Zum ersten Punkt kann ich Ihnen schon etwas Positives berichten: Das Datum haben wir aufgenommen. Das war einer der Punkte, der uns einfach durchgerutscht ist. In der Ansicht auf dem Desktop-Rechner sieht man das Datum schon, auf Smartphones und Tablets ziehen wir das Datum auch demnächst nach.

Um die Frage „Warum werden Fragen geschlossen“ zu beantworten, muss ich etwas weiter ausholen. Der Ansatz der Service-Community ist es, den Kunden ein möglichst gutes Service-Erlebnis zu Bahn-Themen zu ermöglichen.  Die Service-Community soll keine Diskussionsplattform sein sondern Antworten auf Fragen liefern. Im Moment schließen wir in den folgenden Fällen einen Thread:

      1. Bei den Fragen der “Erstbefüllung”.
        Es gibt einige Fragen und Antworten, die wir zu Beginn eingespielt haben. Dabei handelt es sich um klassische FAQ. Diese haben wir geschlossen, da wir davon ausgingen, dass unsere Antworten umfassend genug sind. Sollte sich hier herausstellen, dass sie das nicht sind, können wir die Threads jederzeit wieder öffnen.
      2. Wenn ein Fragesteller eine Antwort als „Beste Antwort“ markiert.
        Wenn der Fragesteller schon die aus seiner Sicht beste Antwort bekommen hat, ist zu dieser speziellen Frage kein weiterer Kommentar nötig.
      3. Wenn eine Frage eingestellt ist, es eine richtige Antwort gibt und es nach mehreren Tagen keine Rückfragen mehr gab.
        Hier haben wir unseren Prozess in den letzten zwei Wochen schon ein klein wenig angepasst. Wir gingen zunächst davon aus, dass eine Frage mit einer aus unserer Sicht richtigen Antwort generell geschlossen werden kann. Es zeigte sich aber, dass es doch noch Rückfragen von anderen Nutzern gab. Daher lassen wir die Threads mittlerweile noch mehrere Tage für Rückfragen offen. Wichtig ist uns, wie schon gesagt, dass sich keine Diskussion unter Fragen entspinnt, die mit der Frage an sich nichts mehr zu tun hat.

Bleiben Sie in Kontakt zu inside.bahn.de und zur Service-Community

Sie haben eine Idee oder eine Frage? Wir freuen uns auf Ihre Meinung, Ihre Kritik und Ihre Anregungen zu inside.bahn.de oder zur Service-Community in Ihren Kommentaren.

  • Verwirrender Anmeldeprozess in der Service-Community

Dominik Ruisinger hat am Anmeldeprozess über den „DB Login“ mehrere Kritikpunkte, auf die ich gerne kurz eingehen möchte.

Zunächst einmal etwas Grundlegendes zu dieser Anmeldeform: Wie auch beim Login über die drei anderen Anbieter (Facebook, Twitter, Google) handelt es sich bei diesem Login um ein Single Sign On-Verfahren. In diesem Fall ist eben nicht Facebook, Twitter oder Google der Partner, der die Authentifizierung des Nutzers vornimmt, sondern bahn.de. Die Überlegung dahinter ist: Wir haben mit „Meine Bahn“ (also dem Login von bahn.de) bereits ein sehr weit verbreitetes Anmeldesystem. Ein weiteres Anmeldesystem zu erstellen erschien uns daher eher hinderlich – zumal damit ein weiterer Benutzername und Passwort einhergehen würde. Daher haben wir uns, wie schon bei inside.bahn.de, dazu entschieden, den Login über bahn.de anzubieten.

Wahrscheinlich sollten wir hier deutlicher machen, dass es sich um die klassische Anmeldung zu bahn.de handelt. Dazu werden wir uns etwas überlegen. Ein erster kleiner, aber aus meiner Sicht wichtiger Schritt: Wir lassen das Wording „Ich möchte mich einloggen und buchen“, das in der Desktop-Version sichtbar ist, anpassen.

Weiter merkt Herr Ruisinger an: „Im nächsten Schritt werden meine kompletten Daten verlangt mit Anrede, Name, Adresse, Ort, Land, E-Mail etc. Warum benötigt die Bahn denn bitte diese detaillierten Informationen?“

Das liegt daran, dass hier ein bahn.de-Account erstellt wird und kein reiner Account für die Service-Community. Wie schon oben erwähnt, bestätigt bahn.de gegenüber der Community nur den Nutzer und übergibt die folgenden Daten:

  • Anrede
  • Vorname
  • Nachname
  • E-Mail Adresse
  • Verschlüsselte ID

Ausschließlich diese Daten werden in der Service-Community gespeichert und verarbeitet – hinzu kommen die Daten, die Sie auf der Registrierungsseite der Community eingeben. Ich habe aber auch hierzu eine gute Nachricht: Die Kollegen von bahn.de arbeiten im Moment an einer weiter vereinfachten Anmeldung mit noch weniger Daten.

