Die Top 3 der längsten Zugstrecken Deutschlands

Ohne Umstieg mit der Bahn vom Meer bis in die Berge.

Die Sachen sind gepackt und die Tickets gekauft. Mit dem Zug geht es 1.300 Kilometer durch Deutschland – eintausenddreihundert Kilometer – ja, Sie haben richtig gelesen. Zum Vergleich: Das ist 1/7 der Länge der Transsibirischen Eisenbahn.

Die längsten Strecken Deutschlands führen vorbei an Wäldern, Wiesen und Bergen. Baden Sie an einem Tag in der Ostsee bei Kiel und besteigen Sie am nächsten in Oberstdorf das Nebelhorn. Auf dem Weg können Sie das malerische Rheintal zwischen Mainz und Bonn bestaunen.

Übersicht: Top 3 der längsten Zugstrecken

Auf Platz 1 liegt die Strecke zwischen Offenburg und Greifswald. Der IC 2216 legt auf seiner Fahrt 1.300 Kilometer zurück und durchquert dabei 9 der 16 Bundesländer. Das Highlight ist sicherlich die Fahrt entlang der Ostseeküste.

Infografik mit den drei längsten Zugstrecken der Deutschen Bahn in Deutschland

Vom Süden bis ans Meer kommen Sie auch mit dem IC 2229, der zwischen Kiel und Passau fährt. Die Strecke misst 1.225 Kilometer und landet damit auf Platz 2. Der Zug führt Sie durch schöne landschaftliche Regionen wie den Bayerischen Wald, den Spessart oder den Taunus in Hessen.

Die südlichste Strecke von Oberstdorf nach Leipzig ist 1.080 Kilometer lang und folgt auf Platz 3. Diese wird durch den IC 2012/2013 befahren. Der Intercity fährt durch 9 von 16 Bundesländern, vorbei an landschaftlichen Highlights wie dem Allgäu, der Schwäbischen Alb, dem Rheingau oder dem Westerwald.

Personal und Logistik

Damit ein Zug eine so lange Strecke ohne Unterbrechung fahren kann, ist eine aufwändige Planung nötig. Lange Strecken sind beispielsweise immer mit mehreren Personalwechseln verbunden, die durchschnittlich alle vier Stunden stattfinden. Nehmen wir zum Beispiel unseren IC 2216, der an einem Freitagmorgen von Offenburg nach Greifswald fährt. Bei dieser Fahrt wechseln der Zugchef sowie die Zugbegleiter durchschnittlich dreimal. Bahnhöfe für den Wechsel sind in unserem Beispiel Karlsruhe, Köln und Hamburg.

Für bestimmte Streckenabschnitte mit einem höheren Reiseaufkommen steigen weitere Zugbegleiter zu. In unserem Beispiel wäre das unter anderem zwischen Köln und Hamburg.
Insgesamt gibt es in Deutschland rund 250 Bahnhöfe, an denen Personalwechsel stattfinden. Wann und wo das Personal wechselt, legt das Planungssystem “Carmen” in vorläufigen Schichtplänen fest. Anschließend verfeinern die sogenannten Planer den Ablauf. Dabei achten sie darauf, dass die Prozesse im Zug so wenig wie möglich unterbrochen werden.

Für die Belieferung der Bordgastronomie gibt es keine festen Zeiten. Jeder Zug startet mit einer Grundausstattung an Lebensmitteln. Sobald eine bestimmte Menge eines Produkts unterschritten wird, löst das System automatisch eine Nachbestellung aus. Der Zug wird dann am nächsten Logistikstandort beliefert. In Deutschland gibt es insgesamt elf Logistik-Lager für Lebensmittel.

VDE 8 – eine neue Strecke für Deutschland

Was die neue Schnellfahrstrecke mit der Deutschen Einheit zu tun hat.

Es ist so weit: Reisende können in Rekordzeit von Berlin nach München und zurück reisen. Das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8 (VDE 8), die Strecke zwischen Nürnberg und Berlin, wird im kommenden Jahr fertiggestellt. Mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2015 wurde bereits das Teilprojekt VDE 8.2, die 123 Kilometer lange Schnellfahrstrecke zwischen Erfurt und Halle/Leipzig, eröffnet und damit das Tempo im Ost-West-Verkehr deutlich erhöht.

Ein Prestigeprojekt für die Deutsche Einheit

Das Zehn-Milliarden-Projekt wurde 1991 von der Bundesregierung mit dem Ziel beschlossen, die Verkehrsverbindung zwischen Ost und West, zwischen Nord und Süd auf Schiene, Straße und Wasserwegen auszubauen. Neun Schienenprojekte gibt es dabei für die Deutsche Bahn zu bewältigen, wovon die meisten bereits abgeschlossen sind. Das Projekt Nr. 8 ist dabei das letzte Projekt, das in Teilprojekten realisiert wird.

VDE 8: Technische Raffinesse und europäische Standards

Wo der Name und Umfang des Projekts dem Ganzen ein etwas angestaubtes Image verpassen mag, setzt die technische Umsetzung der neuen Strecke innovative Maßstäbe im Schienenbau und erfüllt europäische Standards.

