Von Bienen bis BahnCard: Die Bahn in Zahlen

Interessante Fakten der DB im schnellen Überblick

Über viele Dinge des Alltags macht man sich eigentlich kaum Gedanken. Sie gehören einfach dazu. Ähnlich ist es wohl mit der Bahn – sie bringt mich auf die Arbeit oder in den Urlaub, fertig. Doch die Welt der Deutschen Bahn ist dann doch zu vielfältig, um nicht mal einen tieferen Blick hinter die Kulissen zu wagen. Und mit diesen witzigen und interessanten Fakten hat man ein tolles Gesprächsthema bei der nächsten Fahrt ins Büro:

Mehr als 200 Fernverkehrs-Züge und eine Million Sitzplätze

 

11

Sekunden benötigt eine Elektrolok mit 8583 PS um auf 100km/h zu beschleunigen. Im Vergleich: Eine Porsche schafft dies in vier Sekunden.

 

50

Hektar stillgelegtes Gelände stellt die Deutsche Bahn Hobby-Imkern zur Verfügung, dort produzieren zahlreiche Bienenvölker leckeren Honig.

 

100

Nationen und noch mehr sind unter den Mitarbeitern der DB vertreten.

 

271

 ICEs zählen derzeit zur Flotte der DB.

 

741

Tunnel waren 2017 im Besitz der Bahn. Von architektonisch-schön bis schlicht-funktionell ist dabei alles vertreten!

 

50.300

Fahrgäste besitzen eine BahnCard 100.

 

1,4 Millionen

Sitzplätze haben die Züge der DB-Flotte (DB Fernverkehr, DB Regio, Arriva). (Bitte beachten Sie: Ein Zug fährt mehrmals am Tag.)

 

15 Millionen

Handytickets wurden 2017 über den DB Navigator gebucht.

 

271 Millionen

Tonnen transportierte DB Cargo 2017 von A nach B.

Und wer keine Zahlen mag, dem sei gesagt: Die Züge der DB sind in den Farben „Verkehrsrot“ und „Lichtgrau“ lackiert. Klingt interessant, oder?

Mehr Interessantes verrät die Infografik:

Der Hamburger Hauptbahnhof ist mit über 500.000 Reisenden täglich einer der meistfrequentierten Bahnhöfe Europas. Fünf Millionen Bier werden pro Jahr in der Bahn ausgeschenkt. In Dänemark, den Niederlanden und Italien fahren für die DB sogar Wasserbusse und -taxis. In den Zügen der Bahn kann man sogar heiraten. Der DB Navigator ist nach Google Maps die zweitbeliebteste Reiseapp mit ca. acht Millionen Nutzern monatlich. 250.000 Fundgegenstände gehen jährlich beim DB Fundservice ein. 60 Prozent gehen an den Besitzer zurück. Die Schneeschleuder der Bahn kann 16.000 Tonnen Schnee pro Stunde wegräumen. Die Bahn ist einer der größten Waldbesitzer in Deutschland. 20.000 Hektar beidseits der Trassen werden bewirtschaftet. Wasserbüffel, Wildpferde, Schafe und Ziegen beweiden Flächen für die DB.Update: Der Beitrag wurde am 12.12.2018 korrigiert.

Verspätungs-Alarm für Pendler & Vielfahrer: So überwachen Sie „Ihre“ Strecken

Wir erklären Ihnen, wie Sie frühzeitig über Verspätungen informiert werden.


Niemand wartet gerne. Schon gar nicht morgens am Bahnsteig und schon überhaupt nicht im Winter. Verspätungen lassen sich im Bahnbetrieb aber leider nicht immer ganz vermeiden. Für solche Fälle ist der Verspätungs-Alarm für Pendler ein durchaus praktisches Helferlein. An einer Verspätung ändert zwar auch der nichts, doch zumindest wird man über Abweichungen auf den „eigenen Verbindungen“ frühzeitig per Push-Nachricht oder E-Mail informiert.

„Bis zu sechs Verbindungen gleichzeitig überwachen – auch ohne Ticket!“

Um den Verspätungs-Alarm nutzen zu können, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man legt ihn über das persönliche Konto unter „Meine Bahn“ auf bahn.de oder über die App „DB Navigator“an.

Über beide Wege ist die Einrichtung in nur wenigen Schritten erledigt. Wie Sie dabei vorgehen, erfahren Sie in unseren Kurzanleitungen.

