Besuch im DB Museum: Die Geschichte der Bahn erleben

– Eine Führung durch das Schaudepot in Nürnberg mit Blogger André.

Von Bahnhofsuhren bis Dampfwagen: Das DB Museum in Nürnberg zeigt anhand vieler Exponate die Geschichte der Bahn auf eine ganz spannende und anschauliche Art – auch für nicht-Eisenbahn-Fans.

Blogger André Dietenberger vom reisebloegle.de war für inside.bahn.de vor Ort und hat die neuen Ausstellungsflächen genauer unter die Lupe genommen:

Zur neuen Saison wurde das Freigelände des DB Museums umgestaltet. Neben diversen Loks und Waggons der neueren Generation gehört auch ein altes Stellwerk dazu. Besonders toll für Bahn-Fans: Hier kann man selbst erleben, wie man Signale stellt! Für Kinder gibt es außerdem einen Erlebnisspielplatz und eine Feldbahn.

Highlight der Ausstellung: Der Dampfwagen von Nicholas Cugnot

Auch das neue Schaudepot ist sehenswert. In einem ehemaligen Güterschuppen werden nun auf 250 Quadratmetern rund 40 Museumsstücke gezeigt, die bisher in den Lagerhallen des DB Museums auf ihren Auftritt warteten. Neben einem alten Stellwerkspult sowie diversen Bahnhofsuhren ist der Nachbau des Dampfwagens von Nicholas Cugnot von 1769 ein Highlight. Der „Fardier au Vapeur“ ist das erste selbstangetriebene Fahrzeug der Welt. Lange bevor es die ersten Dampfschiffe und Lokomotiven gab, war der Wagen schon mobil.
Übrigens: Der Nachbau des Dampfwagens entstand Anfang der 1930er Jahre für den avantgardistischen Eisenbahnfilm „Das Stahltier“ von Willy Zielke.

Dampfwagen Fardier au Vapeur

Der Nachbau des Dampfwagens „Fardier au Vapeur“von Nicholas Cugnot von 1769.

In den Depots des DB Museums schlummern einige Schätze

Was ich besonders spannend im Schaudepot fand? Die original kupferne Feuerbüchse des 1935 nachgebauten Adlers, eine Motordraisine und den „Dorpmüller-Gleismesswagen“.
Doch es schlummern noch viele Schätze im Dunkeln: In den Depots des DB Museums stehen noch über 16.000 weitere Stücke aus 180 Jahren Bahngeschichte. Jedoch geht es dem DB Museum Nürnberg nicht anders, als anderen Museen: „Es ist nicht genug Geld da, um alle schön herzurichten“, sagt Museumsleiterin Russalka Nikolov.

Dorpmüller-Gleismesswagen

Der Dorpmüller-Gleismesswagen von Eisenbahningenieur Julius Heinrich Dorpmüller.

Tipp: Der Eintritt ins DB Museum ist für bahn.bonus comfort-Kunden kostenlos.

Andrés Fazit: Ich finde ein Besuch im DB Museum lohnt immer. Da es unweit dem Hauptbahnhof Nürnberg liegt, lässt sich das auch mal als Zwischenstopp einplanen.
Das Freigelände ist für Klein und Groß gleichermaßen spannend und wurde mit dem neuen Schaudepot auch noch einmal aufgewertet.

360°-Foto aus dem Schaudepot:

 

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AndréDietenbergerAndré Dietenberger ist Reiseblogger aus Stuttgart. Auf seinem Reise Blögle schreibt er vor allem über Reisen innerhalb Deutschlands. Der begeisterte Bahnfahrer legt dabei die meisten seiner Reisen mit der Bahn zurück.