Was ist der Unterschied zwischen Kleinkindabteil und Familienbereich?

Wir erklären die Einzelheiten.

Ob Baby oder Kindergartenkind – die Bedürfnisse der kleinen Reisenden unterscheiden sich deutlich voneinander.

Kindergartenkinder flitzen durch die Gänge, Babys hängen müde im Arm ihrer Eltern. Während die einen nicht stillsitzen können und am liebsten den ganzen Waggon auf den Kopf stellen, brauchen die anderen nichts mehr als Ruhe und eine frische Windel.

Kleinkindabteil – Ruhe für die Kleinsten

Die Kleinkindabteile richten sich an die Bedürfnisse von Familien mit Kindern im Still- und Krabbelalter (0 bis 3 Jahre). Ob sich Babys vom gleichmäßigen Ruckeln des Zuges sanft in den Schlaf schaukeln lassen, gestillt werden oder Kleinkinder sorglos die Umgebung erkunden – das Kleinkindabteil ist der Rückzugsort für Familien mit den Jüngsten.

Gibt es eine Abstellmöglichkeit für den Kinderwagen? Kann ich die Windeln bequem wechseln, wo wärme ich den Brei oder die Milch auf? Das sind die großen Fragen junger Eltern. Die Antwort: Jedes Kleinkindabteil hat eine eigene Steckdose mit Kindersicherung – so schließen Sie einfach den Flaschenwärmer an. Ein ausklappbarer Wickeltisch direkt im Abteil oder im Rollstuhl-WC nebenan sorgt für eine rückenschonende Haltung beim Wickeln – auch bei 300 km/h. Kleinkindabteile verfügen in der Regel auch über einen Kinderwagenstellplatz innerhalb des Abteils oder in unmittelbarer Nähe. Unser Tipp: Ein Buggy spart Platz. So bleibt mehr Raum für die Kleinen oder für einen weiteren Kinderwagen.

Sitzplatzreservierung nicht vergessen

Plätze im Kleinkindabteil bzw. Kleinkindbereich reservieren Sie in den Fernverkehrszügen der Deutschen Bahn – in nahezu allen ICE- und den meisten EC/IC-Zügen. Die Wagennummer auf Ihrem Reservierungsbeleg gibt an, wo sich die reservierten Plätze im Zug befinden. Der Wagenstandsanzeiger am Bahnsteig informiert über die Position der Wagennummern je Bahnsteigabschnitt. Sollte Ihnen zu wenig Zeit zur Orientierung bleiben oder Sie zu knapp am Gleis ankommen, fragen Sie das Bordpersonal. Alternativ schauen Sie im Zug nach dem Symbol, das einen Erwachsenen mit Kind auf dem Schoß zeigt. Auch die Einstiegstüren in der Nähe des Kleinkindbereichs sind mit diesem Piktogramm markiert.

Kleinkindabteil-Deutsche_Bahn

Buchung: Die Reservierung im Keinkindabteil oder Kleinkindbereich ist online nur möglich, wenn Sie bei „Reisende“ mindestens ein Kind von 0 bis 5 Jahren angeben. In einem nächsten Schritt wählen Sie die Option „Kleinkindabteil“ aus: Einen Wunschsitzplatz innerhalb des Abteils können Sie allerdings nur bei den Mitarbeitern im Reisezentrum reservieren.
Unser Tipp: Das Platzangebot im Kleinkindabteil ist limitiert. Buchen Sie daher Ihren Platz, sobald Ihre Reiseplanung steht.

Weitere Informationen erhalten Sie auf bahn.de.

Familienbereich – für die großen Kleinen

Im Familienbereich der ICE-Züge sind Familien mit Kindern im Kindergarten- oder Grundschulalter perfekt aufgehoben. Das Gute: Hier reisen Sie in bester Gesellschaft – Sie sitzen mit anderen Familien in einem Boot und Ihre Sprösslinge finden schneller Freunde, als Sie eine bequeme Sitzposition. Das entspannt Eltern und Kinder gleichermaßen. Zudem müssen Sie sich keine Gedanken machen, dass andere Mitreisende mit verständnislosem Blick um Ruhe bitten.

In der Regel handelt es sich bei den ausgewiesenen Familienbereichen um ein Abteil oder einen Sitzbereich im Großraumwagen der ICE-Züge – zu erkennen an einem extra Symbol, das Ihnen sowohl am Wagenstandsanzeiger, als auch außen am Zug den Weg weist. Darauf zu sehen: ein Elternpaar mit einem Kind an den Händen.

Familienbereich Deutsche Bahn Symbol

Wegweiser: die blaue Banderole

Die Familienbereiche umfassen je nach Zugtyp 8 bis 24 Plätze. Sie befinden sich in der 2. Klasse, meist in der Nähe eines Eingangs, der Gepäckregale und natürlich einer Toilette. Spätestens wenn Sie vor einer Banderole mit der Aufschrift „Familienbereich“ in mehreren Sprachen und dem Bild des kleinen ICE stehen sind Sie richtig.