Das Zugleitsystem, das ohne Signale an der Strecke funktioniert, einheitliche Höhen der Bahnsteigkanten und die behindertengerechte Ausstattung der Bahnsteige sind europäische Anforderungen, die erfüllt wurden. Somit schließt die neue Strecke eine Lücke im Transeuropäischen Schnellbahnnetz und ermöglicht es, dass Züge ohne Lokwechsel, Zughalt oder dem Wechsel des Zugleitsystems von Sizilien bis nach Stockholm verkehren können.

Schienen, die auf einer sogenannten „Festen Fahrbahn“ eingesetzt wurden, sind ein weiteres Schmankerl der neuen Schnellfahrstrecke. So wurden Betonplatten millimetergenau verlegt und auf den bisher gängigen Schotter verzichtet. Die Vorteile liegen auf der Hand: Neben weniger Erschütterung im Zug ist die „Feste Fahrbahn“ weniger wartungsintensiv als ein herkömmliches Schotterbett.

Weitere technische Finessen und Einblicke finden Sie auf der offiziellen Webseite des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 8.

Und was passiert als Nächstes?

Am 10. Dezember 2017 wird nun der letzte Abschnitt des Projekts, die Aus- und Neubaustrecke Nürnberg-Erfurt, eröffnet. Damit ist das Mammutprojekt VDE 8 nach 26 Jahren Bauzeit beendet und das Ziel, Berlin und München in unter vier Stunden miteinander zu verbinden, erfolgreich umgesetzt.
Doch die Fahrgäste profitieren nicht nur auf dieser Strecke von einer Zeitersparnis beim Reisen. Auf vielen weiteren Strecken verringert sich die Reisezeit ebenfalls und es gibt mehr Direktverbindungen. So können Sie zukünftig ohne Umstieg von Stuttgart nach Leipzig oder von Frankfurt nach Berlin fahren und der ICE Sprinter benötigt für die Strecke Nürnberg-Berlin nun zwei Stunden weniger.

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Youtube angezeigt und meine Daten an Youtube übertragen werden. Nähere Informationen siehe Datenschutzhinweise.
VDE 8: Premierenfahrt zwischen Erfurt und Ebensfeld
<iframe src='https://www.youtube-nocookie.com/embed/isK7UEOZYVk?rel=0' frameborder='0' allowfullscreen></iframe>

Im Juni 2017 und somit exakt ein halbes Jahr vor der eigentlichen Eröffnung gab es eine Premierenfahrt auf der Neubaustrecke Erfurt–Ebensfeld. Ein ICE T passierte auf der 107 Kilometer langen Strecke durch den Thüringer Wald 22 Tunnel und 29 Talbrücken.

Dieses Element enthält Inhalte von Youtube und überträgt Daten an Youtube. In den Datenschutzhinweisen können Sie dies blockieren.

Die Fakten zum VDE 8

5        Knotenpunkte: Nürnberg, Erfurt, Leipzig, Halle, Berlin
300    km/h Spitzengeschwindigkeit
10      Milliarden Euro Investitionskosten
4.500 Mitarbeiter beim Trassenbau
500    km Strecke, 230 km Neubaustrecke
134    km neue Bahnstromtrasse

 

Der integrierte Bericht 2017 - Auf in eine neue Zeit!

Integrierter Bericht 2017

Der integrierte Bericht der DB fasst für Sie eine Auswahl der wichtigsten Themen zusammen, die die Deutsche Bahn im Jahr 2017 für Sie als Kunden bewegt hat. Eine Auswahl der Themen:

  • Inbetriebnahme der Schnellfahrtstrecke Berlin-München (VDE 8)
  • Kostenfreies WLAN im Fernverkehr
  • Einführung des Komfort-Check-ins
  • Entertainment im ICE-Portal
  • Renovierung von Bahnhöfen und DB Lounge in neuem Design

Alle Themen gebündelt finden Sie im integrierten Bericht 2017.

Wie entstehen Zugnummern bei der Deutschen Bahn?

Jeder Zug hat eine Zugnummer, doch wie entsteht diese eigentlich und was bedeutet sie?

Tag für Tag fahren unzählige Züge durch Deutschland und die angrenzenden Länder. Damit sie sich voneinander unterscheiden und koordiniert werden können, benötigen sie ein eindeutiges Erkennungszeichen: die Zugnummer.

Für jeden Fahrplan wird ein Zugnummernplan zwischen dem Infrastrukturbetreiber (DB Netz AG) und den Eisenbahnverkehrsunternehmen abgestimmt. Dieser wird von DB Netz veröffentlicht und zeigt, aus welchen Zugnummernbereichen die Unternehmen wählen können.

