So entstehen der kleine ICE, Ida IC & Co.

Wir geben vor Ort einen spannenden Einblick in den Produktionsprozess.

Zugegeben, wir von der inside.bahn.de Redaktion sind selbst große Fans vom kleinen ICE. Aber natürlich sind der kleine ICE und seine Freunde für unsere kleinen Fahrgäste bestimmt: Sie können diese mit der Kinderfahrkarte kostenlos an Bord unserer Züge erhalten. Erwachsene können den kleinen ICE und seine Freunde im Bordbistro oder im Bahnshop aber auch kaufen. Im Jahr werden mittlerweile über 1 Mio. Figuren hergestellt, um die vielen Kinderwünsche zu erfüllen. Doch wie entsteht eigentlich der kleine ICE? Wie sieht ein Spritzmodell aus? Wie wird die Farbe aufgedruckt und wie werden die Figuren zusammengesetzt?

Um diese Fragen zu beantworten, müssen wir nicht etwa nach Asien reisen. Wir bleiben in Europa und besuchen das Werk in Bosnien. Hier werden nicht nur der kleine ICE, sondern auch seine Freunde hergestellt. Es vergehen durchschnittlich mehrere Monate von der ersten Zeichnung auf Papier über ein erstes Modell bis zur fertigen, funktionstüchtigen 3D-Figur. Werfen Sie mit uns einen Blick hinter die Kulissen und erfahren Sie mehr über die einzelnen Schritte des Produktionsprozesses.

Von der Skizze zum 3D-Modell

Der Entwurf eines Charakters, wie z. B. Robbi Regio, entsteht im Vorfeld in Zusammenarbeit mit dem Illustrator Sascha Wüstefeld. Sobald die Idee steht, modelliert ein Modellbauer in enger Abstimmung mit dem Illustrator das erste dreidimensionale Modell. Dieser Prototyp, der allerdings noch keine Funktionen hat, also z. B. nicht fahren kann, geht nun an die Ingenieure im Werk. Um die technische Funktionalität zu planen, wird das Modell 3D gescannt und daraus am Computer ein CAD-Modell konstruiert. Wir sehen vor Ort zu, wie Robbi ganz detailliert nach und nach am Bildschirm entsteht. Und sind etwas erschrocken, da er kaum Ähnlichkeit mit der sympathischen Figur hat! Aber dieses Verfahren ist wichtig, denn aus den Computerdaten lässt sich die Figur in einzelne Bauteile zerlegen und am Ende zum ersten funktionalen Prototyp zusammensetzen.

Die Werkzeuge werden angefertigt

Ist der Prototyp freigegeben, werden die Werkzeuge für die Produktion hergestellt. Wir staunen nicht schlecht, denn für jede Figur und für jedes Einzelteil muss ein spezielles Werkzeug gefräst werden. Allein für Nick Nachtzug sind das sechs Werkzeuge, nämlich für sein unteres und sein oberes Fahrgestell, den Körper, das Fenster, die Radpaare mit Achsen und – ganz wichtig – die Nachtmütze!

Ida IC kommt in Form

Alle Figuren bestehen aus Kunststoffgranulat und werden im so genannten Spritzgussverfahren hergestellt. Dazu wird das Granulat – wie ein Plätzchenteig in eine Spritztüte – in einen großen Tank gefüllt, erhitzt und dann in die Werkzeuge gespritzt. Die einzelnen Formteile, wie zum Beispiel Ida’s Körper, werden aus der Maschine ausgeworfen und für den nächsten Produktionsschritt, die Bedruckung, bereitgestellt.

Jetzt wird’s bunt: So kommt Farbe auf die Figuren

Damit jede Figur ihre typischen Merkmale wie die Augen oder die roten Streifen erhält, werden nun die Farben im Tampondruck aufgetragen. Dabei drucken kleine Stempel in ca. 10 Arbeitsschritten nach und nach die verschiedenen Farben auf die Einzelteile. Wir schauen zu, wie der kleine ICE zunächst das Weiß seiner Augen und dann die schwarzen Pupillen bekommt. Die Augen sehen riesig aus, fast schon etwas gruselig!

