Sicherheit und Sauberkeit am Bahnhof

Wir stellen Ihnen die Arbeit der 3-S-Zentralen vor.

Wenn Sie häufiger mit der Bahn fahren, sind Ihnen am Bahnhof vielleicht schon einmal Schilder mit dem Aufdruck „3-S-Zentrale“ aufgefallen. Doch was verbirgt sich eigentlich dahinter? Wir haben die Antwort.

Die sogenannten 3-S-Zentralen sind die regionalen Leitstellen der DB Station&Service AG, die sich um den Betrieb der Bahnhöfe kümmern. Die drei „S“ im Namen stehen für Sicherheit, Service und Sauberkeit und beschreiben damit das Hauptaugenmerk der 3-S-Zentralen, den sicheren und kundenorientierten Betrieb der Bahnhöfe. Sie überwachen rund um die Uhr die Betriebslage, nehmen Informationen zu den verschiedensten Ereignissen auf, bewerten sie, leiten entsprechende Maßnahmen ein und informieren alle notwendigen Personen und Abteilungen.

Unter anderem gehört daher Folgendes zu ihren Aufgaben:

  • Gewährleistung von Sicherheit und Sauberkeit am Bahnhof
  • Information der Reisenden
  • Mobilitätsservice (Hilfe beim Ein-, Um- und Aussteigen)
  • Instandhaltung der Infrastruktur am Bahnhof (z.B. Beleuchtung, Fahrstühle und Brandschutzanlagen)
  • Notfall- und Krisenmanagement

Ist beispielsweise an einem Bahnhof die Beleuchtung defekt, meldet das entsprechende System einen Ausfall. Die Mitarbeiter in der 3-S-Zentrale überprüfen das und kümmern sich um die Reparatur. Im Falle eines Komplettausfalls leiten sie entsprechende Sicherungsmaßnahmen ein oder informieren den Notfallmanager, dass der Bahnhof gesperrt werden muss.

In Deutschland gibt es insgesamt 26 3-S-Zentralen. Diese befinden sich zumeist in größeren Bahnhöfen wie München, Frankfurt, Hannover oder Hamburg. Erreichen können Sie sie entweder telefonisch über die am Bahnhof ausgehängten Nummern oder über die Notruf- und Informationssäulen am Bahnhof und das rund um die Uhr.

Whatsapp Service 3-S-Zentrale

Der Whatsapp-Service der 3-S-Zentralen

Seit Februar 2017 haben Sie außerdem die Möglichkeit sich bei Verschmutzungen oder Störungen am Bahnhof per Whatsapp an die 3-S-Zentralen zu wenden. Nehmen Sie einen Missstand wahr, können Sie das Team mit einer kurzen Textnachricht darauf aufmerksam machen. Die jeweiligen Nummern sind an den Bahnhöfen ausgehängt und beispielsweise auf Aufklebern an Mülleimern zu finden. Fehlen zur Beseitigung noch notwendige Informationen, werden Sie ebenfalls per Nachricht darum gebeten, weitere Angaben zu machen. Die Meldung wird dann an die jeweils zuständige Stelle weitergeleitet. Ist der Defekt behoben oder die Verschmutzung beseitigt, werden Sie darüber informiert.

Unsere digitalen Services und die Bordgastronomie im Wandel

Das sind die Highlights unserer Produktkonferenz "Mobilität erleben 2018".

Am Donnerstag, den 25.10.2018, fand in Berlin zum vierten Mal unsere Produktkonferenz “Mobilität erleben” statt. Dort werden zahlreiche Neuerungen und Verbesserungen rund um den Personenverkehr Kunden und Pressevertretern vorgestellt. Auch wir waren vor Ort und haben für Sie das wichtigste mitgenommen und zusammengefasst.

Unsere Highlights von Mobilität erleben 2018

Neues Gastronomie-Konzept 

Moderneres Geschirr, eine neue Speisekarte und mehr To-Go Gerichte, die Sie bequem am Platz essen können, erwarten Sie ab Dezember in unserer Bordgastronomie. Die Speisekarte enthält etwas weniger Gerichte, dafür sind Klassiker wie Chili con Carne oder Currywurst häufiger zu finden – dann mit einem verfeinerten Rezept, z.B. die Currywurst mit Tortilla-Crunch. Neu dabei ist der Tartelette-Brownie mit Haselnüssen, definitiv jetzt schon unser Favorit.