Zugnummern im Fernverkehr

Eine Zugnummer besteht im deutschen Fernverkehr in der Regel aus mehreren Ziffern und ist wie ein eindeutiger Name, der sich einem speziellen Zug zuordnen lässt. Züge mit einer ungeraden Endziffer fahren von West nach Ost oder von Nord nach Süd. Züge, die aufeinander folgende Nummern haben, fahren gewöhnlich auf der gleichen Strecke, nur in die entgegengesetzte Richtung. So fährt der Zug 582 von München nach Hamburg und der mit der Nummer 581 von Hamburg nach München. An der Ziffer vorne kann das Zugpersonal erkennen, dass es sich um einen ICE handelt. Die zweite Ziffer von hinten lässt auf die Strecke schließen.

Entstehung Zugnummern

Zug- und Liniennummern im Regionalverkehr

Nicht zu verwechseln ist die Zugnummer übrigens mit der Liniennummer. Diese gilt innerhalb einer bestimmten Region und kann deutschlandweit mehrfach vergeben werden. Im Bereich des Fernverkehrs dient sie allerdings nur internen Zwecken.
Eine wichtige Bedeutung kommt ihr im Regionalverkehr zu. Hier erscheint in der Fahrplanauskunft und auf den Anzeigetafeln im Bahnhof vorrangig die Liniennummer.
Mit der jeweiligen Liniennummer lassen sich im regionalen Schienennetzplan des Verkehrsverbundes dann auch die genaue Fahrstrecke des Zuges und die einzelnen Haltepunkte nachschauen.

Lesen Sie auch

Zugnummern im internationalen Verkehr

Für den internationalen Fernverkehr sind bestimmte Zugnummernbereiche vorgesehen, so z. B. die Zugnummern 2-499 für den IC-, ICE- und Nachtzugverkehr und für den grenzüberschreitenden Hochgeschwindigkeitsverkehr nach Frankreich die Zugnummern 9550-9599. Ist ein Zug in zwei Ländern unterwegs, darf diese Nummer in beiden Ländern nicht noch einmal vergeben werden. Die jeweiligen Eisenbahnunternehmen stimmen sich jährlich untereinander über die Vergabe der Zugnummern ab.

Ausnahmen bei der Vergabe der Zugnummern

Wie bei jeder Regel gibt es auch bei der Vergabe der Zugnummern Ausnahmen. Hilfszüge, also Züge, die losgeschickt werden, wenn es einen Zwischenfall auf der Strecke gibt, werden gesondert benannt. So weiß jeder Fahrdienstleiter gleich, dass es sich um einen Hilfszug handelt, dem gegenüber anderen Zügen Vorfahrt eingeräumt wird. Auch Sonderzüge, die einmalig z.B. während einer Veranstaltung eingesetzt werden, haben eine andere Zugnummer als sonst.

Update 29.01.2019: Aufgrund einer fehlerhaften Information wurde der Beitrag korrigiert.

Die Bahn als rollendes Büro – geht das?

Thorsten Kolsch hat es getestet und gibt Tipps.

E

s ist wieder einer dieser Momente, in denen ich genug von Alltagsroutinen habe. Ich muss mal wieder durchatmen, meine Projekte neu ordnen und mich mal auf eine Sache fokussieren. Meine Lösung: Ich fahre zum Bahnhof und setze mich für ein paar Stunden in einen Zug.

Eines vorweg: Die Bahn taugt nicht als rollendes Büro. Jedenfalls nicht, wenn man auf Rollcontainer, Leitz-Ordner, Bürodrehstühle, feste Arbeitszeiten und ständige Unterbrechungen Wert legt. Wenn man aber wie ich ein digital arbeitender Mensch ist, dann kann man sich ruhig mal überlegen, für ein paar Stunden den Arbeitsplatz in einen Zug zu verlegen. Wenn ich die Landschaft an mir vorbeiziehen sehe, kann ich mich nun mal am besten konzentrieren. Ich werde mit Getränken am Platz bedient und die Leute, die vor und hinter mir sitzen, kenne ich in der Regel nicht. Niemand da, der mich stört und mich anspricht.

Ein gewöhnlicher Arbeitstag im Zug – statt im Büro

Thorsten Kolsch mit Laptop im Zug

Das Büro ist dort, wo er seinen Laptop hinstellen kann - Thorsten Kolsch bei der Arbeit im Zug

Heute fahre ich sechs Stunden einfach so von Hamburg nach München. Mein Arbeitstag startet zunächst ziemlich gewöhnlich: Der Smartphone-Wecker klingelt, ich stehe auf, ziehe mich an, checke den DB Navigator und suche nach der nächsten Verbindung. Ich fahre mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof und steige in den ICE nach München. Was für Viele nach Pendelstress klingt, ist ein recht gewöhnlicher Arbeitstag für mich.

Am Sitzplatz angekommen, sehe ich schon einige Menschen, die ihren Arbeitsplatz zumindest für ein bis zwei Stunden in ein rollendes Büro verwandelt haben. Sie nutzen die Zeit mit Arbeit, da sie entweder pendeln müssen oder weil ihr Arbeit- oder Auftraggeber sie auf Reisen schickt. Allein im Jahre 2014 fuhren 2,9 Millionen Geschäftsreisende aus beruflichen Gründen mit der Deutschen Bahn. Zu ihnen darf ich mich auch zählen. Zudem nutze ich die Bahn auch bewusst als Arbeitsort – nicht nur als Mittel zum Zweck.

