So sieht der Arbeitsplatz eines Fahrdienstleiters aus

Diese Bedienoberfläche muss ein Fahrdienstleiter im Stellwerk bedienen.

Auf zehn Bildschirmen flackern Meldungen, blinken Grafiken und laufen Funksprüche durch – alles gleichzeitig, in jeder Schicht. Wir haben uns den Arbeitsplatz von einem Fahrdienstleiter in einem elektronischen Stellwerk angeschaut und gewähren Ihnen einen Einblick.

Der Beruf des Fahrdienstleiters ist vergleichbar mit dem des Fluglotsen. Die Verantwortung ist groß und auch wenn man den Fahrdienstleiter im elektronischen Stellwerk als Kunde nicht sieht, hat er durch seine Arbeit unmittelbaren Einfluss auf den Kunden. Er sorgt für den reibungslosen, sicheren und pünktlichen Zugverkehr in seinem Bahnhof. In Deutschland gibt es mehr als 12.000 Fahrdienstleiter.

Der Fahrdienstleiter-Arbeitsplatz mit all’ seinen Komponenten

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Das ist das Herz des Zugfunks: Mit diesem Telefon kann der Fahrdienstleiter über das GSM-R-Netz (Global System for mobile Communication-Railway) Kontakt zu Lokführern aufnehmen. Alle Gespräche über dieses Netz werden separat aufgezeichnet.

Eine Wechselsprechanlage dient der Kommunikation mit Rangierern und Weichenwärtern. Die Festnetztelefonanlage befindet sich ebenfalls dort, auf die im Notfall zurückgegriffen wird, wenn das Zugfunk-System ausfällt.

Auf diesen vier Monitoren sieht der Fahrdienstleiter den aufgeschalteten Bahnhof als Bereichsübersicht. So überwacht er den Zugverkehr und stellt Ein- und Ausfahrten ein.

In der Lupenansicht wird ein bestimmter Bereich aus der Bereichsübersicht vergrößert, sodass der Fahrdienstleiter Weichen und Gleise sperren sowie Weichen umstellen kann.

Die Kommunikationsanzeige dokumentiert die Sperrungen und Störungen für den Fahrdienstleiter. So hat er bei einer Störung sofort den Überblick. Über die Kommunikationsanzeige erfolgt ebenfalls die Aufschaltung der Monitore und das An- und Abmelden bei Schichtwechsel.

Der Streckenspiegel ermöglicht dem Fahrdienstleiter einen Blick über seinen Bahnhof hinaus. Er sieht, welche Züge in der Anfahrt sind und kann seine Disposition planen.

Die Bahnhofsgrafik zeigt den digitalen Fahrplan für den Bahnhof. So kann der Fahrdienstleiter sehen, wo welcher Zug hinfährt und ob dieser Verspätung hat. Mit diesem Hilfsmittel können auch Gleisverlegungen vollzogen und kenntlich angezeigt werden.

Die Maus ist das Hauptbedienelement für den Fahrdienstleiter im elektronischen Stellwerk. Damit führt er alle wichtigen Bedienungen durch: Fahrstraßen einstellen, Weichen und Signale stellen, Gleise und Weichen sperren.

In das Zugmeldebuch trägt der Fahrdienstleiter Streckensperrungen und Zugmeldungen ein. Das ist relevant für Streckenabschnitte zwischen zwei Bahnhöfen.

Im Fernsprechbuch werden Weichen- und Gleissperrungen eingetragen und sind auch für die Kollegen beim Schichtwechsel direkt einsehbar. Das ist für den Bahnhof relevant.

Mit der Tastatur stellt der Fahrdienstleiter Fahrstraßen ein, Weichen um und sperrt Gleise. Die Tastatur wird zum Beispiel für die Eingabe in der Kommunikationsanzeige verwendet. Sollte die Maus einmal ausfallen, kann die Tastatur als Rückfallebene genutzt werden.

Der Arbeitsplatz in einem elektronischen Stellwerk kann von dem Fahrdienstleiter beliebig an seine Bedürfnisse angepasst werden. Auch einen Lokführer-Führerstand haben wir uns bereits angeschaut und für Sie erklärt, was ein Regionalbahn-Lokführer alles auf seiner Fahrt zu bedienen hat.

Sie interessieren sich für den Beruf des Fahrdienstleiters? Dann schauen Sie bei unseren Kollegen von DB Karriere vorbei – alle Infos hier!

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