Unsere neue Unternehmensbekleidung

Neue Schnitte, neue Farben, neue Kleidungsstücke: Seit Mitte des Jahres testen 250 Mitarbeiter unsere neue Unternehmensbekleidung. Wir konnten bereits einen Blick auf die neuen Outfits werfen und mit Mitarbeitern, die beim Test dabei sind, sprechen. Was wir da erfahren haben und ab wann es die neue Unternehmensbekleidung gibt, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Neues BahnCard Design

Die BahnCard bekommt 2019 ein neues Design. Die BahnCard 25, 50 und 100 sind künftig einfarbig. Die Farben: Rot, Schwarz, Grau und Weiß. Die My BahnCard erhält ein Städtemotiv

Digitale Services

Einfach reisen für alle: DB Barrierefrei

Die App DB Barrierefrei orientiert sich an den Bedürfnissen von Reisenden mit Behinderung. Alle Anzeigen und Durchsagen zur Reise können sowohl aktustisch als auch visuell abgerufen werden. Die App informiert Sie, welche Aufzüge funktioieren und zeigt Ihnen den Fahrtverlauf in Echtzeit an. Push-Nachrichten informieren über wichtige Änderungen. Weitere Infos finden Sie hier.

Kleine Stellschrauben im DB Navigator

Neben Tickets für den Fernverkehr können seit kurzem auch Verbundtickets mittels der Schnellbuchung gekauft werden. Vor kurzem haben wir außerdem die Siri-Shortcuts eingeführt. Über Sprachbefehle können Sie z.B. Verbindungen abrufen ohne die App zu öffnen. Siri sucht sie für Sie heraus. Auch das Verbundangebot wird weiterentwickelt: Aktuell können Sie Tickets für 27 Verbünde über den DB Navigator kaufen. Weitere neue Funktionen rund um den DB Navigator finden Sie hier.

Weiterentwicklung unseres Agenten

Auch die App DB Streckenagent hält ein paar Neurungen bereit: Ab Dezember können Sie einen persönlichen Login anlegen und anschließend weitere Funktionen nutzen. Z.B. die Echtzeit-Reisebegleitung mittels GPS-Tracking, das persönliche Fahrtenbuch und die Nutzung des digitalen Abos.

Ihre Punkte immer im Blick

Mit der neuen App haben Sie Ihre BahnBonus Punkte immer im Blick und können Sie einfach und schnell einlösen. Alle Partner und deren Angebote sind in der App hinterlegt. Ab Januar 2019 können Sie die App herunterladen.

Erweiterte Online-Buchungsmöglichkeiten von ausländischen Verbindungen

Seit September können Sie Angebote der französischen Staatsbahn SNCF sowie Thalys und Eurostar über bahn.de oder den DB Navigator buchen. Auch Strecken innerhalb Frankreichs können Sie jetzt digital buchen. Dabei können Sie auch von aktuellen Sparpreisen der Auslandsbahnen profitieren. In einem schritt können Sie Tickets von mehreren europäischen Bahnen in einem Schritt kaufen.

Das Regio WLAN-Portal

DB Regio hat speziell für seine Zielgruppe „Pendler“ ein WLAN-Portal entwickelt. Die Kernelemente dieses Angebots sind vor allem auf kurze Reisezeiten angepasste Inhalte mit regionalem Bezug. Außerdem erhalten Sie fahrtbezogene Informationen im Regelbetrieb und Störungsfall. Der Prototyp für das neue WLAN-Portal wurde im Juni 2018 fertig gestellt und wird seitdem intensiv getestet. Anfang 2019 wird das WLAN-Portal in den Zügen der DB auf Pilotstrecken erlebbar sein.

“Alexa, buch’ mir ein Ticket!”

Unser DB-Skill für Amazon Alexa wird so langsam richtig erwachsen. Im kommenden Jahr wird es möglich sein, eine Fahrkarte über den Sprachassistent zu buchen. Ebenfalls enthalten in diesem Update ist die Preisauskunft. Eine stetige Weiterentwicklung der Reiseauskunft ist auch eines der elementaren Bausteine für unseren Skill. Was unser DB-Skill aktuell schon kann, können Sie hier nachlesen.

