Was passiert mit einem ICE in der Nacht?

Wir erklären: Das steckt hinter der Zugbereitstellung.

Es ist bereits kurz nach Mitternacht, als der letzte ICE des Tages am Hauptbahnhof eintrifft und dort endet. Die Reisenden verlassen den Zug und das Personal macht einen letzten Kontrollgang, ob auch wirklich alle ausgestiegen sind. Dann steht er da – der ICE.

Was passiert eigentlich im Laufe der Nacht mit einem ICE?

Zunächst muss der Zug vom Bahnsteig in die Abstellanlage gebracht werden – entweder vom Lokführer selbst oder vom Zugbereitsteller. Wer das am Ende übernimmt, das hängt vom Dienstplan ab. Der Zugbereitsteller ist, wie der Name schon sagt, für das Bereitstellen der Züge verantwortlich und übernimmt auch Aufgaben, wie das Abstellen von Zügen.

Der Lokführer, der den Zug zum Endbahnhof gebracht hat, übermittelt dem Zugbereitsteller alle wichtigen Daten und Besonderheiten der letzten Fahrt. Sind eventuell Störungen aufgetreten oder funktioniert eine bestimmte Beleuchtung nicht mehr? Diese Informationen sind für den Zugbereitsteller wichtig, damit er sich im Laufe der Nacht diesen Dingen widmen kann und der Zug am nächsten Morgen „erfrischt“ und abfahrbereit am Bahnsteig steht.

Im folgenden Interview mit Zugbereitsteller Christoph Teubler erfahren Sie interessante Details zu den Aufgaben eines Zugbereitstellers.

Interview mit Zugbereitsteller Christoph Teubler über seinen Job

Welche Aufgaben haben Sie im Laufe Ihrer Nachtschicht, nach Ankunft in der Abstellanlage, zu erledigen?

Einen ICE bringe ich in den Modus “aufgerüstet abgestellt”, in diesem macht er eine automatische Bremsprobe und prüft andere Systeme durch. Nach der Bremsprobe beseitige ich angefallene Störungen und teste die Systeme der Zugsicherung. Weiterhin lese ich die Reservierungen ein und stelle den ICE anschließend am Bahnsteig in Hannover Hbf bereit.

Bei einem IC tauschen wir, wenn nötig, die Lok oder schadhafte Wagen. Zusammen mit einem Wagenmeister erfolgt am Zug eine volle Bremsprobe. Danach checke ich die Systeme der Triebfahrzeuge und Steuerwagen, lese auch hier Reservierungen ein und stelle den IC wieder bereit.

Was bedeutet “aufgerüstet abstellen”?

Als “aufgerüstet abstellen” bezeichnen wir den Modus der Abstellung: Der ICE absolviert eine automatische Bremsprobe, sofern keine Störungen auftreten und diese dadurch abgebrochen wird. Durch Einstellen der sogenannten Bereitstellungszeit werden die Klimaanlagen herunter gefahren, um Energie zu sparen. Die Bereitstellungszeit definiert den Zeitraum der “Zugpause”, also die Zeit bis der Zug wieder einsatzbereit ist. Kurz vor der Bereitstellung aktiviert sich die Klimatisierung und der Zug prüft automatisch Systeme wie z. B. den Gleitschutz durch.

Wird der Zug nachts auch gereinigt?

Wenn der Zug in der Abstellanlage angekommen ist, sind Mitarbeiter von DB Services vor Ort. Sie reinigen die Züge, säubern die Toiletten und füllen sie mit frischen Wasser auf.

Der ICE wird wieder einsatzbereit gemacht

Kurz vor drei Uhr geht es weiter: Die ICE-Züge müssen nun wieder „hochgefahren“ und für die Fahrgäste vorbereitet werden. Die Zugzielanzeiger und die Reservierungen werden eingespielt. Das Bremssystem wird geprüft und der Status schriftlich festgehalten.

Steht der Zug dann am Bahnsteig, übergibt der Bereitstellende die etwaigen Besonderheiten an den Lokführer. All das sind wichtige Abläufe, von denen in der Regel kein Fahrgast etwas mitbekommt. Dadurch scheint die Arbeit eines Zugbereitstellers selbstverständlich – was sie keinesfalls ist.

 

„Ohne Fahrdienstleiter keine Zugfahrt!“

Interview: Ein Fahrdienstleiter erzählt über die Anforderungen.