WLAN im Zug

Ich erinnere mich an Tim Chimoy, ein digitaler Nomade, den ich einmal in Berlin kennengelernt habe. Ich hole mein Notebook aus dem Rucksack, wähle mich in das Bord-WLAN ein und schreibe ihm eine E-Mail. Wie nutzt er die Zeit beim Reisen? Seine Antwort kommt prompt: „Nach Bremen bin ich mal zu einem Kunden gefahren. Drei Stunden hin, drei Stunden zurück – für eine 30-Minuten-Besprechung. Das macht nur dann Sinn, wenn man die Fahrtzeit auch als Bürozeit nutzt.“ schreibt mir Tim. Auch die Bloggerin Christine Neder hat für sich das Arbeiten im Zug entdeckt und gleich ein Video draus gedreht.

Zurück zu meinen Mitreisenden, zu Julia. Sie ist 32 Jahre alt und pendelt regelmäßig von Hannover nach Hamburg. Sie arbeitet täglich etwa sechs Stunden vor Ort bei ihrem Arbeitgeber. Den Hin- und Rückweg nutzt sie zur Vorbereitung von Meetings oder zur Nachbearbeitung eines Arbeitstages..

Es sind also nicht nur die digitalen Nomaden, die von der Infrastruktur der Deutschen Bahn profitieren. Viele Geschäftsreisende, Selbstständige und Studenten haben die Vorteile des Arbeitens im Zug bereits für sich entdeckt. Werden wir einmal konkret:

Welche Tools kann ich an Bord eines Zuges nutzen?

Für die technische Grundausstattung, also Notebook oder Smartphone, muss natürlich zunächst einmal jeder selbst sorgen. Die Bahn kümmert sich darum, dass der Saft niemals ausgeht. In der 2. Klasse teilen sich zwei Sitze eine Steckdose, in der 1. Klasse hat sogar jeder Sitz eine Steckdose. Außerdem hat jeder Sitz eine verstellbare Rückenlehne, einen Klapptisch, um das Notebook darauf zu stellen und es gibt WiFi in fast jedem ICE.

Wie ist die Arbeitsatmosphäre vor Ort?

Man ist nicht alleine und hat doch seine Ruhe. Wenn man nicht gerade in der Gruppe reist, ist schließlich niemand da, der etwas von einem will. Ein großer Vorteil gegenüber einem Großraumbüro.

Wo bekomme ich meinen „Bürokaffee“ her?

Thorsten Kolsch im Bordbistro mit Laptop

Was für andere die Teeküche ist, ist für Thorsten Kolsch das Bordbistro.

Der Kaffee wird in der Regel von den Mitarbeitern des Bordrestaurants oder von Caterern an den Platz gebracht. Hinzu kommen die wechselnden und frisch zubereiteten Gerichte im Bistro oder Restaurant.

Was muss ich beim Thema Sicherheit beachten?

Wie in jedem Büro, sind Standards wie Datenschutz und Sicherheit unbedingt einzuhalten. Es ist daher immer ratsam die Tasche mit seinen persönlichen Unterlagen mit auf das WC oder ins Bordbistro zu nehmen. Ebenso verhält es sich mit den digitalen Daten auf dem Bildschirm. Wer vertrauliche Dokumente bearbeitet, sollte sich einen Platz ohne Nachbarn oder einen Einzelplatz suchen. Mein Tipp: Ein Blickschutzfilter, den man auf den Monitor klemmt.

Sollte ich Telefongespräche im Zug führen?

Auch hier steht das Thema Datenschutz im Vordergrund. Vertrauliche Gespräche sollten außerhalb des Zuges verlegt werden. Ansonsten ist insbesondere in Ballungsgebieten die Telefonqualität ganz ordentlich. Auf dem Lande gibt es hier noch Nachholbedarf. Mein Tipp: Läuft das Bord-WiFi zuverlässig, einfach Skype oder WhatsApp-Anrufe nutzen. Ansonsten: Froh sein, wenn das Telefon mal still ist. Im Flugzeug geht’s ja auch.

Wie funktioniert das mit dem Internetzugang?

In der 1. Klasse und 2. Klasse gibt es WLAN kostenlos. Kleines Manko: Bei hoher Auslastung, ist die Internetverbindung nicht immer die Beste. Tipp: Ich versuche sämtliche Offline-Aufgaben auf Zugfahrten zu legen, etwa das Verfassen von E-Mails, Erstellen von Präsentationen oder Kalkulationen, das Schreiben von Texten und Konzepten.

Funktionieren Meetings im Zug?

Kleinere Meetings im Zug abzuhalten ist bei einer Größe von zwei bis vier Teilnehmern gar kein Problem. Dazu reserviert man am besten einen Vierertisch oder, sollte es ein vertraulicheres Meeting sein, gleich ein ganzes Abteil, das auf bis zu sechs Personen ausgerichtet ist. Sitzplatzreservierungen können direkt bei der Buchung des Tickets vorgenommen werden. Weitere Informationen stehen hier zur Verfügung.

