Einfacher buchen: Online- und Handy-Tickets

Zahlungs- und Identifizierungskarte? Jetzt reicht Ihr Name.

Wer kennt diese Situation nicht? Das Online-Ticket haben Sie mit der Kreditkarte gebucht, bezahlt und diese als ID-Karte angegeben – doch als Sie im ICE sitzen, fällt Ihnen auf, dass Sie nur Ihren Personalausweis eingesteckt haben. Mist! Denn der Zugbegleiter kann Ihnen das Ticket so leider nicht anerkennen.

Zum Glück wird ab dem 1. Oktober alles anders…

Der Name reicht nun aus, um sich auszuweisen

Wer sein Zugticket in der App DB Navigator oder auf bahn.de kauft, muss zukünftig nicht mehr auswählen, wie er sich bei einer Fahrscheinkontrolle ausweisen möchte. Bei der Buchung reichen Vor- und Familienname.

Vereinfachung Buchung Online - und Handyticket, alte Buchungsstrecke bahn.de

Die “alte” Buchungsstrecke auf bahn.de: Die durchgestrichenen Angaben fallen in der Buchungsstrecke ab 1. Oktober 2016 weg

Vereinfachung_Buchung_Onlineticket_Handyticket-ohne-ID-Karte

Erschlankt: Namen und Adressangaben reichen für die Buchung aus.

Immer dabei: Personalausweis oder Reisepass

Online– und Handy-Ticket bleiben weiterhin personengebunden. Bei der Fahrscheinkontrolle müssen Sie ab 1. Oktober* allerdings nur noch Personalausweis oder Reisepass vorzeigen (gilt für alle europäischen Personalausweise und internationale Reisepässe). Auch die BahnCard wird anerkannt. Achtung: Schülerausweis, Führerschein oder Truppenausweis reichen nicht zur Identifikation.

Buchung wird schneller und einfacher

Welche Vorteile bringt die Vereinfachung? Die Buchung im DB Navigator und auf bahn.de funktioniert damit schneller, auch Tickets für Dritte können Sie so problemlos buchen, ohne wie bisher erst die ID-Karten-Nummer abzufragen. Bei der Fahrscheinkontrolle im Zug wird ebenfalls Zeit gespart. Und das aufgeregte Wühlen in der Tasche nach der Kreditkarte fällt nun auch weg ;)

*gilt nur für Tickets, die ab dem 1. Oktober online gebucht werden. Für Online- und Handy-Tickets, die vor dem 1. Oktober gebucht wurden, benötigen Sie weiterhin die bei der Buchung angegebene ID-Karte.

So funktioniert ein Führerstand

Infografik: Diese Knöpfe muss ein Lokführer im Regio-Zug bedienen.

Ehe sich ein Zug tatsächlich in Bewegung setzt, muss einiges getan werden. Im Führerstand leuchtet und blinkt es, zahlreiche Hebel und Knöpfe wollen vom Lokführer* bedient werden. In unserer Infografik sehen Sie, wie ein Führerstand in einem Regionalzug (hier die Baureihe 442, Foto oben) aussieht:

Fuererstand_Infografik

Die Hebel und Knöpfe im Führerstand

 

Mit diesem Knopf wird eine Schnellbremsung vorgenommen. Wenn der Zug aus verschiedenen Gründen sofort zum Stillstand kommen muss, muss dieser Knopf gedrückt werden.

Dank diesem System kann der Lokführer Kontakt zum Stellwerk aufnehmen.

Mit diesem Schalter beschleunigt oder bremst der Lokführer den Zug.

Bremsfunktionen, Zugbeeinflussung und Fahrgastinformation werden über dieses Bedienfeld eingesehen und bedient.

Ähnlich einem Auto wird hier durch das Einstecken des Schlüssels der Führerstand aktiviert.

Dieser Bildschirm zeigt u.a. die Geschwindigkeit sowie den Kraftaufwand für Bremsen und Beschleunigen an.

Dieses zeigt den Druck in der Bremssteuerleitung und im Bremszylinder an.

Der „Elektronische Buchfahrplan und Langsamfahrstellen“ informiert über Halte- und Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Lautsprecher, Klimaanlage, Lampentests und einiges mehr wird über diese Schalter bedient.

Mit diesem Hebel zeigt der Lokführer der Zugelektronik an, wenn er ein Haltesignal gesehen hat und bremsen wird.

Mit diesem Hebel kann der Lokführer den Stromabnehmer heben und senken. Dieser Stromabnehmer überträgt Strom von der Oberleitung in den Zug.

Mit diesen Hebeln werden die Beleuchtung im Fahrgastraum und im Führerraum sowie die Zugsignale gesteuert .

Dieser befindet sich am ersten Drehgestell pro Fahrtrichtung und hilft beim Bremsen und Anfahren, insbesondere bei rutschigen Schienen.

Dieses Ventil entlüftet die Hauptluftleitung, was zum Bremsen führt. Das funktioniert auch bei ausgefallener Elektronik.

Mit diesem Knopf schließt und öffnet der Lokführer die Türen des Zuges.

Anhand dieses Knopfes fährt der Zug trotz gezogener Notbremse weiter, um an einer geeigneten Stelle (also nicht im Tunnel) halten zu können.

Diesen Sicherheits-Fahrschalter muss der Lokführer während der Fahrt in bestimmten Abständen bedienen. Sonst stoppt der Zug automatisch.

Hier versteckt sich die klassische Hupe.

Seit wenigen Jahren sind die wesentlichen Elemente in Führerständen europaweit standardisiert.

Klingt alles recht kompliziert, oder? Kein Wunder, dass alle, die Lokführer werden möchten, eine Ausbildung durchlaufen und danach ständig ihr Wissen wieder auffrischen müssen.

Der Zugsimulator

 

*Fachlich richtig ist der Begriff Triebfahrzeugführer. Umgangssprachlich und bekannter ist allerdings der Begriff Lokführer.