Mit Kinderwagen, Buggy & Co. im Zug

Das sollten Sie bei der Bahnreise mit Kindern beachten.

Viele Eltern kennen es: Wer mit Babys und Kleinkindern auf Reisen geht, hat meist jede Menge Vorbereitung hinter sich und oftmals noch mehr Gepäck im Schlepptau. Da ploppen schnell die Fragen auf: Dürfen wir den Kinderwagen mitnehmen? Was ist eigentlich mit dem Laufrad? Hier die Antworten für Sie!

Denn Zugfahren mit der ganzen Familie muss nicht in Stress ausarten, sondern sollte vor allem eins sein: ein tolles Abenteuer.

Im Kleinkindabteil ist Platz für den Kinderwagen

Kinderwagen und Buggy:

Prinzipiell empfiehlt es sich im Zug leicht zusammenklappbare Modelle oder überwiegend Buggys zu nutzen. Dies ist natürlich nicht immer möglich – niemand muss sich für die anstehende Bahnreise einen neuen Kinderwagen kaufen. In den Fernzügen der DB ist im Kleinkindabteil oder in unmittelbarer Nähe Platz, um einen Kinderwagen abzustellen. Aber Achtung: Die Plätze sind begrenzt, daher reservieren Sie am besten frühzeitig Ihre Sitzplätze im Kleinkindabteil oder Familienbereich.

Größtenteils ist es übrigens so, dass Sie mit einem Kinderwagen nicht durch die Gänge im Zug fahren können. Deswegen klappen Sie diesen bitte nach dem Einsteigen zusammen oder fahren direkt zu einem passenden Stellplatz.
In den Regionalzügen nutzen Sie die dafür gekennzeichneten Wagen.

 

Unser Tipp:

Noch besser und platzsparender reist es sich mit einem Tragetuch/einer Tragehilfe oder wenn gewünscht im Maxi Cosi mit Kinderwagengestell. Damit mit haben sie auch direkt im Anschluss einen Kindersitz dabei.

Vor der Reise prüfen: Nicht in jedem Zug darf man Fahrräder mitnehmen!

Laufrad oder Kinderfahrrad:

Anders als Erwachsene brauchen mitreisende Kinder unter sechs Jahre für ihr Fahrrad (meist wird das unter 16 Zoll groß sein) keine Fahrradkarte und keine Stellplatzreservierung. Ein kleines Kinderfahrrad zählt als Handgepäck und kann über/unter dem Sitz oder in den dafür vorgesehenen Ablagen verstaut werden. Wichtig: Fährt das Kind bereits mit einem größeren Fahrrad ab 16 Zoll und dieses ist unverpackt, benötigt das Rad einen Stellplatz. Dieser muss in den Fernverkehrszügen (IC/EC und ICE) kostenfrei reserviert werden.

Fahrradanhänger/Kinderanhänger:

Ob zum Fahrradfahren, Joggen oder einfach zum Spazieren: Fahrradanhänger für ein oder zwei Kinder werden immer beliebter – vor allem für Aktiv-Urlaube. Doch die Mitnahme eines Fahrradanhängers im Zug ist nur erlaubt, wenn dieser zusammengeklappt im Zug verstaut wird. Zudem benötigen Sie für den Anhänger noch eine eigene Fahrradkarte.

Wichtiger Hinweis:

Fahrräder dürfen nicht in allen Zügen mitgenommen werden. Deshalb unbedingt vor der Buchung informieren. Wie? Auf bahn.de klicken Sie in der Reiseauskunft unter dem Button „Weitere Optionen“ den Punkt „Fahrradmitnahme“ an. Im DB Navigator wählen Sie das Feld über den „Suche“-Button aus, klicken auf den Reiter „Optionen“ und kreuzen „Fahrradmitnahme möglich“ an. Mehr Infos auf bahn.de

So klappt der Einstieg mit Kinderwagen & Co.

Um hektisches Rennen am Bahnsteig mit Ihren Kleinen zu vermeiden, stellen Sie sich wenn möglich am besten bereits vor Einfahrt des Zuges in den richtigen Bahnsteigabschnitt. Wo sich das Kleinkindabteil oder die Fahrradstellplätze befinden, sehen Sie z.B. in der Wagenstandanzeige im DB Navigator oder am Wagenstandanzeiger am Bahnsteig.

Bei einem Einstieg mit Stufen (z.B. ICE) empfiehlt es sich, rückwärts (also mit dem Kinderwagengriff zum Zug) einzusteigen. So kann eine zweite Person vom Bahnsteig aus den hinteren Teil des Kinderwagens nach oben drücken.

Mit dem Newsletter von inside.bahn.de immer wissen, was läuft

Jetzt anmelden und Sie erhalten unseren Newsletter per E-Mail.

Sie möchten immer über die neuesten Themen rund ums Reisen mit der Bahn informiert werden? Wissenswertes zu unseren Zügen, Bahnhöfen und Strecken, Tipps und Tricks rund um unsere Angebote, hilfreiche Services, spannende Hintergrundberichte und ausgewählte Fragen aus der Service-Community – im Newsletter von inside.bahn.de erfahren Sie jede Woche, was es an interessanten Neuigkeiten auf inside.bahn.de gibt.

Melden Sie sich hier für den Newsletter von inside.bahn.de an:

Verpassen Sie keine News und Insides mehr. Jetzt anmelden zum wöchentlichen Newsletter.

Ja, ich möchte kostenlos den wöchentlichen inside.bahn.de-Newsletter abonnieren und kann diesen Service in jedem Newsletter abbestellen (Datenschutz).