Bahnbetrieb und Technik

Angepasste Bahnsteiganzeiger

Am Bahnhof Dresden Neustadt haben wir in den vergangenen Monaten neue Bahnsteiganzeiger getestet. Diese sollen in den kommenden Jahren an weiteren Bahnhöfen verbaut werden. Die Merkmale sind vielversprechend. Bessere Lesbarkeit, vergrößerte Darstellung der Wagenreihung und Zuginformationen sowie eine angepasste Darstellung der Folgezüge bzw. Gleiswechsel.

Neue Monitore in München und Berlin

Neue Monitore für mehr Informationen in Echtzeit zum Fahrtverlauf bei der S-Bahn München und S-Bahn Berlin. Bei der S-Bahn München werden bis Ende 2020 1.904 neue Monitore und bei der S-Bahn Berlin bis 2021 764 neue Monitore verbaut. Das DB-eigene Fahrgastinformationssystem, welches bereits im modernisierten ICE 3 im Einsatz ist, liefert künftig auch in den S-Bahn-Fahrzeugen Echtzeitinformationen zu Anschlusszügen, Zugteilungen und Störungen.

Digitale Streckennetzpläne

Wir digitalisieren die Streckennetzpläne der fünf großen S-Bahnsysteme Deutschlands. Dazu gehören die S-Bahnen Rhein-Main (RMV), München (MVV), Stuttgart (VVS), Hamburg (HVV) und Berlin (VBB). Die digitalisierten Streckennetzpläne können z.B. auf Monitoren im Bahnhof, auf Webseiten oder in Apps verwendet werden.

Anzeige für freie Sitzplätze im ICE 3.

Anzeige für freie Sitzplätze im ICE 3.

Den freien Sitzplatz schon vorher sehen

Freie Sitzplätze bereits beim Einstieg sehen? Unser digitaler Service „Anzeige freier Sitzplätze“ soll das künftig möglich machen. In Echtzeit können Sie so freie Sitzplätz über die Bildschirme im Eingangsbereich und den Abteilen sehen. Nach erfolgreicher Verprobung können Sie den Service voraussichtlich ab dem nächsten Jahr im ICE 3 mit Redesign erleben.

Die Zugabfertigung wird digital

Vor kurzem haben wir Ihnen hier auf inside.bahn.de den Prozess der Zugabfertigung gezeigt. In Zukunft soll dieser Prozess digital werden. Der Zugführer kann dann mit dem Smartphone den gesamten Ablauf durchführen. Dabei kann er sich sich räumlich unabhängiger positionieren, unnötige Wege werden vermieden unddie Abstimmung zwischen Zugführer und Lokführer wird vereinfacht. Außerdem können wir so auch die Pünktlichkeit positiv beeinflussen.

Scheiben werden zu Displays

Bei der S-Bahn Stuttgart testen wir den Einsatz von Scheibendisplays. Diese sollen über Baustellen und die betriebliche Lage informieren. Im Rahmen des Tests wurden zwei Züge mit den Displays ausgestattet und fahren auf den S-Bahn Linien S4, S5, S6/60 im nördlichen Netz von Stuttgart. Zu finden sind die Scheibendisplays während des Tests in den Scheiben zwischen der 1. und 2. Klasse.

Pilotprojekt: Digitale Vitrine 

Plakate waren gestern – 2019 testet die S-Bahn Stuttgart digitale Vitrinen für die Anzeige von Baustelleninformationen. An ausgewählten Bahnhöfen informieren Sie die neuen Vitrinen über Fahplanabweichungen und Schienenersatzverkehre. Das alles geschieht tagesaktuell.

Unsere Züge

Die Intercity 1 Frischekur

Unsere ältesten Wagen bekommen ein „Update“. Die Intercity 1 Wagen bekommen neue Sitzpolster, Stoffe, WCs und Kleinkindabteile sowie Familienbereiche. Das verlängert die Lebensdauer dieser Wagen um weitere fünf Jahre.

Die alte Intercity 1 Sitzgarnitur mit pinkfarbenen Muster.Die neue Intercity 1 Sitzgarnitur mit schwarzem Muster.

