1 7 1 0
Direkt zum Inhalt springen

Eisenbahner mit Herz – die Preisträger 2015

– Mit dieser Auszeichnung wählen Bahnfahrer jährlich ihre Helden des (Bahn-)Alltags.

Verspätungen, witterungsbedingte Störungen, Zugausfälle – natürlich gibt es Situationen, die Bahnreisende ärgern. Umso besser, wenn sie dann an einen Eisenbahner mit Herz geraten, der schwierige Situationen meistert, zu Hilfe eilt, mit Rat und Tat zur Seite steht oder die Bahnfahrt einfach nur zu einem positiven Erlebnis macht.
Seit 2010 gibt es die Auszeichnung „Eisenbahner mit Herz“, die genau diese Menschen ehren soll. Mehrere Hundert Geschichten mit positiven Erlebnissen von Reisenden sind dieses Jahr bei der Allianz pro Schiene, dem Ausrichter des Wettbewerbs,  eingegangen.

Hier erfahren Sie mehr zur Aktion „Eisenbahner mit Herz" und den diesjährigen Preisträgern.

Am 15. April 2015 wurden die diesjährigen Gewinner des Publikumspreises gekürt. Neben den üblichen Plätzen eins bis drei gab es zum 5jährigen Jubiläum einen Sonderpreis zu vergeben: Herbert Kusche freute sich über die Ehrung für den Meistnominierten.  Kein anderer Eisenbahner wurde  seit dem Start des Wettbewerbs häufiger für den Preis vorgeschlagen wie der DB-Regio-Mann aus Singen. Was den Zugbegleiter der Schwarzwaldbahn ausmacht, zeigen die  Aussagen der Reisenden, die Herrn Kusche immer wieder als Kandidaten nominierten.

Und was sagt der „Star der Schwarzwaldbahn“ Herbert Kusche selbst dazu? Wir haben den sympathischen Zugbegleiter zwischen Gleis und Zugtür gefragt:

Sie wurden jedes Jahr von vielen Reisenden nominiert – ehrt Sie das?
Ich staune jedes Jahr und fühle mich sehr geschmeichelt. Es bedeutet mir sehr viel „Eisenbahner“ zu sein. Die Bahn ist ja fast mein zweites Zuhause.
Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit besonders gut?
Eigentlich alles.  Besonders die Arbeit mit den Reisenden; aber auch unsere tolle Truppe in Konstanz.
Wie sind Sie zur Bahn gekommen?
Zur Bahn bin ich auf dem zweiten Bildungsweg gekommen. In meinem gelernten Beruf als Kfz-Schlosser konnte ich aufgrund eines Armee-Unfalls nicht mehr arbeiten. Begonnen hat dann alles im Mai 1976  bei der Reichsbahn in Eilsleben.
Haben Sie eine Lieblings-Strecke, die Sie besonders gerne fahren?
Eindeutig die Strecke mit der Schwarzwaldbahn von Karlsruhe nach Konstanz: Die schönste Strecke Deutschlands mit den besten Gästen!

Bronze, Silber, Gold – Plätze 1 bis 3
Der erste Platz ging an den „Streckenräumer“ – Lokführer der Schönbuchbahn WEG (Veolia) Ernst Dast, der an einem stürmischen Abend schon mal selbst nach einer Notbremsung Hand anlegte und die Schienen von herabfallenden Ästen befreite.

Über Silber durfte sich Bistro-Stewardess Kornelia Scherer (DB Fernverkehr Hannover) freuen, die einem kranken englischen Paar, die Reise erträglich machte, indem Sie den verletzten Fuß der Verletzten ruhig stellte, sich um das Gepäck kümmerte und das Ehepaar rundumversorgte.

Den dritten Platz belegte Axel Schäfer von der S-Bahn Frankfurt. Er half einer Frau auf, die gestürzt war und ihre Brille im Gleisbett verloren hatte. Er brachte Sie in der 1. Klasse unter und sorgte auch für die Rettung der Brille, die Kundin einige Tage später dann liebevoll verpackt per Post entgegennahm.

Sie kennen auch einen Eisenbahner, der im Dienst besonders viel Herz gezeigt hat? Hier können Sie  Ihren Lieblingsbahner nominieren.

Hinterlassen Sie einen Kommentar
Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen? Wir freuen uns über Ihren Beitrag!
Schreibe einen Kommentar
0 Antworten