Bewerten Sie Ihre Reise direkt im DB Navigator

Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Fahrt? – Wir wollen es wissen.

Das neue Menü im Bordbistro gefällt Ihnen besonders gut oder die Fahrkartenkontrolle verläuft, dank des Handy-Tickets, schnell und unkompliziert? Vielleicht läuft aber auch alles schief, sodass Sie mit viel Verspätung am Ziel ankommen. Egal ob positive oder negative Reiseerlebnisse mit der Bahn, erzählen Sie uns davon!

Zusätzlich zu den bereits vorhandenen Feedback-Angeboten, beispielsweise den QR-Code im Zug, steht Handy-Ticket-Nutzern ab sofort auch eine neue Feedback-Funktion im DB Navigator zur Verfügung – während und nach der Fahrt.

Wo finde ich die neue Feedback-Funktion?

Sie haben zwei Möglichkeiten im DB Navigator Ihr Feedback zur Reise zu hinterlassen. Während der Fahrt können Sie dafür einfach über den Menüpunkt „Meine Tickets“ in den Bereich „Reiseplan“ gehen. Dort wählen Sie über den grauen Multifunktionsbutton den Punkt „Feedback zur Reise“ aus. Nach Ihrer Reise erscheint im Bereich „Reiseplan“ ein roter Button mit der Aufschrift „Feedback zur Reise“ anstelle “Zu Meine Reise hinzufügen“. Einfach darauf klicken und Sie werden zur Feedback-Eingabe weitergeleitet.
Sie können Ihre Reise mit Schulnoten von 1-6 bewerten. Über die zwei zusätzlichen Freitextfelder „Was hat Ihnen gefallen“ bzw. „Was hat Ihnen nicht gefallen“ haben Sie außerdem die Möglichkeit, uns Beeinträchtigungen zu melden sowie weitere Verbesserungsvorschläge, Lob und Kritik mitzuteilen.

Die Reise einfach über den DB Navigator bewerten. Zur Funktion gelangen Sie über den Multifunktionsbutton rechtes unten.

Im Reiseplan gelangen Sie über den Multifunktionsbutton unten rechts zur Feedback-Funktion.


Am Ende der Fahrt kann die Fahrt auch über den roten Button unten bewertet werden.

Nach der Reise können Sie Ihre Bewertung auch über den roten Button abgeben.

Welche Voraussetzungen benötige ich?

Die Funktion „Feedback zur Reise“ steht allen Nutzern eines Handy-Tickets kostenlos zur Verfügung. Seit Ende Oktober 2017 steht die Funktion sowohl Android als auch IOS-Nutzern zur Verfügung.

Was passiert mit meiner Bewertung?

Die Feedback-Funktion ist eine Ergänzung zu den QR-Codes, die in den Zügen angebracht sind. Die eingehenden Bewertungen werden durch ein Hintergrundsystem ausgewertet.
Das Bewertungssystem soll dazu beitragen Beeinträchtigungen während der Reise, beispielsweise defektes WLAN, Türen oder Toiletten, zeitnah beheben zu können.
Sie möchten uns Ihre Meinung zur Reise mitteilen? Probieren Sie die Feedback-Funktion bei Ihrer nächsten Reise doch gleich mal aus.

Alle Aktualisierungen und neue Funktionen im DB Navigator finden Sie in unserer Übersicht.

[Inhaltliche Aktualisierung am 24.10.2017: Mit dem Neuen Update steht die Funktion auch IOS-Nutzern zur Verfügung.]

Mobilität erleben: Von leuchtendem Beton bis zu Augmented Reality

Wir stellen Ihnen die Highlights vom Bahn-Event „Mobilität erleben“ vor.

Zum dritten Mal nacheinander veranstaltete die Deutsche Bahn in diesem Monat das Event „Mobilität erleben“. Dabei konnten einige Kunden und Verbände zahlreiche neue Produkte, Features und Updates kennenlernen und testen. Auch wir waren vor Ort und haben alles Spannende für Sie zusammengefasst.

HOLOPLOT – Nie mehr nur Bahnhof verstehen

Lautsprecher Holoplot sorgt für punktgenaue Ansagen

An einem großen Bahnhof mit vielen Zügen und Menschen kann es passieren, dass die eine oder andere Ansage nicht richtig verstanden wird. Noch schwieriger wird das, wenn auf zwei nebeneinanderliegenden Bahnsteigen verschiedene Ansagen abgespielt werden. Eine Zusammenarbeit mit dem Startup HOLOPLOT soll das Problem beheben.