Die Lichtsteuerung im ICE 4

In jedem ICE 4 gibt es eine tagesabhängige Beleuchtung. Die Beleuchtung passt sich der Tageszeit an und wechselt von gedimmtem Licht am Morgen oder Abend zu hellem Licht am Tag. Durch angepasstes Licht mit unterschiedlichen Farbtönen lässt es sich besser schlafen, arbeiten oder einfach nur entspannen.

Im Bahnhof

Neue DB Lounge in Leipzig und Stuttgart

Leipzig und Stuttgart dürfen sich freuen. Ab nächsten Jahr bekommen beide Städte eine neue DB Lounge. Das Design und die Ausstattung ähnelnd unserer neusten DB Lounge in Nürnberg, welche bereits im Juli 2017 mit dem neuen Design ausgestattet wurde. Ab 2023 sollen alle DB Lounges im neuen Design zur Verfügung stehen. Wie das aussieht können Sie hier sehen.

Die vollständige Reisekette

Ziel ist es, den Lebensalltag von Stadtbewohnern durch intelligente und umweltfreundliche Angebote zu vereinfachen. Unser Programm Smart City DB bietet hier verschiedenste Lösungsansätze mit Services und Angeboten zur intelligenten Vernetzung von Verkehrsinfrastruktur, Mobilität und Logistik aus einer Hand: von der Umsetzung einer Coworking-Fläche im Berliner Hauptbahnhof über ein flächendeckendes Netzwerk intelligenter Schließfächer in Hamburg bis hin zu einem eScooter-Pilotprojekt in Frankfurt/Main.

Call a Bike: Pedelec 2.0

Mit Pedelec 2.0 schafft Call a Bike eine motorisierte Ergänzung zum bisherigen Fahrrad-Angebot. Dadurch können Sie auch lange Strecken einfach bewältigen: Das Pedelec schafft bei einer vollen Akkuladung rund 70 bis 80 Kilometer. Die neuen Fahrräder gibt es seit Oktober 2018 im Raum Stuttgart.

Unsere Tweets mit Bildern vom Event zum Nachlesen

Die inside.bahn.de-Redaktion

Wir, die Redaktion, nehmen Sie hier auf inside.bahn.de und auf den Social Media-Kanälen mit hinter die Kulissen. Wir stellen Ihnen unsere Züge vor, erklären technische Abläufe und geben Ihnen Tipps und Tricks für Ihre Reise. Da wir selbst täglich mit der Bahn unterwegs sind, lassen wir dabei auch unsere eigenen Erfahrungen mit einfließen.

Die Social Media-Redaktion vom Personenverkehr der Deutschen Bahn

Einfach reisen für alle: DB Barrierefrei

Wie die App am Bahnhof und im Zug Ihre Probleme löst.

Stellen Sie sich vor, Sie stehen am Bahnsteig und merken, dass Ihre Mitreisenden plötzlich hektisch herumlaufen. Aber Sie wissen nicht warum. Fällt der Zug aus? Fährt er an einem anderen Gleis ab? Sie werden nervös, denn Sie können die Anzeige nicht lesen.

Barrieren während der Reise abschaffen

Für viele sehbehinderte Reisende wie Anna Courtpozanis eine fast alltägliche Situation. Doch nicht nur sie, auch Menschen mit körperlichen oder Höreinschränkungen, haben auf ihren Reisen mit einer Vielzahl von Hürden zu kämpfen. Die neue App „DB Barrierefrei“ kann helfen!

DB Barrierefrei: Gemeinsam mit Kunden entwickelt

Was die App kann? Vor allem unterwegs ein guter Reisebegleiter sein, der alle relevanten Informationen akustisch und visuell liefert. Seit Herbst 2015 wurde gemeinsam mit Kunden mit körperlichen- oder Sinnesbehinderungen an „DB Barrierefrei“ gearbeitet. Mehr als 1.000 Probanden haben schon einen Prototypen vorab getestet . Auch Anna Courtpozanis war mit dabei, nahm an Workshops teil und diskutierte mit anderen Experten.