Wann ist die beste Reisezeit zum Arbeiten?

Reisezeit gleich Arbeitszeit. Doch wann ist die beste Zeit, vorausgesetzt man kann es sich aussuchen? Grundsätzlich immer dann, wenn die Pendler-Rushhour vorbei ist. Dazu zählen von Montag bis Sonntag sehr frühe oder sehr späte Züge, oder wochentags nach und vor der Rush-Hour-Zeit. Also dann, wenn alle anderen im Büro sitzen.

Der meistunterschätzte Mehrwert:

Während viele Schreibtischtäter in einem Großraumbüro sitzen und von der Außenwelt abgeschnitten sind, zieht in meinem Fall halb Deutschland an mir vorbei. Ich beobachte die Landschaft, die Sonne, die Berge und die Täler. Zwischendurch einfach mal nicht auf das Notebook schauen – das geht hier wunderbar.

Jetzt ist nur die Frage, für wen lohnt sich ein Arbeitsleben im Zug? Der Preis für eine durchschnittliche Fahrt von Hamburg nach München liegt natürlich höher, verglichen mit einem Tag in einem Coworking-Space. Doch für Fahrgäste mit BahnCard 50, oder wie in meinem Fall als BahnCard 100-Kunde, ist eine Zugfahrt die perfekte Investition in einen angenehmen Arbeitsplatz.

Heute habe ich wieder Einiges geschafft. Ich habe ein vollständiges Konzept geschrieben und an einer Powerpoint-Präsentation gebastelt. Einen Wagen weiter ist das Bordbistro. Eine Gruppe Mallorca-Urlauber grölt einen Party-Song. Sie stören mich nicht, denn sie wollen ja nichts von mir. Genauso wenig wie das sehr aufgeweckte Kind, das eben durch den Wagen rannte. Unterschiedliche Generationen und Lebenssituationen an einem Fleck – das inspiriert, macht kreativ, und funktioniert wohl nur hier.

Thorsten Kolsch

Thorsten Kolsch, 35, ist Unternehmer, Autor und Medien-Profi mit Spezialisierung auf Content Marketing. Nach über zehn Jahren Angestelltenleben im Musikbusiness hat er sich selbständig gemacht. Heute berät er Firmen und Agenturen bei der Konzeption und Realisierung großer Web-Projekte. Im Internet findet man ihn unter thokomedia.de. In seinem Dokumentarfilm „Deutschland zieht aus“ spricht Kolsch mit erfolgreichen Internetunternehmern und fragt, worauf es beim Leben als digitaler Nomade ankommt.

Den Film „Deutschland zieht aus“ kann man ab sofort unter deutschland-zieht-aus.de downloaden. Hier geht’s zum Trailer.

Die Großbaustellen 2017 bei der Bahn

Besonders auf diesen 8 Strecken ist mit Einschränkungen zu rechnen.

Das Streckennetz der Bahn gehört zu einem der frequentiertesten und modernsten in Europa. Deshalb und vor allem damit es auch so bleibt, sind natürlich immer wieder entsprechende Modernisierungsarbeiten notwendig – so auch 2017.

Gleich auf mehreren Strecken wird die Bahn in diesem Jahr umfangreiche Baumaßnahmen vornehmen. In unserer Infobox sehen Sie die größten Bahnstrecken, auf denen gebaut wird, im Überblick. Im weiteren Verlauf zeigen wir Ihnen im Detail auf, welche konkreten Auswirkungen das für Sie haben wird.

Aktuelle Verkehrsmeldungen

Aktuelle Informationen zu Verkehrsmeldungen aus den Regionen erhalten Sie unter bahn.de/aktuell.

1. Bauarbeiten Knoten Frankfurt

An den Wochenenden zwischen dem 10. Februar und 18. April werden Bauarbeiten an den Zufahrtsgleisen und Bahnsteigen im Frankfurter Hauptbahnhof durchgeführt.

Die Auswirkungen im Überblick:

  • Haltausfall: Viele ICE- und IC-Linien halten in Frankfurt Süd statt Frankfurt Hauptbahnhof.
  • Fahrzeitverlängerung: Die ICE auf der Strecke von Berlin-Frankfurt-München bzw. in die Schweiz fahren weiterhin über den Frankfurter Hauptbahnhof. Die Fahrt dauert dabei etwa 8 Minuten länger.
  • Halt Hanau: Die ICE-Linie Berlin-München/Schweiz hält nicht in Hanau. Dafür hält die ICE-Linie Hamburg-Stuttgart/Schweiz zusätzlich in Hanau.
  • Haltausfall Frankfurt Flughafen: Die ICE auf der Strecke Leipzig-Frankfurt Flughafen enden bzw. beginnen am Frankfurter Hauptbahnhof.
  • Umleitung: Einzelne ICE am Wochenende fahren über Gießen statt Fulda und halten in Frankfurt West.

2. Eingleisige Sperrung Erfurt-Bebra/Fulda

Vom 10. Februar bis 16. Juni steht auf dieser Strecke nur eines von zwei Gleisen zur Verfügung.

