Anders schlafen – Unterkünfte der besonderen Art

– Drei Übernachtungstipps für außergewöhnliche Kurzreisen.

Am Anfang steht oft der gleiche Wunsch: „Dem Alltag einmal entfliehen“. Damit verknüpfen die einen Bilder von Sonne, Strand und mehr, andere wiederum ferne Länder und fremde Kulturen. Kurz: Einfach ein Kontrast zum alltäglichen Umfeld. Das sind alles schöne Ideen, aber an solche Orte kann man nicht mal eben spontan reisen; aus zeitlichen und finanziellen Gründen. Wir haben uns deshalb einmal nach Alternativen in der Nähe – genauer gesagt, Deutschland – umgeschaut. Da aber die wenigsten deutschen Städte einen echten Kontrast zum Alltäglichen bieten, haben wir den Fokus unserer Suche auf die Unterkünfte vor Ort gelegt. Herausgekommen sind drei Übernachtungsmöglichkeiten, die man verhältnismäßig schnell erreichen kann und die vor allem eins sind: Anders.

Auszeit & Eiszeit – Das Iglu-Dorf auf der Zugspitze

Von Dezember bis April kann man sich in den Alpen ein Bett mit Aussicht sichern. Auf der Zugspitze steht in dieser Zeit das Iglu-Dorf, in dem man übernachten und am Morgen wohl einen der spektakulärsten Sonnenaufgänge beobachten kann. Auch die Entspannung kommt nicht zu kurz, denn sogar einen Whirlpool und eine Sauna gibt es im Dorf. Beim abendlichen Fondue und einer geführten Schneeschuhwanderung lässt sich die tolle Kulisse und der Blick über vier Länder gleich doppelt genießen.

Übernachten im Koffer…pardon, im Kofftel©

Das vermutlich kleinste Hotel der Welt befindet sich in Lunzenau, einem kleinen Ort nordwestlich von Chemnitz. Im dort ansässigen Museum bekommt man nicht nur einen Einblick in die Welt historischer Bahnutensilien, sondern findet auch eine der außergewöhnlichsten Übernachtungsmöglichkeiten, die Deutschland so zu bieten hat – in einem großen Koffer, der direkt am Ufer der Zwickauer Mulde steht. Ausgestattet mit einem Doppelstockbett, einem kleinen Bad und einem Schrank, findet man dort alles, was man benötigt. Auf der kleinen Terrasse kann man abends ausgiebige Gespräche bei einem Gläschen Wein führen oder morgens gemütlich frühstücken.

Das Eisenbahnhotel

Um Eisenbahnen dreht es sich nicht nur bei Lunzenau, sondern auch in Merzen bei Osnabrück. Im Gasthof Dückinghaus kann man das Wort „Schlafwagen“ wörtlich nehmen, denn historische Eisenbahnwaggons wurden zu einen Hotel umfunktioniert. In insgesamt zu neun Zimmern umgebauten Abteilen lässt sich hier eine außergewöhnliche Nacht verbringen. Und auch ansonsten gibt es einiges zu erleben. Im Eisenbahnzimmer des Restaurants wird beispielsweise das Essen stilecht per Modelleisenbahn an den Tisch geliefert. Dort kann man es am tischeigenen Bahnhof in Empfang nehmen.

Ob man sich nun für eine Nacht in einem umfunktionierten Eisenbahnabteil oder einem Iglu entscheidet – neben den ungewöhnlichen Unterkünften, lohnt es sich natürlich auch immer die umliegenden Städte und Landschaften zu erkunden. Dafür reicht oft schon ein Wochenende und wenn man sich zeitig kümmert, ist es meist auch durchaus erschwinglich.