Die größte Herausforderung während der Entwicklung: Jeder Reisende hat aufgrund seiner Behinderung verschiedene Bedürfnisse während der Reise, benötigt an unterschiedlichen Stellen Unterstützung. Deshalb wurde sich beim ersten Prototypen auf hilfreiche Anwendungen fokussiert: “Funktionalität der Aufzüge” und „Anzeigen und Durchsagen am Bahnhof und im Zug“.

DB Barrierefrei für iOS und Android

DB Barrierefrei herunterladen und nutzen

Die App “DB Barrierefrei” ist seit Oktober 2018 im Apple App Store und Google Play Store kostenlos erhältlich.

Im Apple App Store herunterladen
Im Google Play Store herunterladen

Die Aufzüge immer im Blick

Für die Aufzüge an unseren Bahnhöfen, von denen man ebenfalls die Funktionalität in der App einsehen kann, haben wir eine Merkliste. Auf dieser Merkliste können Sie Ihre Aufzüge hinterlegen, die sie des öfteren nutzen. Dadurch haben Sie stets im Blick, ob die Aufzüge funktionieren.

Durchsagen und Anzeigen direkt aufs Smartphone

Die Anwendung „Anzeigen und Durchsagen“ hilft nicht nur Menschen mit Hör- oder Sehbehinderung – denn oftmals ist es so laut am Bahnhof, dass man die Ansagen des Personals nicht versteht. Oder man steht zu weit weg von der Anzeigetafel und kann sie nicht mehr lesen. Dank dem Bereich “Suchen” in der App, welcher sich in die Bereiche “im Zug” und “am Bahnhof” aufteilt, werden alle wichtigen Informationen als Text oder Audionachricht direkt auf dem Smartphone abrufbar. Anna Courtpozanis durfte diese Funktion im Dezember 2016 am Frankfurter Hauptbahnhof testen. Ihr Fazit: „Mit der App fühle ich mich selbständiger und kann mich besser auf meine Reise mit der Bahn vorbereiten“.

Die App wird ständig weiterentwickelt

Weitere hilfreiche Funktionen wie der „DB Service-Assistent“ (mit dieser Funktion können z.B. blinde Reisende Auskunft und Unterstützung vom Zugpersonal erhalten) sind in Planung und werden getestet.

Im folgenden Video können Sie sehen, welche Produkte und Verbesserungen wir in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Behindertenrat umgesetzt haben.

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Meilensteine des barrierefreien Reisens
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Seit 15 Jahren arbeiten die Geschäftsfelder aller Unternehmensbereiche der Deutschen Bahn (DB) mit den vom Deutschen Behindertenrat entsandten Vertretern in der Programmbegleitenden Arbeitsgruppe erfolgreich zusammen. Mit der App DB Barrierefrei wurde ein weiterer Meilenstein gemeinsam geschaffen.

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Update 18.10.2018: Der Beitrag wurde zum Launch der App mit allen neuen Informationen und Screens ausgestattet.

 

Wohin stelle ich meine Skier im ICE?

10 Fragen und Antworten rund um den autofreien Winterurlaub in Österreich

Sobald die österreichischen Bergbahnen ihre Lifte öffnen und die Pisten präparieren steigt die Vorfreude bei deutschen Wintersportlern gipfelhoch. Zu Recht! Schließlich ist Österreich ein Traum für Bergfreunde, Ski- und Snowboardfahrer. Eine Fahrt mit der Bahn ist die komfortabelste und umweltfreundlichste Art, in den Winterurlaub nach Österreich zu reisen. Vor Ort sind Urlauber mit Shuttles und Skibussen ausgesprochen mobil und genießen viele Vorteile gegenüber Autofahrern: kein lästiges Eiskratzen, kein Stress auf verschneiten Straßen, keine Parkplatzsuche. Wir beantworten zehn häufig gestellte Fragen rund um den autofreien Winterurlaub in Österreich, um Skisportler und Snowboarder bei ihrer Reiseplanung zu unterstützen.

1. Darf ich meine Skier oder mein Snowboard in der Bahn mitnehmen?

Na klar, das dürfen Sie. Sogar kostenlos! Sie sollten nur darauf achten es gut zu verstauen, damit keine anderen Fahrgäste gestört oder behindert werden.