Verspätungs-Alarm auf bahn.de einrichten

  1. Melden Sie sich mit Ihrem Kundenkonto an und gehen Sie auf „Buchungsservices“.
  2. In dem Bereich Verspätungs-Alarm klicken Sie auf die Option „Neue Verbindung einrichten“.
  3. Nun können Sie Ihre Strecke eingeben, eine Verbindung aussuchen und diese bis eine Stunde vor Abfahrt des Zuges „aktivieren“.
  4. Wählen Sie den Verspätungs-Alarm für Pendler und geben Sie die Tage sowie den Zeitraum für Ihren Alarm an.
  5. Klicken Sie anschließend auf „Weiter“.
  6. Die Verbindung erscheint nun im Reiter „Mein Verspätungs-Alarm“.

Verspätungs-Alarm in der App DB Navigator einrichten

  1. Öffnen Sie Ihre Verbindung in der Reiseauskunft.
  2. Klicken Sie anschließend auf den grauen Button mit den drei Punkten neben der Angebotsauswahl.
  3. Als dritter Punkt erscheint „Verspätungs-Alarm“.
  4. Nun können Sie den Zeitraum sowie die Tage für Ihren Alarm auswählen.
  5. Wichtig: Aktivieren Sie das Feld „Verspätungs-Alarm für Pendler einrichten“.
  6. Über den Menüpunkt „Verspätungs-Alarm“ können Sie Ihre aktivierten Alarme einsehen.
  7. Für Push-Nachrichten aktivieren Sie das entsprechende Feld in Ihren Einstellungen.
DB Navigator, Tipps, Verspätungsalarm

Für Pendler ist dabei eine Funktion besonders interessant: Je nach Bedarf kann man für bis zu zehn Verbindungen gleichzeitig einen Verspätungs-Alarm anlegen. Wie das geht und alles weitere Wissenswerte rund um den Verspätungs-Alarm für Pendler finden Sie auf bahn.de.

[Update am 27.11.2018: Wir haben den Hinweis zur Aktualisierung hinzugefügt.]

So funktionieren die Ansagen am Bahnhof

Wir zeigen Ihnen, was sich hinter den Lautsprecherdurchsagen verbirgt.

Alle, die regelmäßig mit dem Zug unterwegs sind, kennen sie: Die Lautsprecherdurchsagen am Bahnhof, die über ein- und ausfahrende Züge, Verspätungen oder Gleiswechsel informieren. Doch woher kommen diese Ansagen eigentlich und wer oder was steckt dahinter?

Das Ansagezentrum koordiniert und überwacht.

Verantwortlich für die Durchsagen an den Bahnhöfen ist die DB Station & Service AG, die auch für den Betrieb der Bahnhöfe zuständig ist. Im Ansagezentrum, das sich meist im oder am Bahnhof befindet, kümmern sich mehrere Mitarbeiter um die Aktualität der Informationen und die Koordinierung der Ansagen. Abhängig von der Größe des Bahnhofs ist ein Ansagezentrum teilweise auch für mehrere Bahnhöfe zuständig. Das Ansagezentrum am Hauptbahnhof Frankfurt am Main kümmert sich z.B. noch um den Bahnhof am Flughafen, die Frankfurter S-Bahn-Stationen sowie die Bahnhöfe Frankfurt Süd, Limburg Süd, Hanau, Montabaur, Offenbach Hbf und Wiesbaden.

An vielen deutschen Bahnhöfen werden die meisten Ansagen nicht mehr von Mitarbeitern durchgesagt, sondern von einer Computerstimme gesprochen. Bei kurzfristigen Änderungen oder Störungen können sich die Mitarbeiter in den Zentralen aber trotzdem jederzeit dazuschalten und eine manuelle Durchsage machen. So ist es auch möglich, die Ansagen aufzunehmen, anzuhören und dann abzuspielen. Vor allem an größeren Bahnhöfen, an denen es häufiger zu kurzfristigen Gleiswechseln oder Ähnlichem kommt, gibt es täglich Durchsagen, die von den Mitarbeitern manuell eingesprochen werden, um die Kunden bestmöglich zu informieren.

So funktionieren die Ansagen am Bahnhof

So kommen die Informationen ins System.

