BahnhofsBox – online bestellen, am Bahnhof abholen

Ihre Einkäufe bequem an Ihren Bahnhof liefern lassen – so geht‘s.

Sie kennen das: Später Zug und knurrender Magen. Geschäfte geschlossen und der Kühlschrank zuhause leer. Oder Sie kommen einfach zu spät aus dem Büro und stehen vor verschlossenen Supermarkttüren. Ihre Rettung: die BahnhofsBox – der Lieferservice am Bahnhof.

Was ist die BahnhofsBox?

Die BahnhofsBox ist ein digital gesteuertes Schließfachsystem für Lebensmittel – seit Ende März als Pilotprojekt am Stuttgarter Hauptbahnhof installiert. Unter dem Motto “Einkaufen von unterwegs” genießen Stuttgarter, Pendler oder Reisende, die hier umsteigen, diesen praktischen Service. Einfach Einkäufe beim Vertragspartner Edeka online bestellen und am Bahnhof abholen. Ein durchdachtes, mehrstufiges Kühlsystem mit Tiefkühlmodul sorgt für optimale Temperaturen – immer entsprechend der frisch zu haltenden Lebensmittel. Für Mai 2017 ist noch eine weitere Box in Berlin geplant.

Die DB BahnhofsBox

In die BahnhofsBox können Sie Einkäufe liefern lassen.

Wie kann ich die BahnhofsBox nutzen?

Unter www.bahnhofsbox.de wählen Sie zunächst die BahnhofsBox für den Stuttgarter Hauptbahnhof aus. So gelangen Sie in den Edeka-Online-Shop. Dort die gewünschten Produkte online bestellen und den Abholzeitraum festlegen. Wichtig: Sie müssen mindestens vier Stunden vor dem gewünschten Abholtermin bestellen. Anschließend erhalten Sie per Mail einen QR-Code und eine Identifikationsnummer. Bezahlen können Sie online mit Paypal bzw. Kreditkarte oder direkt an der BahnhofsBox – mit EC- oder Kreditkarte. Was passiert dann? Der Vertragspartner, aktuell Edeka, liefert die ausgewählten Produkte in die Boxen der Abholstation. Schließlich an der BahnhofsBox scannen Sie den erhaltenen QR-Code oder geben die Identifikationsnummer ein. Die Box öffnet sich und Ihr Tag oder Abend ist gerettet.

 

Das Bedienungsterminal der DB BahnhofsBox

Am Bedienungsterminal der BahnhofsBox können Sie Ihren empfangenen Code zum Öffnen des Schließfachs eingeben.

 

Was kann ich mir in die BahnhofsBox liefern lassen?

Während des Pilotprojekts beliefert ausschließlich Edeka die Boxen mit Lebensmitteln. Freuen Sie sich auf über 7.000 Artikel aus den Bereichen Lebensmittel (Fleisch- und Wurstwaren, Obst, Gemüse, Molkerei-, Fertig- und Tiefkühlprodukte), Getränke, Drogerie und Haushalt.
Nach erfolgreicher Testphase werden die BahnhofsBoxen deutschlandweit ausgebaut. Das heißt, es wird mehr Standorte und voraussichtlich mehr Dienstleister geben: beispielsweise auch Apotheken, Wäschereinigungen und weitere Lebensmittel-Lieferdienste.

Die DB BahnhofsBox

Neben den Einkäufen, können Sie in Zukunft weitere Dienstleistungen mit der BahnhofsBox in Anspruch nehmen.

 

Weitere spannende Artikel für Sie

 

 

Erste WLAN-Tests im Regionalverkehr

Das sind die Herausforderungen bei der Einführung von Internet in Regio-Zügen.

Die Einführung von kostenlosem WLAN stellt die Deutsche Bahn weiterhin vor eine spannende Aufgabe. Nachdem zu Jahresbeginn erfolgreich das neue WLAN im Fernverkehr mit dem Namen “WIFIonICE” eingeführt wurde, soll nun der Regional- und Nahverkehr folgen.

Der Grundstein dafür ist bereits gelegt. Auf mehr als fünf unterschiedlichen Strecken im Bundesgebiet laufen bereits heute WLAN-Pilotprojekte im Regionalverkehr. So kann seit Anfang März zum Beispiel auf der Strecke zwischen Münster und Mönchengladbach WLAN auf der Regionalbahnlinie RE 42 getestet werden. Bereits seit letztem Jahr ist der Fugger-Express zwischen München und Augsburg Teil des WLAN-Tests. Weitere Piloten werden in 2017 hinzukommen.