2. Wohin stelle ich meine Skier im ICE?

Im ICE lässt sich Ski- und Snowboardgepäck ganz bequem der Länge nach in den Gepäckfächern über den Sitzen oder im Bodenraum unter und zwischen den Sitzen verstauen. Auch hochkant gibt es Abstellmöglichkeiten, zum Beispiel bei den Gepäckregalen im Abteil. Viele Nahverkehrszüge haben Mehrzweckabteile für Radler – auch da ist reichlich Platz für die Sportausrüstung. Wichtig ist, dass Sie Ihr Gepäck rücksichtsvoll verstauen, sodass andere Reisende nicht behindert oder verletzt werden.

Drei Skier stecken im Schnee.

3. Ich würde gern im Urlaub Schlitten fahren. Ist der nicht zu sperrig für die Bahn?

Zur Hauptreisezeit könnte es für Ihren Schlitten ein bisschen eng werden im Zug. Leihen Sie sich stattdessen doch einfach einen Schlitten an Ihrem Urlaubsort in Österreich. Das kostet oft nur fünf bis sieben Euro pro Rodel.

4. Ich reise nicht so gern mit viel Gepäck in der Bahn. Was mache ich denn dann?

Nutzen Sie doch den Gepäckservice der Deutschen Bahn. Ein Kurier holt Ihre Skiausrüstung zuhause ab und bringt es an die gewünschte Zieladresse. Nach Österreich kostet das 29,90 Euro pro Gepäckstück und Richtung. Viele Winterurlauber nehmen keine eigenen Skier oder Boards mit, sondern leihen sie sich nach Ankunft vor Ort. Dort bekommt man technisch aktuelles und einwandfrei gewartetes Equipment und ist flexibler: Je nach Schneeverhältnissen oder eigenen Vorlieben kann man sich verschiedene Skier, Snowboards, Schneeschuhe oder Rodel ausleihen. Nicht nur für Pisten-Neulinge und Kinder ist das ideal. Übrigens: allein in Tirol gibt es mehr als 244 Skiverleih-Stationen.

5. Wie komme ich denn mit Gepäck vom Bahnhof zu meinem Hotel?

In österreichischen Bergregionen ist die Weiterreise vom Bahnhof über ein vorbildlich ausgebautes Shuttle-Netz organisiert. Der neue Kärntener Bahnhofshuttle ist nur eines von vielen Beispielen: Urlauber können auf www.bahnhofshuttle.at einen Individual- oder Sammeltransfer buchen und werden direkt zu über 4.600 Unterkünften gebracht. Neu ist auch der Tiroler Bahnhofshuttle, der von Four Seasons Travel nunmehr an vielen Bahnhöfen in Tirol angeboten wird. Der Chauffeur von Four Seasons Travel empfängt die Reisenden mit Namensschild in der Bahnhofshalle, bringt das Gepäck für sie zum Wagen und fährt sie dann zur Wunschadresse. Wer einen SuperSkipass vorzeigen kann, darf die Zillertaler Verkehrsmittel kostenlos nutzen (auch die Zillertalbahn). Im Ötztal können Winterurlauber zwischen Linienverkehr, Taxi und Ötztal Shuttle wählen, um vom Bahnhof zur Unterkunft zu fahren. In Innsbruck gibt es einen kostenfreien Ski- und Langlaufbus vom Hauptbahnhof aus in die umliegenden Gebiete – bis hin zum Stubaier Gletscher.

6. Wie komme ich von meiner Unterkunft ohne Auto zu den Pisten und Loipen?

Die Fahrt mit den Skibussen vor Ort ist mit gültigem Skipass fast immer kostenfrei und die Taktung in der Regel sehr hoch. Vorbildlich ist zum Beispiel der Skibus im Stubaital, der Skibusservice in der Ferienregion Paznaun oder die SkiWelt Skibusse der Regionen Wilder Kaiser und Brixental. Auch die Pisten im Salzburger Land und in der Steiermark mit dem Verbund Ski amadé sind mit ihrem Post-Skibus perfekt auf autofreie Urlauber eingestellt

Insider-Tipp: Wählen Sie bei Ihrer Buchung einen Skiort direkt an der Piste (Ski-In/Ski-Out), wie zum Beispiel Obertauern, Oberlech, Turracher Höhe oder das Skigebiet Obergurgl-Hochgurgl im Ötztal. Dann können Sie vom Frühstückstisch aus auf die Skier oder das Snowboard steigen und die Piste hinuntersausen.