Doch woher bekommen die Mitarbeiter im Ansagezentrum die Informationen über einfahrende Züge, Gleiswechsel oder Verspätungen? Dies passiert ebenfalls größtenteils automatisch. In den Gleisen sind Sensoren verbaut, die registrieren, wenn ein Zug in den Bahnhof einfährt und wie z.B. die Wagen gereiht sind. Diese Informationen werden an das RIS, das Reisendeninformationssystem, weitergegeben. Dieses Programm bündelt alle Informationen zu Zügen, die auf den Strecken unterwegs sind und vermerkt auch Verspätungen oder Störungen. Auch die Zugbegleiter unterwegs bekommen darüber ihre Informationen.

Das Computersystem für die Durchsagen zieht sich selbstständig die notwendigen Informationen und stellt den Inhalt anhand einer festgelegten Richtlinie zusammen. Diese Richtlinie schreibt genau vor, wie Ansagen generell aufgebaut sind. So wird gewährleistet, dass die Ansagen immer möglichst kurz und verständlich aufgebaut sind. Sind im System einmal keine aktuellen Informationen verfügbar, nutzen die Mitarbeiter im Ansagezentrum ihre Kontakte und versuchen so, bei den verantwortlichen Stellen Angaben zu An- und Abfahrt etc. zu bekommen.

Durchsagen besser verstehen dank Holoplot

Nicht immer sind die Ansagen jedoch für jeden gut zu verstehen. Gerade auf großen und überfüllten Bahnhöfen kann es für die Fahrgäste zur Rush Hour manchmal schwierig werden, die Stimme, die aus den Lautsprechern kommt, zu verstehen. Um diesem Problem entgegenzuwirken testen wir derzeit gemeinsam mit einem Berliner Start Up „Holoplot“.

Mit dieser neuartigen Technologie können Ansagen gezielt gesteuert werden und kommen nur dort an, wo sie für die Fahrgäste relevant sind. Der Schall wird präzise ausgerichtet, so dass niemand mehr die Ansagen an den Nachbargleisen mitbekommt. Gleichzeitig bleibt die Lautstärke konstant und die Ansagen sind gleichmäßig am ganzen Bahnsteig zu hören.

Seit Mitte Januar 2019 testen wir am Hauptbahnhof in Frankfurt am Main an Gleis 103 und Gleis 104 das System von Holoplot. Bis Sommer werden Fahrgastbefragungen und unterschiedliche Szenarien mit dem System durchgeführt und im Anschluss ausgewertet. Frankfurt ist bereits der zweite Standort an dem Holoplot zum Einsatz kommt. Im letzten Jahr wurde in München bereits ein Test erfolgreich abgeschlossen und das System daraufhin optimiert.

Update 23.01.2019: Ergänzung des Abschnitts über Holoplot

So funktioniert das City-Ticket

Wir erklären Ihnen, wann und wie Sie das City-Ticket nutzen können.

Die Koffer sind gepackt, die Zugfahrkarte gekauft. Jetzt noch schnell ein Blick ins Portemonnaie: Reicht das Geld für den Bus zum Bahnhof? Und was mag die U-Bahn am Reiseziel kosten? Ab sofort können Sie sich diese Umstände in vielen Fällen sparen – und Geld dazu. Denn wenn Sie eine DB-Fernverkehrsfahrkarte haben, ist die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel mit dem City-Ticket in vielen Städten oft kostenfrei möglich. Wir sagen Ihnen, welche Voraussetzungen dafür nötig sind.

Was ist das City-Ticket?

Das City-Ticket ist für viele Bahnkunden kostenfrei verfügbar. Voraussetzungen: Sie haben ein Sparpreis- oder Flexpreis-Ticket für eine über 100 Kilometer lange Strecke im Fernverkehr (ICE, IC/EC). Zudem muss der Start- und/oder der Zielbahnhof in einer der über 120 Städte in Deutschland liegen, für die das City-Ticket verfügbar ist. Das City-Ticket gilt auch für Ihre Mitfahrer, wenn diese auf der Fahrkarte eingetragen wurden (Anzahl der Reisenden, nicht der Name der Reisenden).

Mit dem City-Ticket fahren Sie in den teilnehmenden Städten im jeweiligen Geltungsbereich kostenfrei mit Straßenbahn, U-Bahn, S-Bahn oder Bus zum Startbahnhof und können vom Zielbahnhof aus den öffentlichen Nahverkehr ohne zusätzliche Kosten bis zum Reiseziel nutzen.

Wie bekomme ich das City-Ticket?