Am Ende alles Handarbeit

Nach den maschinellen Produktionsschritten wird es jetzt „handgreiflich“. Mehrere Mitarbeiter sitzen an einem großen Tisch zusammen und montieren nach und nach die farbigen Einzelteile zur fertigen Figur. Wir beobachten, wie das Fahrgestell vom kleinen ICE mit unglaublicher Geschicklichkeit in seinen Körper geschoben wird. Endlich erkennen wir unseren Liebling! Nach der Montage muss jede Figur noch durch die Fahrkontrolle: Der kleine ICE rollt mit Bravour ein Blech hinunter – bestanden! Jetzt heißt es nur noch ab in den Beutel und auf zu einem Kind, das schon bald mit seinem neuen kleinen Freund spielen kann.

Der kleine ICE ist mit Sicherheit geprüft

Trotz aller Begeisterung wird es zum Schluss nochmal ganz sachlich: Wir erfahren, welche Qualitäts- und Sicherheitskriterien bei der Produktion zu beachten sind. Da es sich beim kleinen ICE und seinen Freunden um Kinderspielzeug handelt, sind die Anforderungen entsprechend hoch. Sowohl das Kunststoffmaterial als auch die Farben und sogar die Polybeutel sind nach EN71, der europäischen Norm für Spielzeugsicherheit, vom TÜV oder alternativen Instituten geprüft und entsprechend zertifiziert. Zusätzlich werden im Werk nach jedem Produktionsschritt Kontrollen durchgeführt. Dazu kommen der Funktionstest und die Endabnahme. Und zur langfristigen Qualitätssicherung wird der Herstellungsprozess kontinuierlich angepasst und optimiert.

Unser Fazit: Der kleine ICE und seine Freunde werden mit sehr viel Liebe und Sorgfalt konzipiert, zusammengesetzt und auf Herz und Nieren geprüft.

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So entstehen der kleine ICE und seine Freunde
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So entstehen der kleine ICE und seine Freunde: Im Video sehen Sie live die wichtigsten Schritte des Produktionsprozesses.

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So verkleinern Sie Ihr Gepäck

Wir zeigen Ihnen zehn Tricks, wie Sie leichter reisen.

Ob man mit Strichliste arbeitet oder alles kurz vor der Abfahrt einpackt: Oftmals ist der Koffer doch viel zu voll und der Reißverschluss wird mächtig auf die Probe gestellt.
Auch während der Reise ist großes Gepäck einfach unpraktisch. Kleine Koffer oder Taschen lassen sich im Zug leichter verstauen, man flitzt mit ihnen schneller von Bahnsteig zu Bahnsteig – und ist einfach viel weniger genervt.

Deshalb haben wir für Sie zehn Tricks, wie Sie leichter reisen:

1Nutzen Sie Ihre Schuhe als Stauraum und stopfen Sie dort Socken oder andere Kleinigkeiten hinein.

2Let´s roll! Rollen Sie Ihre Kleidung – das spart Platz und vermeidet Falten. Außerdem kann man so jede noch so kleine Lücke im Koffer nutzen.

3Kaufen Sie Kosmetikartikel in kleinen Verpackungen oder füllen Sie Shampoo, Duschgel & Co. in kleinere Reisegefäße um.

4Keine doppelte Ausstattung! Informieren Sie sich vor Ihrer Reise, wie Ihr Hotel ausgestattet ist und lassen Sie Fön, Bettwäsche oder Handtücher zu Hause.

5Sollten Sie auf Handtücher doch nicht verzichten können, besorgen Sie sich am besten sogenannte Outdoor-Handtücher. Die sind nicht nur sehr leicht, sondern trocknen auch schnell.

6Sie sind eine Leseratte? Kein Problem! Im ICE-Portal finden Sie zahlreiche spannende Artikel, auch Filme oder Online-Spiele warten im Zug auf Sie. Schwere Bücher müssen Sie also auf keinen Fall einpacken!

7Mehr Ordnung = mehr Platz. Deshalb empfehlen wir, technisches Equipment wie Kabel, Powerbanks oder Kopfhörer in einer Organizer-Tasche zu verstauen.