7. Und nachts? Komme ich nach dem Après-Ski auch wieder zurück ins Hotel?

Na klar, auch für nächtliche Mobilität ist gesorgt. In Saalbach Hinterglemm fährt beispielsweise ein kostenpflichtiger Nightliner, der Sie zur Partylocation, zur Flutlichtpiste und natürlich auch zurück zum Quartier bringt. In Werfenweng ruft man einfach ein Nachttaxi.

Eine Parkbank nachts im Schnee.

8. Womit fahre ich denn, wenn ich einen Ausflug machen will?

Österreichische Skigebiete haben sich viel einfallen lassen, damit Urlauber auch ohne eigenes Auto ausgesprochen mobil sind. Je nach Region gibt es Taxis, individuelle Chauffeur-Services, günstige Mietwagenangebote und natürlich Linienbusse, die die beliebtesten Ausflugsziele anfahren.

9. Dauert die Bahnfahrt länger als wenn ich mit dem Auto nach Österreich fahre?

Das lässt sich pauschal nicht beantworten. Sicher ist: Viele österreichische Skigebiete können Sie ohne Umsteigen oder mit lediglich einem einfachen Umstieg mit Fernzügen aus zahlreichen Regionen Deutschlands erreichen. Und vergessen Sie nicht, dass die effektive Urlaubszeit schon bei der Bahnfahrt anfängt. Sie können lesen, spielen und die verschneite Berglandschaft Österreichs genießen, die am Fenster vorbeizieht.

10. Ist die Bahnfahrt nach Österreich teurer als die Autofahrt?

Auch das lässt sich nicht pauschal beantworten. Manchmal ist eine Anreise mit dem Auto günstiger, zum Beispiel wenn das Auto voll besetzt ist. Die Kosten für die Bahnfahrt sind pro Kopf dann besonders niedrig, wenn Kinder unter 15 Jahren in Begleitung ihrer Eltern oder Großeltern mitfahren, weil diese bei der Deutschen Bahn kostenlos mitreisen. Wer frühzeitig bucht hat die größte Auswahl an Sparpreisen und kann besonders günstig nach Österreich reisen.

Haben Sie weitere Fragen rund um den autofreien Winterurlaub in Österreich? Wir beantworten sie gerne hier oder bei der Service-Community der Bahn.

Winterurlaub in Österreich: Es muss nicht immer Skifahren sein

Wir verraten Ihnen die besten Aktivitäten abseits der Piste.

Für viele Reisende bedeutet Winterurlaub, den Tag auf den Skiern oder dem Snowboard zu verbringen, mittags eine Einkehr auf der Hütte und abends Après Ski. Andere dagegen können sich für steile Pisten nicht begeistern, lieben aber die Bergwelt Österreichs im Winter. Für diejenigen bieten die Wintersportgebiete auch abseits der Pisten ein abwechslungsreiches Programm. Wir haben die besten Alternativen zum Ski- und Snowboardfahren in Österreich zusammengestellt – ideal auch für Reisende ohne Auto.

Nervenkitzel in großer Höhe oder Tiefe

Mutigen Winterurlaubern empfehlen wir „Caving“, also Höhlentrecking durch Jahrmillionen alte Kalkfelsen. Professionelle Guides begleiten die Wanderer kletternd, kriechend, rutschend und abseilend durch beeindruckende Höhlenlandschaften in bis zu 1.600 m Tiefe, vorbei an unterirdischen Seen und zugefrorenen Wasserfällen. Besonders abenteuerlich ist die Obstanser Eishöhle in Tirol mit bizarren Eisgebilden und Tropfsteinen. Wer den Nervenkitzel eher in der Höhe statt in der Höhle sucht kann sich auf Eisklettern in der Nationalpark-Region Hohe Tauern oder Tandemparagleiten mit einem geprüften Tandempiloten in der Region Schladming-Dachstein freuen.