Das City-Ticket ist keine zusätzliche Fahrkarte: Wenn Sie eine Sparpreis- oder Flexpreis-Fahrkarte im Fernverkehr mit einer Reiseweite von über 100 Kilometern haben, dann ist das City-Ticket automatisch inklusive. Ihre Fernverkehrsfahrkarte hat dann den Zusatz „+City“ hinter der Bahnhofsbezeichnung, zum Beispiel „Köln +City“ oder „Berlin +City“. Da auf Ihrer Fahrkarte nur der Zielort „+City“ steht, können Sie in Städten mit mehreren DB-Bahnhöfen an jedem beliebigen Bahnhof im City-Ticket-Geltungsbereich ein- oder aussteigen.

Wenn Sie Ihre Fahrkarte mit „+City“ auf bahn.de oder im DB Navigator gebucht haben, können Sie Ihr Online- oder Handy-Ticket zur Fahrkartenkontrolle einfach auf dem Smartphone vorzeigen. Natürlich können Sie Ihr Online-Ticket auch ausdrucken und das ausgedruckte PDF zur Kontrolle vorlegen.

Wann kann ich das City-Ticket nutzen?

Das City-Ticket gilt für die einmalige Fahrt zum Startbahnhof und vom Zielbahnhof bis zum Reiseziel am auf der Fahrkarte jeweils angegebenem Reisedatum. Ihre Anfahrt zum Bahnhof und Ihre Weiterfahrt am Zielbahnhof müssen nicht unmittelbar vor der Abfahrt bzw. im Anschluss an die Ankunft des Zuges erfolgen. Das City-Ticket ist bis zum Betriebsschluss der Verkehrsunternehmen in der teilnehmenden Stadt, jedoch maximal bis 03:00 Uhr des Folgetags, gültig. Bei einer Ankunft am Zielbahnhof in der Nacht und/oder bei Fahrtunterbrechungen können Sie das City-Ticket auch noch am Folgetag nutzen. Dazu muss das Ankunftsdatum durch einen Zangenabdruck auf der Fahrkarte bestätigt werden.

Als Inhaber einer BahnCard 100 können Sie in den teilnehmenden City-Ticket-Städten den öffentlichen Nahverkehr uneingeschränkt nutzen, also so oft und wann immer Sie möchten. Als Fahrtberechtigung reicht das Vorzeigen Ihrer BahnCard 100.

Wo kann ich das City-Ticket nutzen?

Zurzeit nehmen 128 Städte in Deutschland am City-Ticket teil. Dabei kann die Gültigkeit je nach Tarifverbund auf bestimmte Zonen eingeschränkt sein. Welche Städte mit welchen Geltungsbereichen teilnehmen, finden Sie immer aktuell auf der Übersichtsseite zum City-Ticket. Auch in den Faltblättern „Ihr Reiseplan“, die in den Fernverkehrszügen ausliegen, finden Sie einen Hinweis zur Gültigkeit des City-Tickets am Zielort.

Das City-Ticket gibt es auch bei Bahnfahrten im internationalen Verkehr – natürlich nur für die Stadt in Deutschland und sofern diese das City-Ticket anbietet. Beispiel: Sie reisen von München nach Wien. Das City-Ticket ist für Ihre Anreise aus dem Stadtgebiet München zum Startbahnhof (Tarifgebiet Innenraum) automatisch enthalten, für das Reiseziel im Ausland ist das City-Ticket nicht verfügbar.

Was ist City mobil?

Wenn Sie eine Bahnfahrkarte für eine Strecke bis 100 Kilometer und/oder ein Super Sparpreis-Ticket nutzen möchten, ist das City-Ticket nicht verfügbar. Sie können aber problemlos mit der Online-Buchung Ihrer DB-Fahrkarte die Anschlussfahrt für den öffentlichen Nahverkehr am Zielort dazu kaufen, entweder als Einzelfahrkarte oder als Tageskarte. Dieses Angebot nennt sich City mobil und ist derzeit für über 110 Städte verfügbar. Weitere Informationen zu City mobil finden Sie hier.

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Neue Angebote im Fernverkehr der Deutschen Bahn ab 01.08.2018
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Das Video erklärt die Konditionen der Angebote Super Sparpreis, Sparpreis, Flexpreis und Flexpreis Business und zeigt auf, an welche Wünsche und Bedürfnisse der Reisenden sich diese richten.

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Wintervorbereitungen bei der Bahn

Die Vorbereitungen auf den Winter begannen bei der Deutschen Bahn schon im August.