Anmelden

Tragen Sie einfach Ihre E-Mail-Adresse ein und klicken auf „Anmelden“. Sie erhalten von uns eine Bestätigungsnachricht: Bitte klicken Sie dort auf den Bestätigungslink. Et voilà, schon erhalten Sie einmal pro Woche unseren Newsletter per E-Mail. (Sie können sich jederzeit vom Empfang des Newsletters abmelden, indem Sie im Newsletter auf den Link „Newsletter abbestellen“ klicken).

Bleiben Sie in Kontakt zu inside.bahn.de und zur Service-Community

Sie haben eine Idee oder eine Frage? Wir freuen uns auf Ihre Meinung, Ihre Kritik und Ihre Anregungen zu inside.bahn.de oder zur Service-Community in Ihren Kommentaren.

Darum bietet die Deutsche Bahn Strom für Privatkunden an

Interview: Dr. Hans-Jürgen Witschke verrät was sich hinter dem Angebot für Privatkunden verbirgt.

Seit Juli bietet die Deutsche Bahn auch Strom für Privatkunden an. Warum gerade die Deutsche Bahn? Um diese Frage zu klären, haben wir mit dem ehemaligen Vorsitzenden der Geschäftsführung von DB Energie, Dr. Hans-Jürgen Witschke, gesprochen.

Er stellt die Unterschiede zum Bahnstrom dar und erklärt woher der Strom für die Haushalte in Deutschland kommt.

Interview mit Dr. Hans-Jürgen Witschke, DB Energie

Warum wird die DB zum Stromanbieter?

DB Energie ist als Bahntochter gegründet worden, um Energie für den Eisenverkehr in Deutschland bereitzustellen. Seit mehr als zehn Jahren versorgen wir auch Industrie, Handel und Gewerbe mit Energie. Mittlerweile – und das wissen die wenigsten – sind wir der fünftgrößte Stromversorger in Deutschland. Das Know-how ist also da, nun bieten wir DB Strom auch Privathaushalten in Deutschland an.

Woher kommt der Strom?

Den Strom kaufen wir – wie die anderen Anbieter – überwiegend an den Strombörsen ein. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung und unserer gelernten Prozesse sehen wir uns in der Lage, unseren DB Strom – als Grünstrom – deutlich preiswerter anzubieten als die Grundversorger ihren Graustrom. In dieser Differenz sehen wir unsere Marktchance.

Wird selber “produziert”?

Beim 16,7-Hz-Bahnstrom sind wir an einzelnen Kraftwerksscheiben durch lang laufende Verträge gebunden. Im 50-Hz-Geschäft, also den Strom für Privathaushalte, Industrie, Handel und Gewerbe, ist dies nicht der Fall. Hier beschaffen wir den Strom über die Strombörse. Aufgrund unseres großen Einkaufsvolumens sind wir täglich an den Strombörsen und auch dem außerbörslichen Handel OTC tätig und können so für unsere Kunden gute Konditionen an den Beschaffungsmärkten realisieren.

Ist es Strom aus erneuerbaren Energien?

Im Privatkundengeschäft setzen wir ausschließlich auf Grünstrom. Die Deutsche Bahn sieht sich als Umweltvorreiter im Verkehrssektor. Da liegt es nahe, dass wir unseren Kunden, wir sprechen ja überwiegend Bahnfahrer an, ausschließlich mit Grünstrom beliefern. Unser Grünstrom wird nach den Regeln des „ok-power-Labels“ zertifiziert.

Das bedeutet, dass mindestens ein Drittel aus Neuanlagen und das zweite Drittel aus Anlagen, die nicht älter als zwölf Jahre sind, stammen. Als Kunde von DB Strom können Sie also versichert sein, dass sie die Energiewende aktiv unterstützen, weil sie die Nachfrage nach neuen Anlagen zur Produktion erneuerbarer Energien fördern.

Bahnstorm, Bahnstromnetz, Reisen, Deutsche Bahn, Infografik

Wird derselbe Strom bezogen mit dem auch Züge angetrieben und versorgt werden?

Nein, das sind technisch ganz unterschiedliche Welten. Aus historischen Gründen hat der sogenannte Bahnstrom, mit dem unsere Züge in Deutschland fahren, eine Frequenz von 16,7 Hz. Im öffentlichen Netz, also der Strom, der bei uns zu Hause aus der Steckdose kommt, sind es 50 Hz.

Bahnstrom wird also extra für die Eisenbahn produziert oder über sogenannte Umrichterwerke aus dem „normalen“ Strom transformiert. Nicht nur der Bahnstrom selbst, auch die gesamte Infrastruktur ist auf 16,7 Hz ausgerichtet. Deswegen ist es auch nicht möglich, das ganze System auf 50 Hz umzustellen, auch wenn moderne Elektroloks mit dieser Frequenz heute kein Problem hätten.

Der Geschäftsführer von DB Energie Dr. Hans-Jürgen Witschke

Über Dr. Hans-Jürgen Witschke

Dr. Hans-Jürgen Witschke ist ehemaliger Vorsitzender der Geschäftsführung der Tochtergesellschaft DB Energie GmbH. Für inside.bahn.de gibt er einen Einblick hinter das Angebot von DB Energie für Privatkunden.

 

Update: 01.05.2019: Dr. Hans-Jürgen Witschke ist nicht mehr Vorsitzender der Geschäftsführung von DB Energie. Im Beitrag wurde dies kenntlich gemacht.