HOLOPLOT hat ein innovatives Audiosystem entwickelt. Dieses ermöglicht punktgenaue Ansagen und verhindert das Überlagern der Audiowellen. Das intelligente Audiosystem haben wir in München am Bahnhof bereits getestet. Nun werden die Ergebnisse ausgewertet und eine Langzeitpilotierung geplant.“

S-Bahn München Redesign

Nach dem ICE 3-Redesign steht auch im Regionalverkehr bei der S-Bahn München eine Fahrzeugverbesserung an. Bis ins Jahr 2020 werden 238 S-Bahnen modernisiert. Damit ist dieses Redesign die größte Fahrzeugmodernisierung in der Geschichte der Deutschen Bahn. Die entscheidenden Verbesserungen betreffen das Innere der Züge . Es wird mehr Platz für Fahrgäste geben. Pro Wageneinheit erhöht sich die Kapazität von 544 auf 612 Steh- und Sitzplätze.

Des Weiteren gibt es neue, größere Infomonitore, die nicht nur Aktuelles aus München, sondern auch mehr Informationen zur Fahrt anzeigen. Die Ein- sowie Ausstiegsbereiche wurden optimiert, sodass Sie den Zug einfacher und schneller betreten bzw. verlassen können. Die Sitze und Haltestangen werden dem Redesign angepasst und bieten noch mehr Sicherheit während der Reise.

SIUT – Innovative Fahrgastlenkung durch Lichtfaserbeton

Leuchtende Bahnsteigkante vom Startup SIUT

Wenn Innovation auf Altbewährtes trifft, dann sprechen wir auch von leuchtendem Beton. Dahinter steckt das Startup SUIT. Durch Lichtfaserboden erleuchtet der Beton und kann dadurch bestimmte Signale zur Fahrgastlenkung anzeigen. Beispielsweise zeigen grüne Pfeile den Weg zur besten Einstiegsstelle.

Rote Kreuze wiederum signalisieren Ihnen, dass an dieser Stelle der Zug schon sehr ausgelastet ist. Dieses neue Produkt soll noch im November in Stuttgart-Bad Cannstatt getestet werden.

Augmented Reality im Kleinkindbereich

Augmented Reality ist aktuell ein riesiger Trend. Auch im Kinderbereich soll die Technologie, die virtuelle Welten mit der Realität verknüpft, eingesetzt werden. Ab 2018 verwandelt sich der Tisch im Kleinkindabteil des ICE durch die App „Der kleine ICE“ (Apple iOS | Google Android) in eine virtuelle Spielewelt.

Außerdem können Kinder oder natürlich auch Eltern mit dieser App die gesamte Palette an Piktogrammen im Zug entdecken und auf deren Erklärung zurückgreifen.

Interaktive Bahnhofskarten

Welche Geschäfte am Bahnhof haben bis 20 Uhr geöffnet? Gibt es einen Frisör im Bahnhof? Mit den digitalen und interaktiven Bahnhofskarten bekommen Sie Antworten auf diese Fragen. Die Bahnhofskarten geben einen Überblick über die Geschäfte an vielen Bahnhöfen und deren Öffnungszeiten. Vereinzelt ist auch eine Indoor-Navigation verfügbar.

Digitale Vitrinen

Viele von Ihnen werden die Vitrinen an den Bahnsteigen mit Abfahrts-, Ankunfts- und Wagenreihungsplan kennen. Bei der digitalen Variante ist alles auf einem großen Monitor mit Touch-Display zu finden. Informationen zum Bahnhof und den Sehenswürdigkeiten in der Stadt sind ebenfalls abrufbar.

Diese digitalen Vitrinen sind bereits an den Bahnhöfen in Augsburg, Münster und Wolfsburg verbaut. Weitere Bahnhöfe sollen folgen.

Komfort Check-in

Mit dem Komfort Check-in reisen Sie ohne Fahrkartenkontrolle. Wo Sie das Feature im DB Navigator bereits testen können und was genau dahintersteckt, erfahren Sie in unserem Beitrag.

VDE 8 – neue Schnellfahrstrecke

Von München nach Berlin in weniger als vier Stunden. Doppelt so schnell von München nach Erfurt. Das sind nur zwei Vorteile der neuen Schnellfahrstrecke. Das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8 wird im Dezember abgeschlossen und ermöglicht deutlich schnellere Fahrzeiten im Fernverkehr. Ein Überblick zu diesem Projekt gibt es in unserem extra Beitrag.

Welche Produkte oder auch Features fanden Sie am Besten? Wir freuen uns auf Ihr Feedback in den Kommentaren.