Die Auswirkungen im Überblick:

  • Haltausfälle: Zeitweise entfallen die ICE auf der Strecke Frankfurt/M-Erfurt-Halle-Berlin zwischen Frankfurt/M und Erfurt.
  • Fahrzeitverlängerung/Haltausfall: Die ICE auf der Strecke zwischen Wiesbaden/Frankfurt-Leipzig/Dresden fahren etwa 10-30 Minuten länger. Außerdem entfallen zeitweise die Halte in Eisenach und Gotha.
  • Umleitung/Haltausfall: Die IC-Einzelzüge zwischen Köln-Kassel-Halle/Leipzig sowie der ÖBB Nightjet werden über z.B. Nordhausen umgeleitet. Dadurch entfallen Halte wie Bebra, Eisenach und Erfurt.

Vom 4. September bis 22. November kommt es auf dieser Strecke zu eingleisigen Sperrungen und Geschwindigkeitsreduzierung.

Die Auswirkungen im Überblick:

  • Fahrtzeitverlängerung: Die ICE auf der Strecke zwischen Wiesbaden/Frankfurt-Leipzig/Dresden fahren etwa 10-30 Minuten länger.
  • Fahrzeitverlängerung/Ausfall: Die IC-Einzelzüge Köln-Kassel-Halle/Leipzig und der ÖBB Nightjet fahren etwa 15-60 Minuten länger. Teilweise entfallen die Fahrten zwischen Fulda-Kassel-Leipzig/Dresden.

3. Eingleisige Sperrung Würzburg-Nürnberg

Auf der Strecke steht vom 6. März bis zum 25. Juni nur eines von zwei Gleisen zur Verfügung.

Die Auswirkungen im Überblick:

  • Fahrzeitverlängerung: Die ICE zwischen Bremen/Hamburg-München kommen bis zu 30 Minuten später ans Ziel.
  • Fahrzeitverlängerung: Die IC auf der Strecke Dortmund-Köln-Nürnberg fahren etwa 20 Minuten länger.
  • Haltausfall: Einzelne ICE zwischen Dortmund-München entfallen zwischen Nürnberg-München.
  • Haltausfall Ingolstadt: Züge von/nach Hamburg halten zum Teil nicht in Ingolstadt, dafür andere ICE-Züge von/nach Berlin.

4. Eingleisige Sperrung Berlin-Hannover/Braunschweig

Vom 13. Mai bis 31. August steht auf dieser Strecke nur eines von zwei Gleisen zur Verfügung.

Die Auswirkungen im Überblick:

  • Haltausfall/Fahrzeitverlängerung: Auf der ICE-Strecke zwischen Berlin-Düsseldorf/Köln entfällt zum Teil der Halt in Berlin Gesundbrunnen. Dafür gibt es einen zusätzlichen Halt am Berliner Ostbahnhof. Die ICE Berlin-Düsseldorf/Köln fahren bis zu 20 Minuten länger.
  • Fahrzeitverlängerung: Die ICE zwischen Berlin-Frankfurt-München bzw. in die Schweiz fahren bis zu 20 Minuten länger, zusammen mit der eingleisigen Sperrung auf der Strecke Göttingen-Hannover/Hildesheim (siehe Baumaßnahme 8) vom 1. August bis 31. August insgesamt etwa 60 Minuten länger.
  • Zugausfall/Fahrzeitverlängerung: Einzelne IC-Züge zwischen Berlin-Köln fallen zwischen Berlin und Hannover aus oder werden mit einer Fahrzeitverlängerung von bis zu 60 Minuten umgeleitet.
  • Haltausfall: Der IC zwischen Berlin-Amsterdam hält zum Teil nicht in Berlin-Spandau.

5. Eingleisige Sperrung Frankfurt-Mannheim

Auf dieser Strecke steht vom 30. Juni bis 14. August nur eines von zwei Gleisen zur Verfügung. Außerdem werden Fernzüge über Darmstadt umgeleitet.

Die Auswirkungen im Überblick:

  • Haltausfall: Die ICE auf der Strecke Hamburg-Schweiz halten in Frankfurt Süd statt am Frankfurter Hauptbahnhof.
  • Haltausfall Frankfurt Flughafen: Die ICE zwischen Hamburg-Stuttgart halten nicht am Frankfurter Flughafen.
  • Halteausfall Mannheim: Der TGV auf der Strecke Marseille-Frankfurt/M hält nicht in Mannheim.

6. Streckensperrung Köln-Wuppertal-Dortmund/Hamm

Diese Strecke wird vom 17. Juli bis 29. August gesperrt. Während dieser Zeit wird die Inbetriebnahme des elektronischen Stellwerks in Wuppertal vorbereitet.

Die Auswirkungen im Überblick:

  • Umleitung/Haltausfall: Die ICE auf der Strecke Berlin-Köln werden über Düsseldorf-Dortmund umgeleitet. Dadurch entfallen die Haltestellen in Hagen, Wuppertal, Solingen, Bonn und Koblenz.
  • Haltausfall: Die IC Hamburg-Köln-Frankfurt (via Wuppertal), die IC Dresden-Hannover-Köln sowie die ICE zwischen Dortmund-Basel entfallen auf dem Abschnitt Dortmund-Hagen-Köln. Die Züge werden ab Köln bzw. Dortmund eingesetzt.

