So funktionieren die Ansagen am Bahnhof

– Wir zeigen Ihnen, was sich hinter den Lautsprecherdurchsagen verbirgt.

Alle, die regelmäßig mit dem Zug unterwegs sind, kennen sie: Die Lautsprecherdurchsagen am Bahnhof, die über ein- und ausfahrende Züge, Verspätungen oder Gleiswechsel informieren. Doch woher kommen diese Ansagen eigentlich und wer oder was steckt dahinter?

Das Ansagezentrum koordiniert und überwacht.

Verantwortlich für die Durchsagen an den Bahnhöfen ist die DB Station & Service AG, die auch für den Betrieb der Bahnhöfe zuständig ist. Im Ansagezentrum, das sich meist im oder am Bahnhof befindet, kümmern sich mehrere Mitarbeiter um die Aktualität der Informationen und die Koordinierung der Ansagen. Abhängig von der Größe des Bahnhofs ist ein Ansagezentrum teilweise auch für mehrere Bahnhöfe zuständig. Das Ansagezentrum am Hauptbahnhof Frankfurt am Main kümmert sich z.B. noch um den Bahnhof am Flughafen, die Frankfurter S-Bahn-Stationen sowie die Bahnhöfe Frankfurt Süd, Limburg Süd, Hanau, Montabaur, Offenbach Hbf und Wiesbaden.

An vielen deutschen Bahnhöfen werden die meisten Ansagen nicht mehr von Mitarbeitern durchgesagt, sondern von einer Computerstimme gesprochen. Bei kurzfristigen Änderungen oder Störungen können sich die Mitarbeiter in den Zentralen aber trotzdem jederzeit dazuschalten und eine manuelle Durchsage machen. So ist es auch möglich, die Ansagen aufzunehmen, anzuhören und dann abzuspielen. Vor allem an größeren Bahnhöfen, an denen es häufiger zu kurzfristigen Gleiswechseln oder Ähnlichem kommt, gibt es täglich Durchsagen, die von den Mitarbeitern manuell eingesprochen werden, um die Kunden bestmöglich zu informieren.

So funktionieren die Ansagen am Bahnhof

So kommen die Informationen ins System.

Doch woher bekommen die Mitarbeiter im Ansagezentrum die Informationen über einfahrende Züge, Gleiswechsel oder Verspätungen? Dies passiert ebenfalls größtenteils automatisch. In den Gleisen sind Sensoren verbaut, die registrieren, wenn ein Zug in den Bahnhof einfährt und wie z.B. die Wagen gereiht sind. Diese Informationen werden an das RIS, das Reisendeninformationssystem, weitergegeben. Dieses Programm bündelt alle Informationen zu Zügen, die auf den Strecken unterwegs sind und vermerkt auch Verspätungen oder Störungen. Auch die Zugbegleiter unterwegs bekommen darüber ihre Informationen.

Das Computersystem für die Durchsagen zieht sich selbstständig die notwendigen Informationen und stellt den Inhalt anhand einer festgelegten Richtlinie zusammen. Diese Richtlinie schreibt genau vor, wie Ansagen generell aufgebaut sind. So wird gewährleistet, dass die Ansagen immer möglichst kurz und verständlich aufgebaut sind. Sind im System einmal keine aktuellen Informationen verfügbar, nutzen die Mitarbeiter im Ansagezentrum ihre Kontakte und versuchen so, bei den verantwortlichen Stellen Angaben zu An- und Abfahrt etc. zu bekommen.