Die 5 schönsten Schlafwagenhotels in Deutschland

Wir stellen Ihnen die besten Schlafwagenhotels in Deutschland vor.

Ob Baumhaus, Gefängnis oder Heuboden, außergewöhnliche Hotels sind im Trend. Kein Wunder also, dass immer häufiger auch ausrangierte Bahnwaggons ein zweites Leben als Übernachtungsort führen. Inzwischen gibt es hierzulande vielerorts Schlafwagenhotels, die nicht nur für Bahnnostalgiker ein echtes Highlight sind. Von Luxus-Suite bis Hostel ist alles dabei. Wir haben für Sie die fünf schönsten Schlafwagenhotels in Deutschland aufgestöbert.

Schlafwagenhotel Bahnhof Rehagen (Brandenburg) – übernachten im Transsib-Waggon

Eine unvergessliche Nacht erleben Eisenbahnromantiker im Schlafwagenhotel Bahnhof Rehagen. Hier tauchen Sie ein in eine Zeit, in der die Reise im Nachtzug noch den Reichen und Mächtigen vorbehalten war: Zwei der insgesamt drei Waggons wurden einst für die Transsibirische Eisenbahn gefertigt und versprühen mit edler Holztäfelung und vielen originalen Elementen noch heute einen Hauch von Luxus.

Ein Erlebnis ist auch die Übernachtung in dem von Eisenbahn-Fans liebevoll „Donnerbüchse“ genannten Schlafwaggon der Deutschen Reichsbahn. Verrichtete der Koloss aus Stahl in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts seine Dienste unter ohrenbetäubendem Lärm, so ist er heute ein wahrer Ort der Stille.

Das im Herzen Brandenburgs, etwa 35 Kilometer südlich von Berlin gelegene Schlafwagenhotel Bahnhof Rehagen eignet sich übrigens nicht nur als außergewöhnliche Urlaubsunterkunft für Familien, Paare, Alleinreisende und Freunde, sondern dank Salonwaggon auch als Tagungsort oder Event Location für Geburtstags- oder Hochzeitsfeiern.

Adresse:
Bahnhof Rehagen
Am Bahnhof Rehagen 1a
15838 Rehagen / Am Mellensee
> Zum Schlafwagenhotel Rehagen

Alter Bahnhof Gemünden (Hessen) – der perfekte Zwischenstopp auf Ihrer Wanderung

Ein echter Geheimtipp für Bahnromantiker ist das Schlafwagenhotel des denkmalgeschützten „Alten Bahnhofs“ im hessischen Gemünden. In dem 30 Kilometer nordöstlich von Marburg gelegenen Ort übernachten Sie schon ab zwölf Euro pro Person in einem liebevoll restaurierten, holzvertäfelten Mitropa-Schlafwagen – wahlweise im 2-Bett-, 3-Bett- oder ganz alleine im Schaffnerabteil. Besonders beliebt ist das Schlafwagenhotel Gemünden übrigens bei Wanderern, die die malerischen Landstriche des Hessischen Berglandes entlang der Wohra durchqueren. Ob zu Fuß, Pferd oder Rad, das Schlafwagenhotel Gemünden bietet mit einer Pferdekoppel, Offenstall, Radschuppen und Gepäcktransfer alles, was die Wanderreise annehmlich macht. Der einzige Wermutstropfen: Die Übernachtung im Schlafwagen ist nur von Ende März bis Oktober möglich.

Adresse:
Alter Bahnhof Gemünden
Bahnhofstraße 1
35285 Gemünden (Wohra)
> Zum alten Bahnhof Gemünden

Schlafwagenhotel Amorbach (Bayern) – authentisch und nostalgisch

Wenn Sie Modernes mit Historischem verbinden möchten, dann sind Sie im Schlafwagenhotel Amorbach im unterfränkischen Landkreis Miltenberg genau richtig. Das Hotel besteht aus einem modernen und originalgetreu eingerichteten Schlafwagen, wie er so auch heute noch in europäischen Nachtzügen zu finden ist.

Luxuriöser geht es im Salon- bzw. Speisewagen zu – hier kommt ein Rheingold-Waggon zum Einsatz, der von 1957 bis 1987 als Trans Europ Express quer durch Europa tingelte. Für Tagungen und Konferenzen hat das Schlafwagenhotel Amorbach außerdem einen Salonwagen zu bieten. Für das leibliche Wohl sorgt das Restaurant und Café „Gleis 1“ im alten Bahnhofsgebäude. Hier finden Eisenbahnfans auch ein ganz besonderes Highlight: Im zweiten Stock präsentiert ein Eisenbahnmuseum auf 120 Quadratmetern Raritäten und Alltagsgegenstände aus vielen Jahrzehnten Eisenbahngeschichte.

