Von Playmais und Tigern: Kinderbetreuung bei der Bahn

– Eine Kinderbetreuerin in der Bahn erzählt von ihren Erlebnissen.

Mandy Moraru ist 22 Jahre alt, studiert Mathe und liebt Kinder. Während ihrer Schulzeit ging sie zum Babysitten zu befreundeten Familien nach Hause. Heute steigt sie für ihren Lieblings-Nebenjob in den ICE. Sie ist Kinderbetreuerin bei der Bahn.

Mit ihrer herzlichen und offenen Art fällt es Moraru leicht, den einen oder anderen schüchternen Zuggast aus der Reserve zu locken. „Spätestens, wenn wir unseren Spielkoffer auspacken, versammeln sich die Kids neugierig um den Tisch“, sagt die Kinderbetreuerin. Dabei gibt es einen klaren Favoriten unter Gesellschaftsspielen, Bastelutensilien und Co.: „Den Playmais mögen die Kinder am liebsten. Die bunten Puffreis-Bohnen kleben ganz leicht zusammen, wenn man sie leicht befeuchtet. Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt“.

Dass sie in Sachen Bahn-Kinderbetreuung Profi ist, beweisen Morarus eigene Bastelfertigkeiten: Im Nu klebt sie uns einen kleinen ICE zusammen. Während die Studentin mit ihren Schützlingen am Tisch bastelt und spielt, entstehen neben Kunstwerken auch gute Freundschaften – und das nicht nur unter den kleinen Fahrgästen. Matthias Höfele, der Geschäftsführer des Kinderbetreuungunternehmens Proki erzählt: „Einmal haben unsere Kinderbetreuer an Bord ihre bunte Theater-Schminke ausgepackt. Die Kleinen lieben es, in Katzen oder Tiger verwandelt zu werden. Plötzlich bat auch eine benachbarte Seniorin darum. Sie wollte ihre Enkel bei der Ankunft als Tiger überraschen.“ Ein Heidenspaß für das ganze Zugabteil.

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