Im ICE zur inneren Ruhe: 6 Yoga-Übungen für die Bahn

– Auch nach langen Bahnfahrten mit der Familie erfrischt ans Ziel

Gelassenheit, Ruhe und Kraft: Mit Yoga finden viele zu ihrer inneren Balance. Sollte der hektische Alltag mal keine Zeit für den Besuch im Studio lassen, kann auch gerne der ICE herhalten. So kommen Passagiere auch nach längeren Zugreisen erfrischt an ihr Ziel. „Dadurch, dass der Zug in Bewegung ist, erfordern Übungen wie ‚der Krieger’ besonders viel Balance. Das gibt Kraft, spendet innere Ruhe und festigt den Stand im Leben,“ sagt Yoga-Lehrerin Lucia von Fürstenberg-Maoz. Mit ihrer Hilfe haben wir sechs Übungen zusammengestellt, die sich ideal für die Bahnfahrt eignen – und zwar für die ganze Familie.

Einsteigen und entspannen mit der Wechselatmung

Das Gepäck ist verstaut, der Sitzplatz gefunden, der Zug rollt an. Für die nächsten Stunden heißt das erst einmal: Augen zu und entspannen. Jetzt eignet sich die Atemübung „Nadi Shodhana“ hervorragend, um den Kopf frei zu bekommen. Machen Sie es sich dafür im Schneidersitz gemütlich. Der Oberkörper sollte gestreckt sein. Schon nach wenigen Minuten spüren Sie, wie die Atemkanäle gereinigt werden.

Ganz schön durchgedreht: die „Adlerarme“

Nachdem der Puls den Ruhebereich erreicht hat, geht es weiter mit den Adlerarmen „Garudasana“. Dazu stellen Sie die Beine wieder auf den Boden, das unterstützt den aufrechten Sitz. Die Dehnübung lockert verspannte Schultern und Nacken.

Schulterkreisen auf Gleisen

Genug gesessen. Bei dieser Übung sollte sich der Sitznachbar in Acht nehmen – oder mitmachen! Die Bewegung löst Verspannungen in den Schulterblättern und öffnet den Brustkorb.

Wenn im Zug Bäume wachsen

Der Baum ist eine gute Balance-Übung. Er funktioniert zwar auch allein, zu zweit halten Sie der nächsten Kurve aber noch besser stand. In der heiligen Sprache Indiens heißt die Position „Vrksasana“. Sie ist dafür bekannt, Energie und Stabilität zu verleihen. Lust auf eine Challenge? Treten Sie gegen einen anderen „Baum“ an. Wer länger steht, gewinnt!

Dehnen bis zum Ankommen

Beim Yoga geht es um Dehnung und Öffnung des Körpers. Das gilt auch für die seitliche Dehnung nach dem „Tadasana“-Vorbild. Sie dehnt Lunge und Flanken und verbessert dadurch die Atemqualität. Die Position kann im Sitzen oder Stehen geübt werden. Wichtig ist, dass das Gewicht auf beiden Füßen verteilt ist. Und vergessen Sie vor lauter Dehnen nicht das Atmen!

Der „Krieger II“ im Kampf gegen die Gleise

Erdet, fokussiert und stärkt das Selbstbewusstsein: „Der Krieger II“ oder auch „Virabhadrasana“ ist im fahrenden ICE eine besondere Herausforderung. Denn hier geht es um den festen Stand. Wenn Sie sich jetzt fragen, was mit Krieger I passiert ist – der ist für die Zugfahrt nicht so gut geeignet wie sein Nachfolger.