Als Fahrdienstleiter übernimmt man große Verantwortung. Wir haben uns den Arbeitsplatz angeschaut und bei Lukas Kösterke, der Fahrdienstleiter bei der DB Netz AG und berufsbegleitend studiert, nachgefragt, warum sein Job für den Zugverkehr in Deutschland extrem wichtig ist.

Hallo Lukas, welche drei Worte fallen dir auf die Schnelle zum Beruf des Fahrdienstleiters ein?

Stellwerk, Kaffee, Durchblick.

Was machst du bei einer Störung als erstes?

Ruhe bewahren und den Überblick behalten. Das ist am wichtigsten, wenn eine Störung auftritt. Gelingt dies nicht – oder nur bedingt -, so läuft man Gefahr, dass aus einer mehr oder weniger kleinen Störung eine große Störung resultiert.

Wie gehst du dann weiter vor?

Ich trete einen Schritt vom Arbeitsplatz zurück und versuche erstmal nachzuvollziehen, was da jetzt gerade genau passiert ist. Mit einem frischen Schluck Kaffee mache ich mich dann durchdacht und mit der nötigen Raschheit an die Arbeit.

Je nachdem um was für eine Störung es sich handelt, gebe ich den Auftrag zur Entstörung weiter, diktiere dem Triebfahrzeugführer nach Erfüllung der Vorbedingungen – beispielsweise Fahrwegsicherung und Fahrwegprüfung – einen schriftlichen Befehl.

Sicherheit ist im Eisenbahnverkehr das oberste Gebot. Warum spielt gerade im Störungsfall die Kommunikation mit dem Lokführer eine wichtige Rolle?

Eine enge und gute Zusammenarbeit zwischen Fahrdienstleiter und Lokführer ist sowohl im Regelbetrieb, als auch im Störungsfall von enormer Bedeutung. Durch die richtige Kommunikation kann das Ausmaß einer Störung im Rahmen gehalten und so zwangsläufig auftretende Verspätungen minimiert werden.

Die Sicherheit steht dabei immer an oberster Stelle.

Warum ist der Fahrdienstleiter auch für den Kunden sehr wichtig?

Ein Fahrdienstleiter ist meines Erachtens genauso wichtig wie ein Lokführer. Denn es gilt: Ohne Fahrdienstleiter keine Zugfahrt. Fahrdienstleiter bringen Weichen in die richtige Lage, stellen die Signale und leiten somit die Züge sicher in die richtige Richtung.

Viele im Regelbetrieb auftretende Vorkommnisse, wie der Rangierbetrieb oder auch die Disposition der Züge, kann keine Maschine übernehmen. Spätestens bei außergewöhnlichen Vorkommnissen ist der Mensch gefragt: denn dieser trifft im Zweifelsfall die wichtige Entscheidung.

 

Sie interessieren sich für den Beruf des Fahrdienstleiters? Dann schauen Sie bei DB Karriere vorbei.

Lukas Kösterke, Fahrdienstleiter, DB Netz AGLukas Kösterke koordiniert den Bahnbetrieb seit seiner erfolgreich absolvierten Ausbildung zum „Eisenbahner im Betriebsdienst – Fachrichtung Fahrweg“ oder kurz „Fahrdienstleiter“ im Jahr 2014 am Stellwerk Hamburg-Harburg.

Seit 2015 studiert er berufsbegleitend an der Fachhochschule Erfurt „Wirtschaftsingenieur für Eisenbahnwesen“.

Auf 10 Bildschirmen flackern Meldungen auf.

Der DB Navigator und ich: Favoriten und Verlauf

So sparen Sie mit dem DB Navigator Zeit während der Verbindungssuche.

Der DB Navigator gehört zu den meistgenutzten Reise-Apps auf dem Smartphone und ist ein echtes Multitalent. Bahn-Vielfahrer Karsten zeigt Ihnen Tipps und Tricks, was der DB Navigator alles kann und wie er weiterhilft. Für Karsten besonders wichtig: Zeit sparen – dafür nutzt er die Funktion Favoriten & Verlauf.

Favorisierte Verbindungen mit einem Fingertipp anzeigen

Bahnfahrer, die häufig dieselben Verbindungen nutzen, können sich diese als Favoriten im DB Navigator speichern. Ihre favorisierten Start- und Zielbahnhöfe sowie Verbindungen werden so mit nur einem Fingertipp angezeigt. Mühsames Eintippen auf dem Handy gehört damit der Vergangenheit an!