Wem bei so viel Bahnliebe der Sinn nach etwas Abwechslung steht, der findet in dem liebenswerten Barockstädtchen Amorbach genug Inspiration, etwa bei einem Ausflug in den malerischen Odenwald.

Adresse:
Gleis 1 Amorbach – Erlebnisbahnhof
Hotel Am Bahnhof 1
63916 Amorbach
> Zum Schlafwagenhotel Amorbach

Erlebnisbahnhof Schmilau (Schleswig-Holstein) – ein unvergesslicher Bahnurlaub für die ganze Familie

Sie wollen Ihren Urlaub in vollen Zügen genießen? Dann kommen Sie mit der südlich von Lübeck gelegenen Erlebnisbahn Ratzeburg garantiert auf Ihre Kosten. An drei Standorten ist hier der Name Programm: So kommen Groß wie Klein bei einer Schienentour mit der Handhebeldraisine Zug um Zug zum Ziel.

Wer lieber in die Pedale tritt, der genießt während der Fahrt mit dem Schienenrad die wunderschöne Landschaft des Naturparks Lauenburgische Seen. Zur Abkühlung geht es danach ins Strandbad. Die Nacht verbringen Sie im Schlafwagenhotel Erlebnisbahnhof Schmilau – entweder in umgebauten Bahnwaggons oder ganz klassisch in einem aufwendig restaurierten Mitropa-Schlafwagen.

Einst standen die Wagen der 1916 gegründeten Mitteleuropäischen Schlaf- und Speisewagen Aktiengesellschaft zwar für Luxus pur, Sie sollten aber nicht zu viel erwarten und je nach Witterung besser warme Socken einpacken: Die Waggons sind nämlich nicht mit einer Heizung ausgestattet.

Adresse:
Erlebnisbahnhof Schmilau
Am Bahnhof im Zug
23911 Schmilau
> Zum Erlebnisbahnhof Schmilau

Schlafwagenhotel Gadebusch (Mecklenburg-Vorpommern) – Schlafen wie ein Präsident

Einem findigen Restaurantbetreiber ist es zu verdanken, dass Sie sich in Gadebusch einmal ganz staatsmännisch geben können. Weil immer mehr Gäste auch nach einer Unterkunft verlangten, entschloss sich der Gastronom kurzerhand, den Salonschlafwagen des ehemaligen DDR-Regierungszugs in den kleinen Ort in Mecklenburg-Vorpommern zu holen.

In den sechs Doppelkabinen des 25 Meter langen Waggons atmen Sie einen Hauch von Weltgeschichte ein. Hier saßen schon Walter Ulbricht und Erich Honecker auf ihren Reisen zu Konferenzen. Geschlafen wird vergleichsweise unprätentiös in Klappbetten – WC und Dusche befinden sich auf dem Gang und TV oder Internet gibt es auch nicht.

Adresse:
Station Burgsee
Bahnhof 1
19205 Gadebusch
> Zum Schlafwagenhotel Gadebusch

Abteil im Schlafwagenhotel Gadebusch

Sie wollen auf den Zug aufspringen oder haben bereits selbst einmal eine Nacht in einem Schlafwagenhotel verbracht? Dann schreiben Sie uns einen Kommentar mit Ihren Fragen, Anregungen und Gedanken!

Rheintalbahn: Sperrung aufgehoben – Verkehr rollt wieder

Erfahren Sie, was im Tunnel passiert ist.

Die Rheintalbahn ist eine der meist befahrenen Verbindungen und eine der wichtigsten Gütertrassen in Deutschland. Sie besteht seit 150 Jahren. Die 182 Kilometer lange Strecke Karlsruhe–Basel wird derzeit umfassend ausgebaut. Im Zuge dieses Neu- und Ausbauprojekts soll ein Teil der Strecke durch einen Tunnel verlaufen, um die Stadt Rastatt vom Lärm zu befreien.

Am 12. August sind bei den Bauarbeiten Wasser- und Erdreich in den Tunnel eingedrungen, die darüber verlaufenden Gleise mussten daher umgehend gesperrt werden. Seit 2. Oktober – rund sieben Wochen nach Beginn der Sperrung – ist die Strecke wieder befahrbar.

