Familienurlaub im unentdeckten Pitztal

– Fernab vom Massentourismus und inmitten unberührter Landschaft.

Meine Frau Carolina, unser dreijähriger Sohn Max und ich steigen in Nürnberg in den ICE Richtung Pitztal in Tirol. Mit dem Zug fahren wir der Erholung entgegen und genießen die Zeit, die nur uns dreien alleine gehört – im Auto wäre es nicht so entspannt.

Gut versorgt im Kleinkindabteil

Ich verstaue erstmal den Faltbuggy, während Max und meine Frau Caro auf den reservierten Plätzen im Kleinkindabteil Platz nehmen – für Familien eine prima Idee. Schon rollt der Zug aus dem Bahnhof Nürnberg in Richtung „Urlaub“. Koffer haben wir diesmal keine mit, die reisen nämlich mit dem Gepäckservice der Deutschen Bahn. Der Kleine fährt kostenlos und wir Dank Sparpreisen wirklich günstig nach Österreich. „Gib ihm doch seinen Bagger“, bitte ich Caro. Max strahlt sofort, als er sein Lieblingsspielzeug sieht und tollt gleich im Krabbelbereich herum. Caro und ich halten inne, lächeln uns an und freuen uns über unseren ersten gemeinsamen Familienurlaub.

Eine schöne Aussicht auf Pitztal.

„Ich hole uns einen Kaffee“, sage ich zu meiner Frau, die sich sehr darüber freut, dass das Bordrestaurant und –bistro nebenan sind. Eine aufmerksame Servicemitarbeiterin hat uns mit Max einsteigen sehen und schenkt mir herzlich lachend den „Kleinen ICE“, eine sprechende Spielfigur. Als ich zurückkomme, hat Max bereits eine neue Spielgefährtin in seinem Alter gefunden, die den Bagger interessanter findet als ihre Puppe. „Jeden Tag eine gute Fahrt!“, singt der kleine ICE, den ich auf den Boden lege und dem Max mit großen Augen seine ganze Aufmerksamkeit widmet.

Unter Eltern Bahn fahren

„Wohin reisen Sie denn?“, fragt uns Saskia, eine junge Mutter von gegenüber. „Nach St. Leonhard ins Pitztal“, antwortet Caro. „Traumhaft! Da bin ich auch schon mal gewesen, allerdings zum Skifahren. Ist es dort auch im Sommer schön?“, fragt Saskia weiter, worauf Caro meint: „Aber natürlich. Sie können dort wandern, mit den Kids angeln gehen oder einfach die Ruhe der großteils unberührten Landschaft, die mich irgendwie an Skandinavien erinnert, genießen: Im Pitztal ist es auch eher ruhig.“ In der Tat, das Pitztal in Tirol ist noch nicht überlaufen, zwar bestens erschlossen, aber vom Massentourismus weit entfernt. Außerdem ist dort der Urlaub für Familien leistbar. „Wir werden mit Max ein wenig wandern gehen, er soll die Berge kennen lernen“, werfe ich ein. Ich sehe Saskias fragendes Gesicht. „Natürlich gehen wir nicht nur in die Berge“, lache ich. „Es gibt dort auch einen tollen Kinderclub mit Tagesprogramm und sogar einen Kindergarten für die ganz Kleinen.“

Während wir uns weiter unterhalten und Max mit seiner neuen Freundin spielt, kommt der Zugbegleiter, kontrolliert unsere Tickets und wünscht uns eine gute Fahrt. Der ICE bahnt sich währenddessen weiter durchs Land, die Autos auf der A9 scheinen zu stehen. „Ohne die Geschwindigkeitsanzeige würden wir von Tempo 300 nichts merken“, bin ich erstaunt. „Wir sollten vielleicht öfter mit der Bahn reisen.“ „Sag ich doch!“, freut sich Caro, „Für die österreichische Vignette, die wir uns zudem erspart haben, gönnen wir uns im Hotel gleich einen Drink.“

In München steigen wir in den ÖBB Railjet nach Imst-Pitztal um, von dort ist es nur mehr ein entspannter Augenblick bis ans Ziel. Ein Lachs- & Oberskren-Sandwich für mich und Caro gehen sich aber noch aus. Max mag lieber ein Stück Apfel. Die Fahrt entlang des Inns mit Blick auf die Tiroler Berge lässt sich auf diese Weise noch besser genießen. Es dauert nicht lange und der Zug wird langsamer. „Nächster Halt: Imst-Pitztal“, lautet die Information aus dem Lautsprecher. Für mich ist es das erste Mal, dass mich die Anreise entspannt und der Urlaub bereits im Zug beginnt. Bahnfahren ist sicher das Reisen von morgen: Wir sind vielleicht die letzte Generation, für die der Stau zum Urlaub gehört hat. Aber jetzt starten Caro, Max, der Bagger und der kleine ICE mit dem Pitztaler Regiobus direkt nach St. Leonhart.

Facts zum Familienurlaub im Pitztal:

Anreise mit der Deutschen Bahn: Stündlich von Nürnberg (ICE) über München bis Imst-Pitztal (EC/Railjet), schnellstens in 4 h 10 min – staufrei, entspannt, familienfreundlich. Von dort geht´s mit dem Bahnhofshuttle in die Orte des Pitztals. Bereits ab € 39 mit den Sparpreisen der Bahn. Und immer günstig auch mit den BahnCard-Rabatten, zB. von Nürnberg mit der BahnCard 50 bereits ab € 58,85

Reisen mit Kindern: Kinder unter 6 Jahren fahren in Begleitung von Eltern/Großeltern kostenlos. Kinder unter 15 Jahren fahren bei Eintrag ins Ticket der Eltern/Großeltern kostenlos mit.

Mobilität im Pitztal: Gut ausgebautes öffentliches Busangebot im ganzen Tal.

Neu bei der Deutschen Bahn: Jetzt Ticket schon bis zu 180 Tage im Voraus buchen!

Das Pitztal in Tirol: Cool-Down-Region für Familien abseits des Massentourismus mit vielen zu entdeckenden Orten und Attraktionen. Abwechslungsreiches Sport-, Fun-, Adventure- und Kinderprogramm.