Favoriten_Menü

Ort als Favorit im DB Navigator anlegen

Fahren Sie immer am selben Bahnhof los? Dann können Sie diesen als Favorit abspeichern. Dafür wählen Sie Ihre gewünschte Reiseverbindung aus und tippen auf den Bahnhof. Rechts wird Ihnen ein Sternchen angezeigt, tippen Sie dieses an.

Unter dem Menüpunkt Favoriten & Verlauf können Sie nun jederzeit den Bahnhof als Start oder Ziel übernehmen sowie sich die Ankunfts- oder Abfahrtszeiten des Bahnhofs anzeigen lassen.

DB Navigator Favoriten_Ort

Favoriten_Ortverwenden

Verbindung als Favorit speichern

Sie fahren oft von Frankfurt nach Düsseldorf? Dann können Sie sich diese Strecke in der Verbindungssuche heraussuchen und durch das Antippen des Sternchens als Favorit speichern.

Praktisch für Pendler, die immer zur gleichen Zeit fahren: Wenn Sie „Verbindungssuche mit angegebener Uhrzeit“ anklicken, wird neben Start- und Zielbahnhof auch die Uhrzeit abgespeichert.

Favoriten_Verbindungssuche

Favoriten_Verbindungssuchespeichern

Fahrten im DB Navigator einfach wieder aufrufen

Wenn Sie in den nächsten Tagen mehrere Fahrten planen und Ihre ausgewählten Verbindungen schnell wieder aufrufen wollen, empfiehlt sich im DB Navigator auch die Funktion Favoriten & Verlauf.

Wie das funktioniert? Einfach die gewünschte Reise heraussuchen (mit konkreter Uhrzeit und dem konkreten Zug) und durch Tippen auf das rechte Sternchen speichern. Aus der Übersicht von Favoriten & Verlauf lassen sich die Reisepläne dann direkt in „Meine Reise“ übernehmen.

Favoriten_Reiseplan

Favoriten_Reiseplanabrufen

Favoriten_Reiseplanspeichern

Autorenfoto_Karsten-SauerKarsten Sauer ist Bahn-Vielfahrer und nutzt die App DB Navigator täglich. Für inside.bahn.de verrät er Tipps und Tricks.

Lassen Sie Ihr Gepäck nicht aus den Augen!

Wir erklären: Darum sollten Sie Ihren Koffer nicht unbeaufsichtigt lassen.

Trotz zahlreicher Durchsagen am Bahnhof bleiben immer häufiger herrenlose Gepäckstücke am Bahnhof stehen. Was erst einmal harmlos klingt, kann für ziemlich viel Aufregung sorgen. Ein einzelner Koffer, ein kleiner Rucksack – für die Bahn können diese Gepäckstücke eine große Herausforderung darstellen und Ihnen viel Geduld abverlangen.

“Lassen Sie Ihr Gepäck nicht unbeaufsichtigt!”

Ob an Flughäfen oder Bahnhöfen, herrenlose Gepäckstücke gelten als Gefahr. Bitte stellen Sie deshalb Ihre Taschen nicht unbeaufsichtigt ab. Es ist wichtig, dass jemand bei Ihrem Gepäck zurückbleibt, wenn Sie zum Beispiel zur Toilette gehen oder sich etwas zu Essen kaufen.

Wenn Sie alleine reisen, empfehlen wir Ihnen das Gepäck jederzeit mit sich zu führen, um einen Polizeieinsatz am Bahnhof zu vermeiden. Solche Einsätze führen zu Sperrungen und mit großer Wahrscheinlichkeit auch zu Verspätungen im Bahnbetrieb.

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Herrenlose Gepäckstücke: So verhalten Sie sich richtig

Wenn Sie am Bahnhof herrenloses Gepäck beobachten, dann wenden Sie sich bitte direkt an einen DB-Mitarbeiter an der Reiseinformation. Sie können mit Hilfe von Durchsagen den Besitzer ausrufen, sodass sich dieser erkenntlich gibt und sein Gepäck wieder an sich nimmt.

Bleibt das Gepäck jedoch weiterhin unbeaufsichtigt, sollten Sie die Polizei informieren. Lieber wird einmal zu häufig ein unbeaufsichtigter Koffer gemeldet. Die Polizei entscheidet, ob es sich um ein Gefahrenstück handelt oder nicht und leitet alle weiteren Maßnahmen ein.

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Großalarm – nur wegen eines vergessenen Koffers
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Definitiv keine gute Idee: Den Koffer kurz irgendwo am Bahnhof stehen lassen und noch schnell was erledigen. Nicht nur, dass er gestohlen werden könnte. Es könnten sich auch Mitreisende bedroht fühlen, die Polizei rufen – und damit einen Großalarm auslösen. Lassen Sie deshalb Ihr Gepäck nie unbeaufsichtigt.

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Was ist der Unterschied zwischen Bordbistro und Bordrestaurant

Wir erklären die Details.

Der Geschäftsmann ist knapp dran und rennt hektisch durch die menschenvolle Bahnhofspassage, um den ICE zu erreichen. Familie Stein stand bei der Anreise zum Bahnhof im Stau und eilt nun mit Kind und Kegel zum Gleis. Zu spät oder Stau: Oft bleibt keine Zeit, sich vor der Abfahrt mit Proviant einzudecken.

Aber Bahnfahren ohne Essen fühlt sich an wie Kino ohne Popcorn. Es ist wie ein Reflex: Kaum fährt der Zug an, greift man zur Tasche mit den belegten Broten. Während Wiesen, Felder und Städte vorbeifliegen, schmeckt es einfach besser. Daher sorgen Bordbistro und Bordrestaurant mit abwechslungsreichen Gerichten und Snacks für die Verpflegung auf Ihrer Bahnreise.

Bordbistro – für den kleinen Appetit

Das Bordbistro richtet sich an die Fahrgäste mit überschaubarem Hunger oder nur wenig Zeit. Auf der Speisekarte stehen Kleinigkeiten für jeden Geschmack – beispielsweise ofenfrische Belgische Zuckerwaffeln für die Naschkatzen, warme Rostbratwürstchen für die Herzhaften oder Quinoasalat orientalischer Art mit Kichererbsen, Feigen und Mandeln für die Ernährungsbewussten. Auch an die jungen Bahnfahrer denkt die Mannschaft im Bordbistro und serviert spezielle Kindergerichte plus kleine Geschenke.

Das Bordbistro der Deutschen BAhn

Das Bordbistro der Deutschen Bahn

Die angenehme Bistroatmosphäre mit Stehtischen lädt zum direkten Verzehr ein. Andernfalls nehmen Sie Ihr Essen oder Trinken einfach mit an den Sitzplatz.

Bordrestaurant – entspannt mit Service genießen

In den Bordrestaurants nehmen Sie stilvoll Platz: Das Personal erwartet Sie an Tischen mit weißen Decken und einer vielseitigen sowie abwechslungsreichen Speisekarte. Am Abend verbreiten Tischleuchten ihr warmes Licht und schaffen eine behagliche Stimmung.

Das Bordrestaurant der Deutschen Bahn

Das Bordrestaurant der Deutschen Bahn

Individuelles Frühstück oder ein Hauptgang à la carte – auch Kuchenvariationen und Kaffee- oder Teespezialitäten hält das Bordrestaurant bereit. Unverwechselbare Begleitung – egal zu welcher Mahlzeit: der Ausblick auf die Landschaft.

Die Boardgastronomie der Deutschen Bahn
Kaffee, ein Snack oder ein Menü? Freuen Sie sich auf das abwechslungsreiche Angebot von Bistro und Bordrestaurant.  
Zur Bordgastronomie

Gastronomischer Service für Gruppen

Wussten Sie, dass Sie für sich, Ihre Freunde oder Familie im Bordrestaurant Sitzplätze reservieren können? Sie kennen das vielleicht: mit einer Gruppe gemeinsam zu essen, kann im Zug zur Herausforderung werden. Entweder sind alle Plätze belegt oder Sie können nicht zusammensitzen und am Ende speist man in Etappen oder ganz getrennt.

Die zentrale Buchungsstelle für Gruppen im Zug berät Sie über die gastronomischen Leistungen und den Bestellprozess. Eine Reservierung von Sitzplätzen und eine Vorbestellung von Mahlzeiten garantieren Gruppen von sechs bis 28 Personen die gewünschten Plätze und Leistungen. Einer gemeinsamen Fahrt mit einem kulinarischen Highlight steht dann nichts mehr im Wege.

Weitere Informationen erhalten Sie auf bahn.de.

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