7. Streckensperrung Heidelberg-Karlsruhe

Auf dieser Strecke steht vom 27. Juli bis 11. September nur eines von zwei Gleisen zur Verfügung. Es kommt zu Umleitungen und Ausfällen.

Die Auswirkungen im Überblick:

  • Umleitung/Haltausfall: Einige der IC zwischen Karlsruhe-Heidelberg-Frankfurt-Gießen-Hamburg werden umgeleitet. Die Halte in Heidelberg, Wiesloch-Waldorf, Bruchsal und Karlsruhe entfallen. Einige der Züge werden in Heidelberg eingesetzt bzw. enden dort.
  • Umleitung/Haltausfall: Die IC auf der Strecke Karlsruhe-Stuttgart/München werden über Pforzheim umgeleitet. Der Halt in Bruchsal entfällt.
  • Umleitung/Fahrzeitverlängerung: Die ICE/TGV zwischen Paris-Stuttgart/München werden über Pforzheim umgeleitet und fahren etwa 15-20 Minuten länger.

8. Eingleisige Sperrung Göttingen-Hannover/Hildesheim

Vom 1. bis 31. August wird auf dieser Schnellfahrstrecke ein Gleis gesperrt.

Die Auswirkungen im Überblick:

  • Umleitung/Fahrzeitverlängerung: Die ICE zwischen Berlin-Frankfurt-München bzw. in die Schweiz werden über Kreiensen umgeleitet und fahren dadurch bis zu 60 Minuten länger.
  • Fahrzeitverlängerungen: Die ICE und IC auf der Strecke zwischen Hamburg-Stuttgart/München/Karlsruhe bzw. in die Schweiz kommen wenige Minuten später am Ziel an.

 

Weitere Informationen zu Bauarbeiten

Max Maulwurf gibt Informationen zu Bauarbeiten

Bitte beachten Sie: Die oben beschriebenen Großbaustellen und die nötigen Anpassungen im Fahrplan sind bereits in die regulären Fahrpläne eingearbeitet worden. Daher können Sie Ihre Reise wie gewohnt buchen.

Doch es kommt immer wieder auch zu kleineren und nötigen Baumaßnahmen, bei denen es zu Fahrplanabweichungen kommen kann. Einen Überblick über die Fahrplanauswirkungen dieser Baustellen erhalten Sie auf der Seite bauinfos.deutschebahn.com und in der App „DB Bauarbeiten“, die Sie hier finden: bauinfos.deutschebahn.com/app

 

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Reisen in 2030: Das ändert sich für uns

Interview: Ein Blick in die nahe Zukunft mit Trendbeobachter Mathias Haas.

Technische Entwicklungen und Mobilität prägen unser Privat- und Berufsleben immer mehr. Wir sind flexibler, erreichbarer, viel unterwegs und ständig online. Das ist die Gegenwart. Aber wie sieht unser Leben 2030 aus? Eines ist sicher: immer mehr Menschen werden mobil sein.

Bis 2030 plant die Deutsche Bahn deshalb ihr jetziges Angebot um 25 Prozent zu erweitern. Künftig wird es 150 ICE-Fahrten mehr pro Tag geben.

Mehr Kundenkomfort, hohe Umweltfreundlichkeit, und der Einsatz neuester Technologien haben jetzt und zukünftig hohe Priorität. Ein wichtiger Baustein für die Zukunft im Fernverkehr ist der ICE 4. Was uns bis und in 2030 noch bewegen wird, erläutert Trendbeobachter Mathias Haas im Gespräch mit der DB. Er ist „Zukunftsdetektiv“ und ständig auf der Suche nach Hinweisen darauf, wie wir unser Leben in ein paar Jahren tatsächlich führen werden. Seine Empfehlung: Wer sich schon jetzt auf die Zukunft einstellt, ist für das Kommende bestens gewappnet.

Interview mit Trendforscher Mathias Hass über das Reisen der Zukunft und den ICE 4

Herr Haas, überraschende Dinge passieren aktuell. In Schweden kann man sich Fahrkartenchips in die Hand implantieren lassen. Gibt es aus Ihrer Sicht noch mehr Anzeichen für zukünftige Reise-Standards, die wir uns heute kaum vorstellen können?

Tatsächlich machen immer mehr Menschen „Upgrades“. Warum auch nicht: technisch ist dies möglich. So sind wir die letzte Generation, die sich „nur“ Tattoos stechen lässt. Und ja, in Stockholm gibt es schon so manche Cyborgs, also Träger von Chip-Implantaten.

