Snack-Tipps für die Familienreise

– Frische Tipps zum gesunden Reiseproviant

Die nächste Bahnfahrt mit Kindern im Schlepptau ist in Planung. Doch wie sieht eine angemessene Wegzehrung aus? Wer es richtig anstellt, sorgt mit dem Snack zusätzlich für Unterhaltung. Vier Antworten zu den gängigsten Proviantfragen auf Reisen.

1. Was ist leicht verdaulich und gesund?

Nicht schaden kann es, wenn alle, schon bevor’s auf die Reise geht, bereits wohlig satt sind, also vorher zu Hause beispielsweise Nudeln (Kinder) oder Salat bzw. Fisch (Eltern) gegessen haben. In die Brotbox für die Fahrt gehören dann natürlich eher Vollkorn- als Weißbrotschnitten und Paprika- oder Möhrenschnitzen statt Schokolade. Als Aufschnitt am besten Sorten wählen, die auch ungekühlt länger schmecken und gut aussehen. Sprich: Hart- statt Weichkäse und Salami statt Leberwurst.

Leicht verdaulich und lecker sind Weintrauben. Und wenn’s etwas Süßes sein soll: Gummibärchen. Aber machen Sie sich keinen Stress mit der richtigen Ernährung unterwegs, das ist alles halb so wild. Einjährige brauchen 120 Gramm Obst und Gemüse pro Tag, Kinder bis 6 etwa 200 Gramm. Mit anderen Worten: Wenn ein Kind am Reisetag insgesamt die Menge eines kleinen Apfels isst, sind Sie definitiv im grünen Bereich.

2. Wie macht man Gesundes attraktiver für Kinder?

Kinder essen doppelt so viel Obst und Gemüse, wenn es ihnen mundgerecht angeboten wird, das hat eine Studie der Uni Dortmund ergeben. Also: Schneiden Sie Möhren, Kohlrabi, Gurken oder Paprika in kleine Stifte oder Streifen. Hübsch anzusehen – denn das Kinderauge isst mit – sind auch Radieschen oder Cocktailtomaten. Ansonsten hilft dieser simple Trick: Apfelstücke auf kleine Zahnstocher spießen und mit ein wenig Zitrone beträufeln, dazu evtl. noch einen Käsewürfel und eine Weintraube kombinieren. Der Spieß weckt das Party-Feeling im Kind, und die Säure verhindert das bräunliche Verfärben.
Was auf Reisen auch schon mal sein darf: Bunte Streusel machen aus einem normalen Apfel einen coolen Apfel – und zwei Gurkenstückchen auf Frischkäse und über einem gelben Paprika-Dreieck verwandeln ein Salamibrot in ein Angry-Bird-Bildnis. Auch hübsch: eine Handvoll Weintrauben quer aufspießen und die vorderste mit zwei Olivenringen auf einem Klecks Frischkäse verzieren – und fertig ist die kleine Raupe Nimmersatt.

Pausenbrote für die Bahnfahrt

3. Welches Getränk ist das richtige?

Das wissen Sie natürlich selbst: Mineralwasser (Bonuseffekt: macht beim Verschütten keine Flecken!) oder ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees. Und zwar am besten in Plastikflaschen. Glas wiegt nicht nur mehr, sondern kann auch hinfallen und kaputtgehen. Damit Sie planen können, wie viel Wasser Sie mitnehmen müssen: Einjährige sollten rund 600 ml am Tag trinken, Zwei- bis Dreijährige 700 ml und Kinder zwischen 4 und 6 etwa 800 ml.

4. Was hilft bei akutem Süßhunger?

Der ist ja nur in wenigsten Fällen wirklicher Appetit, sondern eher Ausdruck von Langeweile. Kindern ab etwa drei Jahren kann man diesen Wunsch ganz einfach mit einem zuckerfreien Kinder-Kaugummi erfüllen. Das schmeckt süß – und reinigt ganz nebenbei sogar noch die Zähne. Wenn das nicht hilft: Nicht einfach schnell mal Schokolade herunterschlingen lassen, sondern die Nascherei wenigstens zu einer kleinen Zeremonie machen.

Vielleicht schon zuhause die Süßigkeit in einer Art Überraschungsbox oder –tüte nett verpackt haben. Was sich gut dafür eignet: Kekse ohne Schokolade, Trockenfrüchte oder Nüsse. Extra-Tipp zur Beschäftigung gelangweilter Kinder: Zuckerschoten, die sie selbst vor dem Verzehr erst noch öffnen müssen.

 

Text: Margot Weber
Entstanden in Kooperation mit 

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