Familienbereich Bahn Banderole

Buchung: Die Reservierung im Familienbereich ist online nur möglich, wenn Sie bei „Reisende“ mindestens ein Kind von 0 bis 14 Jahren angeben. Wunschsitzplätze innerhalb des Familienbereichs buchen gerne die Mitarbeiter im Reisezentrum oder der Bahn-Hotline für Sie.

Weitere Informationen erhalten Sie auf bahn.de.

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Der Vater des Handy-Tickets bei der Deutschen Bahn

1 Mann, 10 Handys, 1100 km durch Deutschland – Handy-Ticket auf dem Prüfstand.

Als vor zehn Jahren das erste Handy-Ticket der Deutschen Bahn auf den Markt kommt, lässt sich Produktentwickler Thorge Loh auf eine ungewöhnliche Testserie ein. Wir zeigen Ihnen auf welche.
2006. Die MMS war gerade neu und das iPhone noch nicht erfunden, als das Handy-Ticket das Bahnreisen revolutioniert. Bevor es auf den Markt kommt, prüft sein Entwickler Thorge Loh die Innovation auf Herz und Nieren – und vor allem auf den Lichteinfall. Um sicherzustellen, dass der neue Barcode auch auf allen gängigen Handymodellen vom Scanner gelesen werden kann, setzt Loh sich in den Zug und fährt quer durch Deutschland. Im Gepäck: zehn verschiedene Handys.

Das Handy-Ticket im Praxistest

Die Testserie startet am Bahnhof in Frankfurt am Main. Ausgerüstet mit den damaligen Top-Handymodellen wie dem Sony Ericsson T730 oder dem Nokia E65, Ladekabel und einem 6er-Stecker steigt Thorge Loh in den ICE 3 nach Köln. Er legt alle zehn Geräte nebeneinander, ruft die Handy-Tickets darauf auf und versucht sie einzuscannen.

„Ich musste einfach ausprobieren, welcher Winkel der richtige ist und ein Gefühl dafür bekommen“, erklärt der Produktentwickler. Die Displays haben 2006 noch keine anhaltende Hintergrundbeleuchtung und werden bereits nach ein paar Sekunden wieder dunkel. Loh tippt also während des Tests immer wieder auf die Handys, als würde er auf ihnen Klavier spielen. Mit Erfolg: Am Ende ist ein leicht schräger 70-Grad-Winkel genau die richtige Position zum Scannen. Den gleichen Vorgang wiederholt Thorge Loh im ICE 2 von Köln nach Hannover und anschließend im ICE 1 auf dem Weg zurück nach Frankfurt. So prüft er die Lichtverhältnisse in allen damaligen Fernverkehrsmodellen der Deutschen Bahn, einmal im Großraumwagen, einmal im Abteilwagen und kann den Zugbegleitern später genau erklären, wie sie ihren neuen Scanner halten müssen. Seine Ergebnisse stehen auch zehn Jahre später noch in der Bedienungsanleitung – er selbst gilt längst als Vater des Handy-Tickets bei der Deutschen Bahn.

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Wie funktioniert das Handy-Ticket?

Jedes Handy-Ticket hat einen eigenen Barcode, den Sie sich wie eine Schatzkiste vorstellen können. Hier sind alle Informationen zur gebuchten Fahrt sowie ein Echtheitszertifikat enthalten. Mit dem Scanner liest man die Informationen, mit einem Schlüssel „schließt“ der Zugbegleiter die Kiste auf, prüft ob alles richtig ist und zeigt die Daten auf dem Kontrollgerät an. Zur Einführung 2006 enthalten die Barcodes kleine Kurzzeitzertifikate, die per MMS verschickt werden und deren größte Herausforderung es war, auf die vielen verschiedenen Handys zu passen. Heute enthält ein Handy-Ticket den identischen Barcode, den es auf dem Online-Ticket aufgedruckt gibt und der direkt in der App DB Navigator angezeigt wird.

10 Jahre Handy-Ticket: Sony Ericsson Handy mit Handy-Ticket

Jedes Handy-Ticket hatte seinen eigenen Barcode.

Das Handy-Ticket sah auf jedem Modell etwas anders aus: so auch auf dem Sony Ericsson Handy.

10 Jahre Handy-Ticket: Motorola Handy mit Handy-Ticket

Jedes Handy-Ticket hatte seinen eigenen Barcode.

So sah das Handy-Ticket auf dem Klapphandymodell, dem damaligen Verkausschlager von Motorola, aus.

10 Jahre Handy-Ticket: Der Scanner

Im Gepäck war auch ein selbstgebauter Scanner.

Beim Scannen der Handy-Tickets stellte sich die Haltung in einem leicht schrägen 70-Grad-Winkel als die optimale Position heraus.

10 Jahre Handy-Ticket: Die Test-Handymodelle

Unser Produktentwickler geht mit 10 verschiedenen Handys auf Reisen.

Die Top-Handymodelle 2006: Mit diesen 10 Modellen war Produktentwickler Thorge Loh auf seiner Testserie unterwegs.

Üben, üben, üben: So wichtig ist der Zugsimulator

So werden Lokführer ausgebildet und geschult.

