Langeweile ade: 9 Tipps für die Wartezeit am Gleis

– Familien-Spielideen für den Bahnhof

„Sicher ist sicher“ sagen sich reisende Eltern mit Kindern oft und planen ausreichend Puffer für ihre Bahnreisen ein. Funktioniert dann doch alles reibungslos, bleiben der Familie noch etliche Minuten am Bahnsteig, die gefüllt werden wollen. 9 Tipps, mit denen Eltern die Wartezeit am Bahnhof in ein unterhaltsames Familienvergnügen verwandeln.

1. Synchronsprecher in spe

„Was der Mann da vorne wohl in seinem Riesenkoffer transportiert? Und wo geht die grinsende Frau mit den Blumen hin?“ Jeder Reisende trägt seine eigene Geschichte mit im Gepäck. Beim „Bahngleis-Live-Theater“ verleihen die Mitspieler den interessantesten, vorbeilaufenden Personen eine Stimme und bringen so ihre Gedanken zum Vorschein. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Dem Spaß natürlich auch nicht.

2. Eine Postkarte an Oma und Opa schreiben

Keiner freut sich so sehr über einen kleinen Reisegruß wie die Großeltern. Wieso die Zeit nicht nutzen und den beiden ein paar Zeilen zusenden? Und zwar auf die klassische Art. An fast jedem Bahnhof gibt es Buchhandlungen, die schöne Ansichtskarten und Briefmarken führen. Ein paar nette Worte draufschreiben, abschicken – fertig. Die werden sich freuen!

3. Das Bahnhof-Rate-Quiz für kleine Zeichner

„Rate mal, wo ich grad bin.“ – so heißt der Text zu dem Bild, das kleine Zeichentalente ihren Freunden bei diesem Ratespiel per Handy schicken. Was auf dem Foto zu sehen ist? Das Bahnhofsgebäude – selbstgezeichnet und abfotografiert. Tipp: Charakteristische Zeichendetails wie der riesige Torbogen des Nürnberger Hauptbahnhofs vereinfachen das Rätselraten. Und schon kommen die ersten Antwortnachrichten reingeflattert!

4. Für drei Minuten Shooting-Star

Wer demnächst ein Passfoto für einen Reisepass braucht, kann beruhigt sein: An vielen Bahnhöfen steht für solche Fälle ein Fotoautomat bereit. Sie sind aber auch spannende Entertainment-Boxen für gelangweilte Kinder auf Reisen. Denn die Kabine bietet auch Junior-Fotomodels die perfekte Bühne für ein Shooting. Die gute Nachricht: Der Automat spuckt das Resultat immer in vierfacher Ausführung aus, so bekommen alle ein Foto.

5. Austoben in der Kinderlounge

Klettern statt Warten – so lautet die Devise in der Kinderlounge der Bahnhofsmission. In der gemütlichen Spielecke, an der Kletterwand, mit Gesellschaftsspielen oder Videokonsolen geht die Wartezeit schneller vorbei, als kleinen Passagieren lieb ist. Die Lounges stehen zum Beispiel in den Bahnhöfen in Nürnberg, Köln, Essen, Frankfurt und Düsseldorf zum Austoben bereit – und haben schon so einige Kinder in überpünktliche Reisende verwandelt.

6. Schäfchen zählen war gestern

Ob Züge, Geschäfte oder Koffer: Ab jetzt heißt es zählen, zählen, zählen. Denn was besagt das Einmaleins der Langeweile? Die Beschäftigung ist ihr größter Feind! Wird das Spiel zu langweilig, ist es Zeit für die nächste Schwierigkeitsstufe: Zählen in Fremdsprachen. Wer ins Ausland verreist, kann auf diese Weise schon einmal die Sprache der Urlaubsdestination üben und un, deux, trois – schon fährt der Zug ein.

Junge mit Teddy sitzt auf Bank

7. Regionale „Erschmeckungsreise“

Berliner Currywurst, Hamburger Franzbrötchen oder Lübecker Marzipan: Wie wäre es mit einer Entdeckungsreise für den Gaumen? Kleine Extra-Aufgabe: Welche Spezialitäten in der Region auf dem Speiseplan stehen, müssen die Kleinen selbst herausfinden. Etwa, indem sie bei den netten Kollegen und Kolleginnen am Infoschalter nachfragen.

8. Bunte Überraschung am Infoschalter

Von Abfahrtszeiten bis zum kürzesten Weg zur Toilette – die Mitarbeiter am Infoschalter helfen Bahnreisenden gern bei verschiedenen Anliegen aus der Patsche. Wer Langeweile hat, kann sich Stift und Zettel schnappen und ein schönes Portrait von den treuen Helfern im Schalter malen. Unauffällig in die Warteschlange einreihen und beim Aufrufen dann das Kunstwerk übergeben. Die werden ganz schön Augen machen!

9. „Du, Papa, wie weit ist es eigentlich bis …“

Köln, Hamburg oder Zürich? Beim Kilometer-Raten schätzen Familien die Distanzen von ihrem Bahnhof aus bis zu den verschiedensten Orte Deutschlands oder sogar Europas. Inspiration bietet zum Beispiel die Informationstafel über die bevorstehenden Zugabfahrten. Dabei entpuppt sich, wer der geborene Schätz-Meister ist. Und falls auch Papa mal keinen Rat weiß, hilft Google Maps aus.