Zu guter Letzt möchte ich noch auf eine Befürchtung von Herrn Ruisinger eingehen:

„Andererseits erzeugt dies bei mir das Gefühl, dass hier jemand – vorsichtig gesagt und in der Hoffnung, dass ich mich irre – die Daten beider Bereiche, also die der klassischen Bahn-Anmeldung und die der Beteiligung an der Bahn-Community, zusammenwerfen will, um seine eigenen – nennen wir es – Schlussfolgerungen zu ziehen.“

Hier kann ich Sie beruhigen: Die Daten der beiden Anwendungen sind, trotz der gemeinsamen Anmeldung, getrennt. Wie oben beschrieben, wird nur ein kleines Datenset von bahn.de an die Community übergeben. Ein Rückfluss von Informationen aus der Community an bahn.de findet nicht statt.

 

Der Anfang ist gemacht, aber bei aller Theorie ist unsere Service-Community natürlich eine “lebendige” Plattform, die von Änderungen und Weiterentwicklung lebt. An dieser also schon einmal ein großes Dankeschön für alle bisherigen Rückmeldungen und ich freue mich auch weiterhin auf den Austausch mit Ihnen.

Ihre Antje

 

Antje – Entwicklerin von inside.bahn.de

Eine Entwicklerin am SchreibtischHallo, ich bin Antje. Als Entwicklerin habe ich gemeinsam mit meinen Kollegen und dem Bahn-Team inside.bahn.de zum Leben erweckt. Auch in Zukunft arbeite ich an der Weiterentwicklung und freue mich auf den Austausch mit Ihnen. Da ich einen sehr guten Draht zu den anderen Kollegen habe, können Sie mit mir auch über die inhaltliche Ausrichtung oder beispielsweise Formate sprechen – nicht nur über die technische Seite.

Coworking-Space – für wen und warum?

Viel-Bahnfahrer Thorsten Kolsch reiste durch Deutschland und ergründete das Phänomen flexibler Bürowelten für uns.

C

o – was? Ein Coworking-Space ist ein öffentlicher Raum, in dem mehrere Menschen arbeiten – mal jeder für sich, mal zusammen mit Gleichgesinnten. Auch ich nutze seit einigen Jahren die vielen Möglichkeiten, von überall aus arbeiten zu können. Nun habe ich mich gezielt auf eine Reise durch Deutschland gemacht, um mehr über die verschiedenen Arten von Coworking, ihre buchbaren Plätze und die Betreiber zu erfahren. Und schon an dieser Stelle kann ich sagen: Deutschlands Bürolandschaft hat inzwischen weit mehr zu bieten als stickige Großraumbüros, zu denen bisher das home-office die Ausweich-Alternative war. Oder etwa die Hotel Lobby für berufliche Termine unterwegs. Übrigens: Eine tolle Adresse, um den nächsten Arbeitsplatz zu finden, ist coworking.de.

Mancher mag meinen, dass es sich wieder nur um einen weiteren Trend aus der Hipster-Szene handelt, doch dem widersprechen die zahlreichen Aussagen von Coworking-Space-Betreibern, die ich auf meiner Reise kennengelernt habe. Und dann gibt es da noch eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) aus dem Jahre 2013, die prognostiziert: 

In der kommenden Dekade erwarten wir eine massive Veränderung in der Nutzung von Infrastrukturen und Orten in der Büro- und Wissensarbeit. Studie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) 2013

Über 800 Coworking Spaces in den USA, in Deutschland bereits über 230

Die Idee stammt ursprünglich aus den USA, wo es bereits mehr als 800 solcher Orte gibt. In Deutschland kommen in über 230 Häusern Selbstständige, Startups und Angestellte aus unterschiedlichen Branchen zusammen. Die „Dunkelziffer“ von Coworking-Büros ist vermutlich beachtlich, da immer wieder neue, kleine Orte der Produktivität entstehen. Die Frage ist zudem, welche Einrichtungen als Coworking-Spaces gelten. Schließlich werden Cafés, Parks, Flughäfen und Bahnhöfe nicht selten auch als Arbeitsraum und Büro genutzt.

Einen Coworking-Space zu gründen, hat meistens recht egoistische Gründe, wie mir unabhängig voneinander Martina Ecklebe von der Raumstation in Leipzig und die Gründer Heino Weber und Achim Schulz vom places in Hamburg erzählen: „Ich wollte einen Arbeitsplatz haben, an dem ich mich wohlfühle“, sagt Martina. Die Büroeinrichter Heino und Achim konnten sich dagegen so richtig austoben und einen Arbeitsplatz kreieren und ausstatten, der ihren Wünschen am nächsten kommt.

