Wohnen in alten Bahnhöfen

– Entdecken Sie eine außergewöhnliche Art Haus.

Bahnhöfe sind lebendige Orte: ein Kommen und Gehen. Aber was, wenn sie nicht mehr gebraucht werden? Dann liegen sie still und verlassen da. Oder aber, es zieht jemand ein. Lernen Sie das Leben in alten Bahnhöfen kennen.

Ungewöhnlich wohnen, mit Konventionen brechen – viele Menschen träumen von Alternativen zur klassischen Wohnung oder dem Reihenhaus.

Wie kauft man einen Bahnhof?

Alte Bahnhöfe liegen meist in ländlichen Regionen, um die der alltägliche Personenverkehr nach Streckenverlegungen inzwischen einen Bogen macht. Wer die Abgeschiedenheit liebt, wer sich selbst genug ist, findet hier ein passendes Zuhause.

Ganz still ist es nicht immer: Über die Gleise rollt manchmal noch der Güterverkehr und am Bahnhofsgebäude hält gelegentlich auch ein Personenzug. Immer noch besser als permanenter Straßenverkehrslärm – finden glückliche Bahnhofsbewohner.

Die Deutsche Bahn verkauft alte Bahnhöfe und Streckenabschnitte, um sie vor dem Verfall zu retten. Mehr als 2.000 ausgediente Empfangsgebäude sind es seit ca. 18 Jahren. Daraus werden Wohnungen, Standesämter, Künstlerateliers oder Kindergärten, die mit Leidenschaft saniert oder ausgebaut werden. Je nach Objekt und Lage variieren die Möglichkeiten.

Käufer sind in der Regel Privatleute, Unternehmen oder Kommunen. Eine aktuelle Übersicht der zu verkaufenden Bahnhofsgebäude finden Sie bei den Bahnliegenschaften.

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Worauf achten?

Zunächst einmal ist es entscheidend, das Objekt auf Herz und Nieren zu prüfen. Bausachverständige oder Architekten helfen, den Zustand der Substanz sachgemäß einzuschätzen. Klären Sie außerdem, ob das begehrte Gebäude unter Denkmalschutz steht. Daraus ergeben sich zwar steuerliche Vorteile, aber gleichzeitig auch Verantwortung, wozu beispielsweise Sanierungsauflagen zählen. Konkrete Auskunft dazu gibt die entsprechende Denkmalschutzbehörde. Trotz eventuell geringem Kaufpreis kommen dann weitere Kosten für den Umbau oder die Sanierung auf Sie zu.

Von Vorteil sind außerdem handwerkliches Geschick, Entschlossenheit, Geduld sowie die „romantische“ Toleranz gegenüber gelegentlich vorbeischnaubenden Güter- oder Passagierzügen – als Zeichen der Geschichte.