8Sparen Sie am Proviant: in den Bordbistros und –restaurants der Bahn gibt es tolle Angebote, um satt ans Ziel zu kommen.

9Rucksack oder Koffer? Das ist meist Geschmackssache. Oftmals lässt sich jedoch ein Rucksack leichter verstauen.

10Wenn es dann doch nicht klappt mit dem kleinen Gepäck: Nutzen Sie den Gepäckservice der Bahn und schicken Sie Ihre Koffer ganz bequem vor der Reise zum Zielort.

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Reisen Sie mit dem Zug nach Frankreich, sollten Sie Ihr Gepäck mit einem Etikett kennzeichnen. Mehr Infos dazu erhalten Sie auf bahn.de

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Für Familien haben wir auch eine tolle Checkliste:

Der DB Navigator und ich: Die digitale BahnCard

In der App DB Navigator haben Sie Ihre BahnCard immer dabei.

Der DB Navigator ist unter den Reise-Apps das Multitalent. Bahn-Vielfahrer Karsten zeigt Ihnen Tipps und Tricks, was der DB Navigator alles kann und in welchen Situationen ihm welche Funktionen am besten weiterhelfen: Er hat die BahnCard als digitale BahnCard in der App hinterlegt.

Die BahnCard für Ihre Hosentasche

Die Zeiten, in denen Sie während der Fahrkartenkontrolle in Ihrem Portemonnaie nach Ihrer BahnCard suchen mussten, sind vorbei. Damit Sie noch entspannter reisen, können Sie Ihre BahnCard nach dem Kauf in wenigen Schritten in der App DB Navigator hinzufügen. Bevor Sie Ihre BahnCard in der App hochladen, müssen Sie sich unter BahnCard-Services* registrieren. Im Anschluss wählen Sie einfach im Menü den Punkt „BahnCard“ und dann den Bereich „Meine BahnCard“. Dort können Sie per Pulldown-Geste Ihre BahnCard(s) in die App laden.

Über den Menüpunkt "BahnCard" kommen Sie ganz einfach in den entsprechenden Bereich.

Über den Menüpunkt „BahnCard“ kommen Sie ganz einfach in den entsprechenden Bereich.

Als registrierter Kunde bei den BahnCard-Services können Sie Ihre BahnCard per Pulldown Geste im Bereich "Meine BahnCards" hinzufügen.

Falls Sie noch keine BahnCard hinterlegt haben, können Sie diese per Pulldown hochladen.

Auflistung aller BahnCards, die über den DB Navigator gekauft werden können.

Alternativ können Sie eine BahnCard auch direkt über die App kaufen.

Die Ansicht einer BahnCard als Handy-Ticket.

So sieht die digitale BahnCard aus.

Neben dem Hochladen der BahnCard erwarten Sie noch weitere Vorteile. Beispielsweise können Sie Ihre persönlichen BahnCard-Daten ändern, Ihre Rechnungsdokumente anfordern und Sie haben Ihre Punkte aus dem BahnBonus-Programm im Blick.

Die digitale BahnCard gilt innerhalb Deutschlands in den Verkehrsmitteln der DB, bei anerkennenden nichtbundeseigenen Eisenbahnen und in anerkennenden Verkehrsverbünden. Wollen Sie die BahnCard in anderen Verkehrsmitteln oder Verbünden bzw. im grenzüberschreitenden Verkehr nutzen, führen Sie bitte Ihre physische BahnCard mit. Bitte vergewissern Sie sich vor Antritt der Reise, dass Sie stets eine aktuelle BahnCard bei der Kontrolle vorzeigen können.

Hinweis: Ein Upload der BahnCard 100 in den DB Navigator ist nicht möglich.

* Die Anmeldung für die BahnCard-Services müssen Sie auf bahn.de separat zu Ihrem „Meine Bahn“-Kundenkonto abschließen.

Reisen ohne Fahrkartenkontrolle: Der Komfort Check-in

Mit dem Komfort Check-in können Sie die Fahrkartenkontrolle ganz einfach selbst durchführen: Sie benötigen lediglich ein Online- oder Handy-Ticket im DB Navigator. Sie können den Komfort Check-in mit oder ohne Sitzplatzreservierung nutzen. Danach werden Sie nicht mehr vom Zugbegleiter kontrolliert und können ohne Unterbrechung lesen, schlafen oder einfach nur entspannen. Alle Infos finden Sie unter inside.bahn.de/komfort-check-in/.