Bei der Bahn beginnt der Winter schon im Hochsommer. Bereits im August laufen die ersten Vorbereitungen für die kalte Jahreszeit. Das ist auch notwendig, denn, was für die meisten Menschen zu einem „echten“ Winter dazugehört, ist für den Zugverkehr im Winter mitunter eine große Herausforderung.
Besonders in den letzten Jahren kam es vermehrt zu heftigen Wetterkapriolen. Um dennoch gewährleisten zu können, dass täglich rund 13 Millionen Menschen auf den rund 33.500 Kilometern Schienennetz an ihr Ziel kommen, hat die Deutsche Bahn im Jahr 2018 ca. 70 Millionen Euro investiert. Für den Winterdienst im Schienennetz stehen dabei rund 40 Millionen Euro zur Verfügung, für die Bahnhöfe durchschnittlich 30 Millionen Euro.

Diese Zahlen lassen erahnen, welche Mammut-Aufgabe die Mitarbeiter der Bahn vor allem bei niedrigen Temperaturen und widrigen Umständen im Winter zu bewältigen haben. Dabei heißt es, flexibel zu sein. Denn, wenn das Wetter plötzlich umschwingt, muss innerhalb von wenigen Stunden auf meterhohe Schneewehen oder Blitzeis reagiert werden.

Die Wintervorbereitungen in Fakten, Zahlen und Bildern:

1. Bundesweit sind knapp 18.000 Mitarbeiter der Bahn und externer Firmen im Einsatz, um Gleise und Bahnsteige von Eis und Schnee zu befreien. Zur Unterstützung gibt es 70 bahneigene Schneeräumfahrzeuge.

2. Die Winterdienstzentralen der Bahn überwachen den Wetterbericht und koordinieren die Räum- und Streueinsätze. Insgesamt reden wir hier von 4.168.000 qm Fläche. Zum Vergleich: das entspricht fast 600 Fußballfeldern, die bei Schneefall täglich geräumt werden.

3. Zusätzlich sind knapp 3.000 Mitarbeiter der Bahn als freiwillige Winterpaten im Einsatz. Sie prüfen auf ihren Arbeitswegen, ob der Winterdienst die Bahnhöfe geräumt hat, und informieren die Zentrale, wenn weitere Einsätze nötig sind. Diese Maßnahme hat sich bereits in den letzten Jahren sehr bewährt.

Die Weichenheizung spielt eine große Rolle

4. 49.000 der 70.000 Weichen im Schienennetz der Bahn haben eine spezielle Heizeinrichtung, die ein Einfrieren verhindert. Außerdem sind 12.000 dieser 49.000 Weichen mit einer Antriebsabdeckung ausgestattet. Diese bietet zusätzlichen Schutz vor von Zügen herabfallenden Eisplatten und Schneeverwehungen.

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Erklärfilm: So funktioniert eine Weichenheizung
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Rund 49.000 der 70.000 Weichen im Schienennetz der Deutschen Bahn verfügen über eine spezielle Heizvorrichtung.

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5. Zum Räumen der Gleise und Weichen bei Schneefall sind sogenannte Spurloks im Einsatz, um geringe Schneeverwehungen zu räumen. Reichen die Loks nicht aus, räumen Mitarbeiter die Gleise per Hand und tauen diese auf.

6. Bei besonders starken Schneefällen helfen Spezialfahrzeuge aus. Beispielsweise die „Schneeschleuder“, ein Zug der Baureihe 716.

7. Bundesweit stehen knapp 70 Abtau- und Enteisungsanlagen, über 60 bei DB Regio und sieben für den Fernverkehr, bereit. Mit diesen Anlagen wird das Abtauen der Züge wesentlich beschleunigt und sie können somit schneller in den Werkstätten die Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten durchlaufen.

8. Im ICE-Werk Frankfurt am Main gibt es zusätzlich eine Glykol-Sprühanlage. Durch die Vorbehandlung der Züge mit einem auf 40 Grad Celsius vorgewärmten Glykol-Wassergemisch, kann man dem Anhaften von Eis und Schnee bereits im Vorfeld vorbeugen.

9. Bei hohen Geschwindigkeiten und starkem Schneefall kann es vereinzelt zu “Eisflug” kommen. Bei starkem Schneefall wird zudem die Geschwindigkeit der Züge auf 200 km/h herabgesetzt, um Schäden an den Zügen zu vermeiden.

Update: Der Beitrag wurde am 13.11.2018 mit den aktuellen Zahlen aktualisiert.

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