Große Herausforderung: WLAN im Regionalverkehr

Im Regionalverkehr gibt es nicht nur mehr Züge als im Fernverkehr, sondern auch bedeutend mehr Fahrzeugbaureihen. Diese oft völlig unterschiedlichen Fahrzeugbaureihen stellen eigene Anforderungen an das Umsetzungskonzept von WLAN im Zug.

Zudem müssen verschiedene Beteiligte (allen voran DB Regio und die Besteller) auf einen Nenner kommen, um das Projekt umsetzen zu können. Besteller sind die Aufgabenträger (also die Bundesländer oder landeseigene Gesellschaften), die das Angebot im Personennahverkehr „anfordern“ und finanzieren. Wichtig ist für beide Seiten, dass das WLAN-Angebot im Zug für eine hohe Kundenzufriedenheit sorgt und gleichzeitig bezahlbar bleibt für sowohl den Aufgabenträger als auch DB Regio.

Um das WLAN-Angebot noch besser demonstrieren zu können, hat DB Regio einen Reisebus zu einem fahrenden Labor umgerüstet. Das Innenleben gleicht dem eines Nahverkehrszugs. Es sind verschiedene WLAN-Technologien verbaut. Der Bus dient damit der DB Regio zum einen als Testlabor, um die WLAN-Technologie in realistischen Szenarien von beispielsweise schwankender Mobilfunkabdeckung besser testen und ggf. optimieren zu können. Ohne aber dafür jedes mal einen Zug auf der Strecke ausrüsten zu müssen (was sehr aufwendig wäre).

Zum anderen kann DB Regio den Bestellern somit aber auch die Technik und Umsetzung präsentieren. Einen weiteren ganz wichtigen Vorteil bietet der Bus: nämlich den Kunden aktiv mit in die Tests und Ausgestaltung des WLAN-Angebotes einbeziehen zu können. Zum Beispiel tourt der WLAN-Bus momentan durch Deutschland und lädt die Kunden an Bahnhöfen zum Ausprobieren ein.

So sieht der WLAN-Bus aus

Wir waren vor Ort und haben uns den Bus angeschaut. Unsere Eindrücke haben wir für Sie in eine Bildergalerie gepackt.

Das größte WLAN-Netz in Deutschland

Ziel ist es, einen reibungslosen WLAN-Zugang einzuführen, der von Regionalverkehr über den Bahnhof bis hin zum Fernverkehr für alle gleich und einfach zu nutzen ist. Am Ende will die DB das größte WLAN-Netz in Deutschland zur Verfügung stellen.

Es wird ebenfalls überlegt, im Regionalverkehr ein Portal, ähnlich dem ICE Portal im Fernverkehr anzubieten. Somit könnten die Reisenden weiterhin Nachrichten lesen, Filme schauen oder kleine Spiele daddeln, sollte der Mobilfunkempfang temporär nicht ausreichend für internetfähiges WLAN an Bord sein. Das Portal im Regionalverkehr soll für jeden passende Inhalte anbieten. Was genau für die Kunden am Ende zur Verfügung stehen wird, werden die Tests in den kommenden Monaten zeigen.

Vier Personen haben Spaß in Baden Würtemberg
Reisen Sie mit den günstigen Länder-Tickets der Deutschen Bahn und entdecken Sie Baden-Württemberg.
Baden-Württemberg-Ticket

Bei Fragen zur Einführung von WLAN im Regionalverkehr können Sie gerne die Kommentarfunktion unter diesem Beitrag nutzen.

Zeitumstellung: Heute ungeliebt, früher unumgänglich

Im 19. Jhd. gab es in deutschen Bahnhöfen 5 Eisenbahnzeiten.

Zweimal im Jahr heißt es: Zeitumstellung. Am Morgen des 26. März ist es wieder soweit und die Uhren werden um eine Stunde vorgestellt.*

Bei der Eisenbahn gab es schon lange vor der Einführung der Mitteleuropäischen Zeit solche Zeitumstellungen. Allerdings waren die nicht von der Jahreszeit abhängig, sondern vom jeweiligen Ort, den die Eisenbahn damals durchquerte. Die Uhren gingen überall anders, wenn die Uhr offiziell 12 Uhr schlug, war es nicht überall 12 Uhr. Es war 11.53 Uhr in Berlin und in Bonn 11.28 Uhr.

So war das früher, als in Deutschland noch die ortsgebundene Zeitmessung etabliert war. Daraus ergaben sich für die Eisenbahngesellschaften große Schwierigkeiten, sowohl bei der Erstellung als auch bei der Lesbarkeit von Fahrplänen.