Der Unterschied zwischen vorläufiger und „richtiger“ BahnCard

Sie können natürlich auch Ihre vorläufige BahnCard in die App DB Navigator hochladen. Es gibt aber einige Unterschiede gegenüber der vollwertigen BahnCard.

Die vorläufige BahnCardDie BahnCard
– 6 Wochen Gültigkeit
– Keine BahnCard-Nummer
– Gilt innerhalb Deutschlands in den Verkehrsmitteln der DB
– Das Sammeln von BahnBonus-Punkten ist nicht möglich
– Gleiche Gültigkeit zur physischen BahnCard
– Gilt innerhalb Deutschlands in den Verkehrsmitteln der DB
– Das Sammeln von BahnBonus-Punkten ist möglich
– Abgelaufene BahnCards können auch nach Gültigkeitsende weiter verwaltet werden

Autorenfoto_Karsten-SauerKarsten Sauer ist Bahn-Vielfahrer und nutzt die App DB Navigator täglich. Für inside.bahn.de verrät er Tipps und Tricks.

Update: Der Beitrag wurde am 10. Dezember 2018 aufgrund tariflicher Änderungen aktualisiert.

Gegen Eis am ICE: Ein Wellnessparadies für Züge

So funktionieren die Enteisungsanlagen der Bahn.

Gut 190 Meter zieht sich der Tunnel in die Länge. Darin sind in Bodennähe, entlang eines Schienenstrangs, insgesamt 40 Düsenstöcke aufgebaut. Aus zig kleinen Hähnen sprüht warmes Wasser nach oben. Dampf steigt auf. Feuchtigkeit breitet sich aus. Der Tunnel lässt an ein Dusch- und Wellnessparadies für Züge denken. Tatsächlich geht es hier aber nicht um saubere Lokomotiven und Waggons. Vielmehr sorgt diese Enteisungsanlage für Sicherheit auf den Schienen.

120 Liter pro Minute zum Abtauen

Das Prozedere ist ganz einfach. Der Zug fährt ein. Dann heißt es: Wasser marsch! Mehr als 120 Liter werden pro Minute von unten gegen den Zug gepresst. Der Strahl hat dabei etwa Körpertemperatur und einen Druck von 1 Bar. Genug Kraft also, um das Wasser gegen den Unterboden des Zuges zu sprühen und Eisstellen abzutauen, die sich hier bei Schneefall entlang der Strecke festgesetzt haben. Das genutzte Wasser wird gefiltert und wieder in den Kreislauf eingespeist, also weiterverwendet.

Wellnessdusche mit 39 Grad Celsius

Diese Wellnessbehandlung ist nur bei niedrigen Temperaturen notwendig. Denn: Regelmäßig werden die Fahrwerke der Züge der Deutschen Bahn gewartet und einer Ultraschallprüfung unterzogen. Dabei wären Schnee und Eis im Weg. Mit dem 39-Grad warmen Wasser werden diese daher einfach abgetaut.
enteisung

Knapp 70 Enteisungsanlagen bundesweit

Die komplette Enteisung eines ICEs nimmt zwei bis zweieinhalb Stunden in Anspruch. Danach ist die Inspektion der Fahrgestelle möglich. Wenig später geht es wieder auf die Strecke. Bundesweit stehen knapp 70 Abtau- und Enteisungsanlagen bereit, in denen Schnell – und Regionalzüge – im wahrsten Sinne des Wortes – zu Warmduschern werden.

Damit die ICEs gar nicht erst vereisen, gibt es in Frankfurt seit 2014 übrigens eine bundesweit einzigartige Glykol-Sprühanlage: Vorbereitung ist alles.

Update: Der Beitrag wurde am 06.12.2018 mit den aktuellen Zahlen aktualisiert.

Weitere Artikel zu den Wintervorbereitungen bei der Deutschen Bahn: