9 Tipps für die Anreise im Winter nach Österreich

– 9 Tipps für die Anreise in den Winterurlaub nach Österreich – Wir zeigen wie

Jeder Winter kündigt sich mit den gleichen zauberhaften Bildern an: Urlaub, glitzernde Berge, Pulverschnee, Skizirkus. Doch schon der Gedanke an die Fahrt strapaziert gelegentlich die Nerven. Riesenstau? Rutschpartie? Reisebudget? Mit einer Zugfahrt holt man sich Gelassenheit für den Winterurlaub und ist überdies nah dran an prominenten Traumzielen. Andere Geheimtipps liegen oft nur eine Shuttlefahrt weiter im nächsten Alpental. Hier finden Sie 9 Tipps für eine erholsame An- und Abreise für den Winterurlaub in Österreich.

Winterlandschaft in Österreich.

Tipp 1: Klug gespart bringt mehr Urlaub

Heute kaufen, morgen fahren, so eine Bahnreise kann kosten. Stimmt. Aber der Winterurlaub wurde meist länger schon ins Auge gefasst. Besonders Reisegruppen einigen sich früh auf einen Zeitpunkt für Hin- und Rückreise. Da macht sich sechs Monate vor der Anreise nach Österreich der Ticket-Check im Sparpreis-Finder bezahlt. Kluge Köpfe können sich bis zu 75 Prozent vom regulären Ticketpreis sparen und buchen die Unterkunft erst danach. Kurzentschlossene sind mit der Bahncard 25, 50 oder 100 das ganze Jahr über gut gerüstet. Sie reduziert jede einzelne Reise, egal ob Regulärpreis oder Sparpreis. Die Bahncard lohnt sich übrigens spätestens ab der dritten Reise. Den größten Rabatt, nämlich eine Gratisreise, hält die Bahn für Kinder bereit: bis 6 Jahre fahren kleine Reisegäste generell kostenlos, bis 15 Jahre reisen sie mit dem Eintrag im Bahnticket ihrer Eltern kostenlos. Wozu?

Damit Geld für ein Candlelight-Dinner, eine Body & Mind-Behandlung oder eine Tiefschneetour mit Guide in der Urlaubsbörse bleibt.

Tipp 2: Von ganz Deutschland aus direkt in die Alpen

Selbst Santa Claus würde staunen! Im Rentierschlitten durch die Luft gleiten kann die Bahn nicht, aber direkt dem Ziel entgegen rauschen! Aus dem fernen Norden, aus Nordrhein-Westfalen und aus Berlin kommt man im Zug oft wesentlich schneller in den Bergen an, als im Auto. Mit nur einem Umstieg in München können viele österreichische Destinationen ausgezeichnet erreicht werden. Dazu gehören beispielsweise Mayrhofen im Zillertal, die Kitzbüheler Alpen, der Wilde Kaiser, Gastein, Innsbruck oder St. Anton am Arlberg.

Tipp für Nachtreisende: Im Nacht-ICE bis zur Bayrischen Hauptstadt oder im ÖBB Nightjet nach Tirol kann die Reise glatt verschlafen werden. Im DB Buchungstool einfach „schnelle Verbindungen bevorzugen“ auswählen und Zeit als Geschenk entgegennehmen.

Reisende verstauen Gepäck im Zug.

Tipp 3: Schnee-Vorhersage als Romantikprognose

Starke Niederschläge in den Bergen? Gut und schön! Bahnfahrer verschwenden seltener Gedanken an wetterbedingte Verzögerungen, an gesperrte Alpenstraßen oder Schneeketten als Winterausrüstung. Wattegedämpft und leise rollt die Zuggarnitur durch weiße Landschaft Richtung Berge, die man am Besten vom Bordrestaurant aus, z.B. mit einem Glas Wein in der Hand, betrachtet. Schöne Aussichten. Die innere Freude auf sicheres und unkompliziertes Reisen mit der Bahn ist schon der erste Beitrag zur Erholung. Sollte sich im Schneetreiben auch die Zugankunft im Winteridyll um eine Viertelstunde verzögern, spricht der Reisende: dies ist Teil des Lebens, einen Businesstermin haben wir ja nicht eingetragen.

Tipp 4: Tragen Sie noch oder leihen Sie schon?

Tausende Schneesportfans, auch echte Rennfreaks, holen sich Leihausrüstung im Urlaubsort und testen nach Lust und Laune: Die neuesten Ski- und Snowboardmodelle stehen direkt an den Bergbahnstationen Spalier. Sie werden in wenigen Minuten an Fußmaß, Gewicht und Fahrstil angepasst. Die Ski sind top in Form mit glattem Lauf und griffigen Kanten. Nach dem Pistenspaß verstaut man die Sportgeräte im Skidepot an der Talstation und schlendert unbeschwert zum Aprés-Ski. Genauso unbeschwert verlaufen An- und Abreise mit dem Zug. Wer Ski ausleiht, spart sich das Tragen und Verstauen im Zug; und er spart zu Hause Stauraum.

