Darum bietet die Deutsche Bahn Strom für Privatkunden an

Wir verraten, was sich hinter dem Angebot für Privatkunden verbirgt.

Seit Juli 2017 bietet die Deutsche Bahn Strom für Privatkunden an. Warum gerade die Deutsche Bahn? Um diese Frage zu klären, haben wir uns bei DB Energie erkundigt und spannende Infos zu dem Angebot eingeholt. Im Artikel erfahren Sie die Unterschiede zum Bahnstrom und woher der Strom für die Haushalte in Deutschland kommt.

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Die Deutsche Bahn als Stromanbieter

DB Energie ist als Bahntochter gegründet worden, um Energie für den Eisenverkehr in Deutschland bereitzustellen. Seit mehr als zehn Jahren versorgt die Bahntochter auch Industrie, Handel und Gewerbe mit Energie. Mittlerweile – und das wissen die wenigsten – ist DB Energie der fünftgrößte Stromversorger in Deutschland. Das Know-how ist also da, nun wird dieses mit DB Strom auch Privathaushalten in Deutschland angeboten.

Herkunft des DB Stroms

Der Strom wird – wie bei anderen Anbietern – überwiegend an den Strombörsen eingekauft. Aufgrund langjähriger Erfahrung und gelernter Prozesse sieht sich DB Energie in der Lage, DB Strom – als Grünstrom – deutlich preiswerter anzubieten als die Grundversorger ihren Graustrom. In dieser Differenz sieht das Unternehmen seine Marktchance.

Aufgrund des Einkaufsvolumens sind Mitarbeiter der DB Energie täglich an den Strombörsen und auch dem außerbörslichen Handel OTC tätig und können so für ihre Kunden gute Konditionen an den Beschaffungsmärkten realisieren.

Der Privatstrom stammt ausschließlich aus erneuerbaren Energien

Im Privatkundengeschäft setzt DB Energie ausschließlich auf Grünstrom. Da mit DB Strom insbesondere auch Bahnfahrer angesprochen werden, liegt es nahe, als Umweltvorreiter im Verkehrssektor, ausschließlich Grünstrom anzubieten. Unser Grünstrom für Privatkunden wird nach den Regeln des „ok-power-Labels“ zertifiziert. Das Label garantiert unter anderem, dass mindestens 33 Prozent des Stroms aus Neuanlagen stammt. Welche Anlage als Neuanlage anerkannt wird, unterscheidet sich je nach Art der Stromerzeugung. Als Kunde von DB Strom können Sie also versichert sein, dass sie die Energiewende aktiv unterstützen, weil sie die Nachfrage nach neuen Anlagen zur Produktion erneuerbarer Energien fördern.

Großer Unterschied:  Strom für Privathaushalte und Strom für Züge

Oberleitungsmasten im Bahnstromnetz im Gleisvorfeld am Leipziger Hauptbahnhof

Die beiden Angebote stammen technisch aus ganz unterschiedlichen Welten. Aus historischen Gründen hat der sogenannte Bahnstrom, mit dem unsere Züge in Deutschland fahren, eine Frequenz von 16,7 Hz. Im öffentlichen Netz, der Strom, der bei uns zu Hause aus der Steckdose kommt, sind es 50 Hz.

Bahnstrom wird extra für die Eisenbahn produziert oder über sogenannte Umrichterwerke aus dem „normalen“ Strom transformiert. Nicht nur der Bahnstrom selbst, auch die gesamte Infrastruktur ist auf 16,7 Hz ausgerichtet. Deswegen ist es auch nicht möglich, das ganze System auf 50 Hz umzustellen, auch wenn moderne Elektroloks mit dieser Frequenz heute kein Problem hätten.

[Aktualisierung am 17.11.2020: Hinweis zum aktuellen Angebot für Privatkunden eingefügt.]