Entwicklung in Sprints: Hinter den Kulissen der App DB Navigator

– So arbeiten die DB Navigator Scrum-Teams.

Verbesserungen an der App DB Navigator für Bahnfahrer schneller sichtbar machen: Das war das Ziel, als die Bahn vor einem Jahr die Arbeitsweise in der App-Entwicklung umstellte. Dass jetzt geordnetes Gedränge herrscht, ist gewollt.

Wenn Armin Böhmer und die Entwicklerteams vom DB Navigator sprinten, geht es nicht ums Laufen. In einem sogenannten „Sprint“ erstellen er und die Entwickler in zwei bis vier Wochen neue Funktionen oder Produktfeatures für den DB Navigator. Armin Böhmer ist Product Owner der App, zu Deutsch: „Produkteigentümer“. Verkürzte Buchungsstrecken, intuitive Menüführung und verbessertes Design – Armin Böhmers Aufgabe ist es, die App kontinuierlich weiterzuentwickeln. Damit Reisende mit wenigen Klicks Tickets kaufen können und alle Informationen zu ihrer Verbindung finden.

Die Rollen im Scrum-Team

Der „Product Owner“ weiß aus Kundenfeedback, Befragungen und Tests, welche Funktionen die App-Nutzer benötigen. Er priorisiert diese Anforderungen in einer Liste: dem „Product Backlog“.

Der „Scrum Master“ leitet das Scrum-Team an, fördert die hohe Eigenverantwortung der Teammitglieder, beseitigt Hindernisse und achtet auf die Einhaltung des Scrum-Prozesses.

Das Entwicklerteam besteht aus Programmierern, Designern und Testern. Sie setzen die Entwicklungen eigenverantwortlich in sogenannten „Sprints“ um, die zwei bis vier Wochen dauern.

Schnell, schneller, Scrum-Teams – von einer Verbesserung zur nächsten

Vor einem Jahr stellte die DB die Entwicklung vom DB Navigator auf die „Scrum“-Arbeitsweise um. Der Begriff „Scrum“ kommt aus dem Rugbysport und beschreibt die Situation, in der sich mehrere Spieler gleichzeitig über den Ball drängen und versuchen ihn zu ergreifen – ein „geordnetes Gedränge“. In der Entwicklung vom DB Navigator dient Scrum dazu, Prozesse zu beschleunigen. Viele Start-ups aus der Technologie-Branche arbeiten ebenfalls nach diesem Prinzip.

Vor der Umstellung auf die agile Arbeitsweise waren alle Arbeitsschritte nach der Wasserfall-Logik von der Planung bis zur Umsetzung festgelegt und wurden schrittweise bearbeitet. Nichts lief parallel und für die Entwickler war es kaum möglich im laufenden Prozess Ideen einzubringen. Scrum funktioniert hingegen wie ein Kreislauf, in dem Arbeitsschritte täglich besprochen und hinterfragt werden. „Wir arbeiten jetzt viel flexibler. Wenn ein Teammitglied im Sprint eine Idee hat, können wir diese sofort umsetzen“, sagt Armin Böhmer.

Viele App-Updates in Planung

Der DB Navigator soll Reisende unterwegs ideal begleiten und dafür alle Informationen und Funktionen bereitstellen, die sie brauchen. „Die Herausforderung ist, die Bedienung der App einfach zu halten“, so Böhmer. Da sich Anforderungen an die App je nach individueller Reisesituation deutlich unterscheiden, soll die App künftig zum Beispiel noch stärker personalisierbar sein. Jeder Reisende soll dann das Menü nach individuellen Bedürfnissen anpassen können. Bis dahin werden Armin Böhmer und die Scrum-Teams noch einige Sprints angehen.

Hintergrundgrafik: So arbeiten die Scrum-Teams

Infografik: Die Entwicklung der App DB Navigator