Tipp 5: Nimm’s leicht, Kofferschleppen war einmal

Was hat nicht alles in einem Kofferraum Platz: Skiklamotten, Schneestiefel, die dritte Garnitur Funktionskleidung und für alle Fälle ein Schlitten. Das alles gibt es aber auch vor Ort: Im Wintersportort stehen hunderte Sportgeräte bereit, selbst schicke Skikleidung in passender Größe ist da. So gesehen löst sich das schwerwiegendste Argument für eine Urlaubsreise mit dem Auto in Luft auf. Statt mit sperrigen Koffern ist leichtes Gepäck angesagt für die Zugreise nach Österreich. Wer länger bleibt und daher doch einen dicken Koffer braucht, lässt ihn vom Gepäckservice der Bahn ab 29,90 Euro direkt in die Unterkunft liefern.

Tipp 6: Die letzte Meile schnell und bequem

Nach der Ankunft am Urlaubsziel – wo ist der Shuttle? Was Flugreisende voraussetzen, gilt natürlich auch für Bahnreisende! Vom österreichischen Bahnhof werden sie im Kleinbus von FourSeasons Travel oder dem Shuttledienst der Region bis zur Unterkunft chauffiert. Für diese sogenannte „letzte Meile“ darf eine bequeme und kurze Fahrt erwartet werden. Sie ist entweder online zum Fixpreis buchbar oder im Package inklusive. Häufig bieten auch Gastgeber und Hoteliers die Abholung vom Bahnhof an – einfach mal nachfragen!

Tipp 7: Zeit ist Gold

Richtig Gas gibt die Bahn ab Dezember 2017 auf ihrer Schnellstrecke VDE8 zwischen Berlin und München. Mit bis zu 300 km/h verkürzt der ICE die Reisezeit auf unter vier Stunden. Dieser Meilenstein in der Bahngeschichte markiert auch den Gewinn für tausende Fahrgäste. Zeitgewinn, Gewinn an Genuss! Die Tagesreise in die Berge könnte sein: um halb 7 Uhr morgens bei Schrippen und Kaffee im Bordrestaurant aus Berlin hinaus rollen; in München noch vor dem Mittagessen zum Eurocity wechseln; am Nachmittag in den Bergen landen und auf der Hütte Alpenpanorama und Gulasch mit Semmel genießen.

Tipp 8: Mobil mit dem Skiticket

Für den Notfall garantiert das eigene Auto Unabhängigkeit und schnelle Bewegungsfreiheit. In der Regel jedoch besetzt das gute Vehikel während des Winterurlaubs ein und denselben Platz vor dem Hotel. Denn man kurvt nicht allzu gerne über eisige Landwege oder bezahlt in den Dorfzentren Parkgebühren. Wintergäste ohne eigenes Auto bleiben überdies mit Skibussen mobil: Diese verkehren zu den Saisonszeiten von früh bis spät, die Haltestellen befinden sich in der Nähe von Unterkünften, Restaurants, Shops. Skifahrer steigen direkt vor den Gondelbahnen aus. Das Skiticket gilt als Fahrkarte. Der Erlebnisradius bleibt somit rund um den Zielbahnhof und die Unterkunft groß, ohne selbst am Steuer zu sitzen. Abgesehen davon sind in Österreichs überschaubaren Dörfern Shops, Restaurants, Aussichtspunkte sowie die Touristinfo meist auch fußläufig leicht erreichbar. Für die Autofahrt nach Österreich sind Wetter- und Staumeldungen zu berücksichtigen sowie die Mautpflicht auf Autobahnen – bei der Reise mit der Bahn keineswegs. Sie sorgt schlicht für Gelassenheit – meistens!

Tipp 9: Reisezeit ist meine Zeit

Kein Märchen: Österreichs Hoteliers berichten vom „Jetlag“ stressgeplagter Autofahrer. Ein bis zwei Tage ihres Urlaubes verstreichen, bis sie endlich zur Ruhe kommen. Bahnreisende hingegen können vom ersten Augenblick an genießen und schon bei der Anreise je nach Gusto ihre Vorfreude entfalten – mit Infos aus dem Web (WLAN in allen ICE); mit einem Prosecco im Bordrestaurant; mit angeregter Diskussion über Hütten und Bars. Kinder dürfen Hüpfen, Laufen und sich langmachen. Im maxdome-Entertainmentcenter des ICE wählen junge Fahrgäste kostenlos ihren Film. Komödien, Animationsfilme oder Tiervideos stehen im Kinderprogramm zur Wahl. Auch Erwachsene finden ein abwechslungsreiches Angebot mit über 1.000 Filmen und Serien.

Kurzum: Bahnreisende finden leicht in den Takt des Urlaubs und wieder in den Alltag zurück. Noch bevor sie zu Hause ankommen, sind die Urlaubsbilder sortiert, die e-cards versandt, die nächste Reise geplant.

Skifahrer machen eine Pause in Liegestühlen auf dem Berg.