 

Auf meiner Reise habe ich vier verschiedene Coworking-Arten kennengelernt:

  1. Low-Budget-Coworking

Hier bekommt man schon für schmales Geld einen vernünftigen Arbeitsplatz, inklusive WiFi und Steckdose. Oft muss man nur wenige Euro pro Tag zahlen. Ein Beispiel sind die Betahäuser in Hamburg und Berlin.

  1. Premium-Coworking

Service und Mobiliar wird beispielsweise im places in Hamburg groß geschrieben. Wem die Low-Budget-Lösungen zu studentisch oder laut sind, findet hier oftmals mehr Ruhe und Komfort.

  1. Kreativzentren

Hier wird über den Tellerrand hinaus gedacht und gearbeitet. In den Kreativ-Oasen sind nicht nur digitale Nomaden und Selbstständige unter sich, hier gibt es Ateliers und viele weitere Möglichkeiten des kreativen Austausches. Ein Beispiel ist das Unperfekthaus in Essen.

  1. Dezentrales bis virtuelles Coworking

Bei dieser Form von Coworking, trifft man sich nicht regelmäßig an einem bestimmten Ort, sondern man kommt projektweise an variablen Orten zusammen. Beispiele sind das Sunny Office oder die DNX Camps.

Sind Sie ein Coworking-Space-Typ?

Ist Coworking tatsächlich das Arbeitsmodell der Zukunft? Wird der reguläre Büro-Arbeitsplatz bald ausgestorben sein und werden wir nur noch mit Laptops unter dem Arm durch das Arbeitsleben schreiten? Ganz so wird es sicher nicht kommen. In meinen fünfzehn Berufsjahren sind mir viele Menschen begegnet, die sich niemals vorstellen können, in einem Coworking-Space zu arbeiten. Sie brauchen die wiederkehrende, vertraute Umgebung, die Anwesenheit der geliebten Kollegen und den neuesten Tratsch in der Teeküche. Gleichzeitig weiß ich auch von dem Freiheitsdrang vieler Kollegen und dem tiefen Wunsch mal auszubrechen und dem Büromief zu entfliehen.

Übermorgen werde ich im zweiten Teil davon berichten, welche Adressen mir besonders gefallen haben und Sie Ihnen mit ihren verschiedenen Arbeitswelten vorstellen. Dabei geht es quer durchs Land: Vom Ruhrgebiet über den Norden nach Osten runter in den Süden. Und nicht zu vergessen: Die DB Lounges der Bahn. Auch sie habe ich daraufhin mal unter die Lupe genommen. Bis dahin: Frohes Schaffen, sei es im Zug, im Büro oder vom Hotel aus!

Fragen & Antworten rund um Coworking-Spaces

Wie spontan kann ich einen Coworking-Platz buchen?
Tagesplätze müssen in der Regel nie reserviert werden. Bei monatlichen Anmietungen empfiehlt sich hingegen eine rechtzeitige Anmeldung. 

Welche Ausstattung gibt es vor Ort?
Schnelles WLAN, Schreibtische, ergonomische Bürostühle, Fax, Drucker und abschließbare Rollcontainer gehören bei allen Coworking-Angeboten zur Standardausstattung.

Mit welchen Tools arbeite ich am besten mit meinem Arbeit- oder Auftraggeber zusammen?
Es gibt zahlreiche Cloud-basierte Projektmanagement-Tools, sowie Filehosting-Dienste wie Dropbox, Evernote oder WeTransfer. Alternativ kann der Arbeit- oder Auftraggeber sein VPN-Netzwerk zur Verfügung stellen (ein privates Rechner-Netzwerk).

Wie schnell ist das Internet?
In der Regel sehr schnell, und oft sehr viel schneller als zu Hause (bis zu 300 MBit).

Muss ich auf jeden Fall meinen eigenen Rechner mitbringen?
Ja, ein Notebook ist quasi Pflicht. Coworking-Spaces sind keine Internet-Cafés. Oft werden allerdings Monitore gestellt. Hier sollte man sich vorher erkundigen.

Wer haftet bei WLAN-Ausfall oder technischen Störungen?
Sollte im unwahrscheinlichen Fall für längere Zeit das WLAN ausfallen, kann sicher der Mietpreis gekürzt werden. Ein Verdienstausfall ist aufgrund der Menge an Alternativen allerdings nur schwer nachzuweisen.

Wie ist die Verpflegung vor Ort?
Von der Wasser- oder Kaffee-Flatrate, bis hin zu Buffets, sind die Coworking-Spaces in Deutschland gut ausgerüstet. Auch hier gilt es sich vorher zu informieren.

Kann ein Coworking-Arbeitsplatz auch ein Büroersatz sein?
Viele Coworking-Spaces bieten auch Langfrist-Mieten an. Rechnet man die vorhandene Infrastruktur (WLAN, Möbel etc) mit ein, sind Coworking-Angebote in der Regel immer günstiger als neu bezogene Büros.