Tunnel stabilisiert – Verkehr wieder aufgenommen

Seit dem 2. Oktober 2017 rollen die Züge wieder auf der wichtigen Strecke zwischen Karlsruhe und Basel. Sowohl der Güterverkehr, als auch der Personenverkehr sind erfolgreich wieder angelaufen.

„Unseren Kunden möchten wir ausdrücklich für ihr Verständnis und ihre Geduld danken”, betonte Sven Hantel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Baden-Württemberg.

Sperrung Rheintalbahn: Fakten zur Inbetriebnahme

Das wurde in sieben Wochen bewegt:

  • 30.000 Reisende täglich
  • 450 Busfahrten am Tag
  • 60 Helfer vor Ort
  • 3.000 Tonnen Beton verbaut
  • 540 Tonnen Stahl

Wie wird der Tunnel gebaut?

Aufgrund der Gesteins- und Wassergegebenheiten vor Ort wird der Tunnel überwiegend in geschlossener Bauweise – also unterirdisch – mit einer Tunnelvortriebsmaschine gebaut. Der Tunnel hat einen runden Querschnitt und besteht aus sogenannten Tübbingringen. Das sind 50 Zentimeter dicke Stahlbetonsegmente. Die Tübbingringe baut die Vortriebsmaschine direkt im Tunnel ein.

Was passierte am 12. August auf der Strecke?

Was passierte am 12. August auf der Strecke? Die Vortriebsmaschine war gerade dabei, die Strecke zu unterqueren, als am Sonnabend, den 12. August, Wasser und Erdmaterial in den Tunnel ein drangen. Infolgedessen  senkte sich  oberirdisch der Boden ab und die Gleise der Rheintalbahn verschoben sich.

Die Strecke wurde umgehend gesperrt. Die Sicherheit zu jeder Zeit gegeben, denn:  Während der Baumaßnahmen werden die Gleise ständig überwacht. Zudem gab es eine ständige Verbindung zwischen der Vortriebsmannschaft und dem Fahrdienstleiter Das bewährte Sicherheitskonzept hat gegriffen. Der Zugverkehr wurde sofort und noch vor Eintritt des oberirdischen Schadens gestoppt.

Absenkung des Gleisbereichs auf der Rheintalbahn bei Rastatt

Wie wurde die Rheintalbahn stabilisiert?

Wenige Tage, nachdem sich der Schaden ereignet hatte, wurde zunächst der Tunnel gesichert und anschließend die Reparaturmaßnahmen aufgenommen. Vorab hatte die DB alle möglichen Bauverfahren ausführlich geprüft. Da der Tunnel aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden durfte, mussten alle Maßnahmen zur Stabilisierung des Tunnels von „außen“ vorgenommen werden.

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Im ersten Schritt hatten die Bauarbeiter einen kegelförmigen Pfropfen bestehend aus 2.000 Kubikmeter Beton in den Tunnel gegossen. Dadurch wurde der geschädigte Teil vom restlichen Tunnel getrennt und stabilisiert. Zum Vergleich: Die Menge des Betons entspricht in etwa dem Volumen eines Sportschwimmbeckens.

Um die Stabilität wiederherzustellen, wurde anschließend der geschädigte Teil des Tunnels vollständig mit Beton ausgefüllt. Nun konnte die Reparatur der Rheintalbahn beginnen.

Infografik: Stabilisierung der Rheintalbahn in Rastatt/Niederbühl - Verfüllen der Tunnelröhre

Stabilisierung der Rheintalbahn – Verfüllen der Tunnelröhre

Zunächst wurden die Oberleitungen sowie Gleise, Schwellen und Schotter ausgebaut. Um die Gleise der Rheintalbahn dauerhaft zu sichern, entstand oberhalb des Tunnels in zwei Teilen eine über 200 Meter lange Betonplatte, elf Meter breit und einen Meter dick.

Auf dieser Betonplatte wurden die Gleise erneut aufgebaut. Ursprünglich war zwischen der DB und der Arbeitsgemeinschaft Tunnel Rastatt der 7. Oktober als Termin für das Ende der Baumaßnahmen vereinbart.

Infografik: Stabilisierung der Rheintalbahn in Rastatt/Niederbühl - Verfüllen der Tunnelröhre - Endzustand

Endzustand der Rheintalbahn nach Abschluss der Bauarbeiten am 02. Oktober

Aufgrund von hohem Personal- und Materialeinsatz und einer Parallelisierung der Arbeiten wurden die Arbeiten fünf Tage schneller abgeschlossen. Für die Fahrgäste des Regional- und Fernverkehrs waren für die Dauer der Sperrung Busse zwischen Rastatt und Baden-Baden im Einsatz.