Heute unterstützt uns das Smartphone nahe am Körper, morgen funkt der Chip eben aus dem Körper. Davon abgesehen wird der Koffer smart. Derartige Funktionen werden sehr schnell zum Status-Symbol. Bald weiß also der Reisende, dass sich sein Gepäck „bewegt“, obwohl er oder sie vielleicht gerade entspannt im Speisewagen sitzt.

autonomer DB Shuttle auf dem Euref Campus in Berlin

Werden uns 2030 noch echte Taxifahrer zum Bahnhof fahren? Autonomes Fahren ist ja die nächste große Veränderung in der Mobilität. Was ist Ihr Tipp für die „Schiene“: Kommt der Hyperloop oder ein neuer Hochgeschwindigkeitszug im traditionellen Stil?

Nun, das selbstfahrende Auto kommt – aber es kommt stufenweise über mehrere Jahrzehnte. Durch den Einsatz von wirkungsvolleren Technologien können mehr Autos, Züge und Flugzeuge betrieben werden. Beispielsweise fahren sie dichter. Doch schlussendlich sind moderne Gesellschaften auch mobile Gesellschaften. Wir reisen alle immer mehr und damit wächst der Wunsch nach Geschwindigkeit.

Mit dem ICE 4 haben wir ja schon heute ein Verkehrsmittel, das sich an unseren wachsenden Reisebedürfnissen orientiert. Der Hyperloop kommt genauso, wie die Neuauflage der Concorde. Menschen werden schon in drei bis fünf Jahren in dreieinhalb Stunden von Europa nach New York fliegen.

Lesen Sie auch

2030 ist die Generation Z erwachsen. Wird sich ihr Anspruch an die Gestaltung der Freizeit und Komfort im Vergleich zu heute wesentlich geändert haben?

Diese Altersgruppe hat eine völlig andere Normalität: Ich. Jetzt. Überall. Die Damen und Herren von morgen werden genauso Aufmerksamkeit lieben wie die Generation davor, doch jeder junge Mensch weiß ganz genau: Für ein normales Leben gibt es keine Likes.

Also muss das extrem seltene Hobby her. Ich meine, wir sind früher auch zum Frühstück nach Paris gefahren, warum soll das 2030 anders sein? Paris ist nur zu naheliegend, damit der “Social Media-Post“ durch die Decke geht. Jetzt kommt dazu, dass die Generation Z durchaus Budget hat. Und wer reist nicht gerne bequem? Am liebsten bei 250km/h.

Was könnten 2030 typische Hobbys sein? Welcher heutige Lifestyle wird sich am ehesten weiterentwickeln?

Wie die Hobbys in 13 Jahren genau aussehen, ist kaum seriös vorhersehbar. Jedoch ist glasklar, dass es extreme Nischen geben wird und Menschen das „Durchschnittshobby“ auf Teufel komm raus vermeiden werden. Wer als Freizeitbeschäftigung blaue, nur blaue, Schmetterlinge beobachtet, der findet dieselben „Freaks“ irgendwo auf diesem Planeten.

Irgendwo gibt es auch dafür einen Blog und ein Forum zum Austausch. Wir alle kennen zunehmend nur noch Menschen, die uns sehr ähnlich sind. Blaue Schmetterlinge eben.

Der Vormarsch der Künstlichen Intelligenz und des Internet of Things ist Realität. Sind apokalyptische Schreckensvisionen gerechtfertigt, wo sind sie völlig überflüssig?

Gesunder Menschenverstand hilft auch bei diesen Megatrends. Egal wie sexy oder wie beängstigend eine neue Entwicklung sein mag: Es kommt immer darauf an, was man daraus macht. Wir müssen uns mit diesen Themen beschäftigen, sie testen, ausprobieren. Nur so werden Ängste abgebaut und eigene Erfahrungen gemacht. Es ist grob fahrlässig, Themen wie die Künstliche Intelligenz nicht mitzugestalten. Die Welt bewegt sich weiter. Sicher, reine Bedenkenträger brauchen wir, aber bitte nicht 82 Millionen davon.

Werden wir 2030 noch googlen? Wird öffentliches WLAN in Deutschland überall sicher und verfügbar sein?

Leistungsstarker Internetempfang ist für viele heute schon ein Grundrecht, zu Recht! Also ja, wir werden auch 2030 noch suchen – vermutlich mehr denn je – und wir werden dies mit unserer Stimme und zunehmend auch mit Gesten machen.

Algorithmen und automatisierte Kommunikation bedienen zunehmend unseren Wunsch nach Einfachheit. Wir alle lieben es bequem, und Informationen kommen immer häufiger aufbereitet zu uns, statt wir zu ihnen.

Über Mathias Haas

Trendbeobachter Matthias Haas zum Reisen der ZukunftMit seinem Team beschreibt Trendbeobachter Mathias Haas das „Hier und Jetzt“, denn die Zukunft ist heute schon sichtbar. So reist der Trendexperte zu Paradebeispielen und deren Machern. Er testet selbst und nimmt sich Zeit – zum Denken.

Er ist kein Berater, sondern bietet Megatrend-Updates und hilft bei der Entwicklung eigener Antworten. Der internationale Schwabe hat über hundert Markteinführungen mitgestaltet und ist seit einem Jahrzehnt am „Zukunftsmarkt“. Mehr auf trendbeobachter.de.

 

Weitere Beiträge zur Zukunft des Zugverkehrs