Zeitumstellungen im Kilometertakt

Denn streng genommen bedeutete dann eine Distanz von 20 Kilometern in Ost-West-Richtung einen Zeitunterschied von etwa einer Minute. In Zügen, die auf ihrer Route mehrere Zeitzonen und Orte durchquerten, änderte sich also ständig die Zeitzone. Weil das sehr kompliziert war und für reichlich Verwirrung sorgte, führten die Eisenbahngesellschaften ihre eigenen fünf Eisenbahnzeiten ein. Die Bahn fuhr nun nach Berliner, Münchner, Stuttgarter, Karlsruher oder Ludwigshafener Zeit.

Das bedeutete für die Reisenden im 19. Jahrhundert zwei Uhrzeiten: Sie hatten einerseits ihre Ortszeit, so wie sie am Kirchturm abzulesen war und andererseits die Eisenbahnzeit am Bahnhof, auf die sie achten mussten, um ihren Zug rechtzeitig zu erreichen. Die Bahnhofsuhren zeigten entsprechend die Differenz von Orts- und Eisenbahnzeit an. Zum Beispiel „+19 Min. Berliner Zeit“ am Frankfurter Hauptbahnhof, wo der Zugverkehr nach Berliner Zeit getaktet war. Für heutige Zeiten ein undenkbarer Zustand, der sicher für große Verwirrung gesorgt hätte.

Einheitszeit beendet das Zeitchaos

Erleichterung kam zuerst in Schweden, als 1879 die Einheitszeit eingeführt wurde, danach 1880 in England. Am 1. April 1893 wurde schließlich die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) als ausschließlich gültige Zeit in Deutschland beschlossen.

Heute wird der Sinn der jahreszeitlichen Zeitumstellung immer wieder kontrovers diskutiert. Vielleicht wird diese Diskussion ja in 100 Jahren zu einem interessanten Rückblick auf das Zeitgeschehen genutzt: „2016 gab es noch staatlich verordnete Zeitumstellungen“. Wer weiß…

*[Aktualisiert am 24.03.2017. Anm. der Redaktion]

Digitale Weichendiagnose mit DIANA

Infografik: Mithilfe von DIANA und Sensoren Störungen frühzeitig erkennen.

“Die Weichen stellen” – das hat die Bahn wörtlich genommen und setzt eine neue Technik für die Beobachtung der Weichen im Schienennetz ein. Mit diesen „intelligenten Weichen“ soll der Zugverkehr zukünftig noch zuverlässiger werden.

Wie funktioniert die digitale Weichendiagnose?

Die Technik ähnelt der eines Elektrokardiogramms, kurz EKG, das die elektrischen Impulse unseres Herzmuskels misst. Das EKG gibt dem Arzt Auskunft darüber, wie fit und gesund der Patient ist. Genauso macht das die virtuelle Diagnose- und Analyseplattform (DIANA) mit den Weichen.

Infografik digitale Weichendiagnose DIANA

An der Weiche sind ein oder mehrere Antriebsmotoren angebracht. Wenn diese die Weiche in Bewegung setzen, fließt Strom. Im Stellwerk erfassen Sensoren den Stromverbrauch und übermitteln die Daten an DIANA. Das Computerprogramm gleicht die Ergebnisse mit dem Sollwert ab. Wenn der Weiche nichts fehlt, dann entspricht die Kurve der Referenzstromkurve. Wenn das Programm Abweichungen feststellt, dann schlägt DIANA Alarm.

Warum ist DIANA so hilfreich?

Mithilfe der Plattform werden Störungen, Fremdkörper in der Weiche oder Verschleiß frühzeitig erkannt. Und das Reparaturteam kann vorbeugende Maßnahmen einleiten: Entweder die Weiche warten oder austauschen, wenn sie defekt ist.

Wie weit ist der Ausbau der Stellstrom-Sensorik?

Mittlerweile sind bundesweit 28.000 Weichen mit “DIANA” ausgestattet und melden rund um die Uhr, wenn etwas an der Technik nicht stimmen sollte. Durch die vorausschauende Technik konnten im Jahr 2019 bereits 3.600 Defekte verhindert werden.

Die Möglichkeiten sind aber noch lange nicht ausgeschöpft: Zum Beispiel wäre es auch möglich, die Außentemperatur der Weiche oder die Schwellenbewegung* per Sensor zu messen und an die Diagnoseplattform DIANA anzuschließen. Auch Weichenheizungen, Bahnübergänge und Stellwerke können mit der Technik überwacht werden. Ein Einsatz wird in verschiedenen Pilotprojekten aktuell geprüft.

Weichendiagnose mit DIANA

*Die Bahnschwelle trägt die Schienen und befestigt diese, um die Spurweite der Gleise sicherzustellen.

Lesen Sie auch

Update 17.06.2020: Aktuelle Zahlen rund um den Ausbau von “DIANA” ergänzt.