Entspannung für Geist und Seele

Im winterlichen Österreich kann man wunderbar zur Ruhe kommen und neue Energie tanken. Besuchen Sie zum Beispiel die beeindruckende Vorarlberg Salzgrotte, in der 44 Tonnen Himalaya-Salz für eine hohe Salzkonzentration in der Atemluft sorgen. Eine Schneeschuhtour mit begleitenden Yogaübungen im Kärntner Lesachtal soll den Energiefluss des Körpers stärken. Besonders beliebt ist das Thermal-Römerbad in Bad Kleinkirchheim, das unter anderem Massagen, energetische Körperarbeit und Dufterlebnisse anbietet. Traditionelle österreichische Anwendungen wie Brechlbäder mit Tannenduft, Speiköl-Massagen oder Heubäder schenken Ihnen eine entspannende Auszeit vom Alltag.

Eine Person liegt in einem Liegestuhl und schaut in die schneebedeckten Berge.

Tierisches Winterprogramm

Wer sich für die Artenvielfalt der Alpen interessiert, kann im Alpenzoo in Innsbruck über 100 heimische Tierarten kennenlernen (zumindest diejenigen, die keinen Winterschlaf halten). Eine weitere Möglichkeit, die Tiere der Alpenlandschaft in ihrem Lebensraum zu beobachten, ist eine geführte Wildtierfütterung, die in vielen Bergregionen angeboten wird. Auf einer Wanderung in Richtung Falkenmoosalm erfährt man zudem eine Menge über die Überlebensstrategie der Wildtiere im Winter. Ein rasantes Winterabenteuer für Tierfreunde ist eine Fahrt mit dem Hundeschlitten, zum Beispiel im Bregenzerwald oder in der Steiermark. Übrigens: auch Ihr Hund ist in der Bahn auf dem Weg nach Österreich immer willkommen.

Sportlich unterwegs auf Schnee und Eis

Der sportliche Klassiker abseits der Piste ist das Winterwandern. In vielen Bergregionen Österreichs können Sie Wanderungen durch die verschneite Landschaft unternehmen. Auch Schlittschuhfahren auf dem Weissensee in Kärnten oder Rodeln in Zell am See sind sportliche Alternativen zum Skifahren, die unheimlich viel Spaß machen. Wer Kraft und Ausdauer trainieren möchte, ist mit Schneeschuhwandern (z.B. auf den fünf tollen Routen am Klippitztörl) oder Nordic Walking (z.B. beim Nordic Walking Park in Mariapfarr) gut beraten. Mit Shuttles und Skibussen erreichen Sie alle gewünschten Aktivitäten problemlos.

Eine Gruppe macht eine Schneewanderung.

Gourmet im Schnee

Wer gern in die Berge fährt, um sich kulinarisch verwöhnen zu lassen, kann in Österreich aus knapp 650 Gault-Millau-gekrönten Restaurants und unzähligen Gourmet-Aktivitäten auswählen. Außergewöhnlich sind Events wie das 4-Gänge-Gondeldinner im Großarltal, bei dem die Gondeln der Hochbrandbahn mit festlich gedeckten Esstischen ausgestattet werden, oder das Ski Food Festival Hochzillertal, bei dem man sich durch Speisen aus 14 Ländern schlemmen kann. Und wer lieber selbst kocht, wird zum „Waldviertler Häferlgucker“ und lässt sich von regionalen Köchinnen und Köchen in die Geheimnisse der Waldviertler Genusswelt einweihen.

Romantischer Winterurlaub

In den Bergregionen Österreichs gibt es unzählige Romantik-Chalets, einsame Berghütten, märchenhafte Iglus und Wellnesshotels, die verliebten Winterurlaubern gerne Arrangements abseits der Piste anbieten. Wer es naturnah mag, bucht die Kuscheltage im Baumhotel in Kopfing, Oberösterreich, bei denen eine Nachtwanderung mit Fackeln inklusive ist. Unvergesslich ist auch eine Pferdeschlittenfahrt zu zweit durch die Karwendeltäler in Tirol. Das Hotels Wiesenhof am Achensee macht diesen Wintertraum möglich. Tipp: Unbedingt das Picknick im Schnee mit dazu buchen – das perfekte Setting für einen Heiratsantrag!

 

Eine Hütte in einer verschneiten Berglandschaft.

Wenn Sie noch weitere Ideen für Aktivitäten abseits der Piste haben, die für einen Urlaub ohne Auto geeignet sind, freuen wir uns über Ihre Vorschläge!

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