Übung macht den Meister – dieses Sprichwort nervte zu Schulzeiten ziemlich – vor allem beim Vokabeln pauken. Doch an mancher Stelle kann regelmäßiges Training sehr wichtig sein. So auch für Lokführer, die täglich hunderte von Fahrgästen von A nach B fahren.

Training in verschiedenen Rollen

Unsere Lokführer trainieren regelmäßig in den Zugsimulatoren der Deutschen Bahn. Insgesamt 17 Simulatoren stehen an 12 Standorten. inside.bahn.de besuchte das Trainingszentrum in Fulda (hier der Erfahrungsbericht) und sprach mit Teamleiter Torsten Lehmkuhl darüber, wie wichtig die Fahrsimulation für die Lokführer ist.

DB Trainig Zugsimulator

Bei DB Training in Fulda trainieren die Lokführer vor allem in ICE-Simulatoren.

Herr Lehmkuhl, wie wird man eigentlich Lokführer?

Über den klassischen Ausbildungsweg – oder man macht eine verkürzte Ausbildung im zweiten Bildungsweg.

Lokführer werden

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Wie lange dauert die Ausbildung zum Lokführer?

Die Berufsausbildung zum Eisenbahner im Betriebsdienst mit der Fachrichtung Lokführer dauert drei Jahre. Die verkürzte Ausbildung dagegen kann in neun Monaten absolviert werden, man ist dann jedoch nur für eine Baureihe zugelassen.

Wie oft fährt man während der Ausbildung zum Lokführer mit dem Simulator?

Die meisten Teilnehmer kommen zweimal zu uns ins Trainingszentrum. Der Großteil der Ausbildung passiert an der „richtigen“ Lok. Bei uns schlüpfen die Teilnehmer abwechselnd in verschiedene Rollen. Zum einen agieren sie als Fahrdienstleiter und diktieren ihren Kollegen, wie sie fahren sollen. Zum anderen fahren sie natürlich auch selbst als Lokführer im Simulator.

Torsten-Lehmkuhl-Teamleiter-DB-Training-Zugsimulator

Teamleiter Torsten Lehmkuhl speist die speziellen Szenarien in den Zugsimulator ein.

Und warum übt man im Simulator?

Um seltene Situationen zu trainieren. Lokführer müssen diese Szenarien schnell einschätzen und entsprechend handeln können. Wir können viel simulieren – den Ast in der Oberleitung, rutschige Schienen oder einen brennenden Zug. Dies begegnet einem im aktiven Dienst selten, aber die Lokführer müssen in so einem Fall richtig reagieren können. Das ist essentiell!

Und wie oft trainieren „richtige“ Lokführer?

Mindestens einmal im Jahr. Insgesamt zwei Stunden fahren die Lokführer dann mit dem Zugsimulator. Es gibt zwei Übungsfahrten und eine Prüfungsfahrt.

Wie bei der Fahrschule?

Genau. Jedes Jahr werden 15 bis 20 verschiedene Prüfungsfahrten festgelegt, für die sogar Drehbücher entwickelt werden. Eine davon muss der Lokführer einmal jährlich absolvieren und wird dabei überwacht.

Gibt es da auch Überraschungen?

Es ist natürlich so, dass auch erfahrene Lokführer nervös werden und Fehler machen. Prüfungssituationen können Stress verursachen. Außerdem üben wir ja hier Abweichungen vom Regelbetrieb: bei Grün fahren kann jeder.

Und noch eine Frage zum Schluss: Welches Erlebnis im Simulator bleibt den Lokführern am meisten in Erinnerung?

Nach kurzer Fahrt im Simulator grüßen die Lokführer schon ihre virtuellen Kollegen, die ihnen auf der Strecke entgegenkommen.

ICE 2 Redesign – Ab ins Werk

Begleiten Sie uns ins Werk der DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH in Nürnberg.

44 ICE 2-Züge erhalten eine neue komfortablere Innenausstattung. Hierfür wird der Innenraum jedes Zuges komplett zerlegt, entkernt und nach der Aufarbeitung wieder zusammengebaut.

ICE 2 Redesign – Erneuerung der Baureihe

Anfang 2011 wurde die Baureihe ICE 2 umfassend modernisiert und für die nächsten 15 Betriebsjahre fit gemacht.

Die ICE 2-Züge sind seit 1996/97 im Einsatz. Mit der Modernisierung wollten wir den Reisekomfort für unsere Kunden verbessern. Beispielsweise waren die Sitze nach 15 Jahren Betrieb nicht mehr top in Form. Im Großraumwagen gab es Garderoben, die im Zuge der Grunderneuerung ausgebaut wurden, wodurch nun 13 zusätzliche Sitzplätze pro Zug zur Verfügung stehen. In der 1. Klasse des ICE 2 waren die Sitze bisher stoffbezogen, jetzt haben wir in der 1. Klasse aller ICE-Züge nur noch lederbezogene Sitze. Mit der Modernisierung haben wir den ICE 2 optisch an die anderen Baureihen, wie den ICE 1, ICE 3, ICE T angepasst und haben dabei auch Komfortverbesserungen für unsere Kunden umgesetzt.