Unsere ICE-Flotte

– Wir stellen die ICE-Baureihen und ihre Besonderheiten vor.

Seit über 25 Jahren sind die Intercity-Express-Züge (ICE) auf der Schiene unterwegs. Sie sind die schnellsten Züge der Deutschen Bahn und halten an rund 140 ICE-Bahnhöfen in ganz Deutschland. Außerdem bringen sie Reisende sicher in die Schweiz, die Niederlande sowie nach Österreich, Frankreich und Belgien.

Allgemeines rund um den ICE

Die ICE-Züge verbindet ein einheitliches Farbkonzept und eine einheitliche Innenraumgestaltung. So sind beispielsweise alle Züge außen „lichtgrau“ und mit einem roten Streifen versehen. Ein weiteres typisches Merkmal: das durchgehende schwarze Fensterband. Dadurch unterscheiden sie sich von anderen Zugtypen. Wartung und Reparatur finden in speziellen ICE-Werken statt.

Die ICE-Flotte

Der ICE 1:

  • Seit 1991 in Betrieb
  • Redesign: 2005 – 2008
  • Stückzahl 58
  • Sitzplätze 703
  • Höchstgeschwindigkeit 280 km/h
  • Länge: 358 Meter
  • Konfiguration: zwei Triebköpfe und zwölf Mittelwagen,
  • Aussehen: Im Gegensatz zu neueren ICE-Baureihen ist die Front des ICE 1 flacher. Das Fenster des Triebfahrzeugführers ist rechteckig. Vorne am Triebkopf wird der rote Streifen durch das DB Logo unterbrochen. Ovale Türfenster.
  • Besonderheit: Der ICE 1 hat einen „Buckel-Speisewagen“, welcher höher als die anderen Wagen ist und den ICE 1 von weitem erkennbar macht.

Ein ICE 1 auf der Fahrt von Berlin nach München.

Der ICE 2:

  • Seit 1996 in Betrieb
  • Redesign: 2011 – 2013
  • Stückzahl: 44
  • Sitzplätze: 381
  • Höchstgeschwindigkeit: 280 km/h
  • Länge: 205 Meter
  • Konfiguration: Triebkopf, sechs Mittelwagen und Steuerwagen. Kann in Doppeltraktion verkehren.
  • Aussehen: Sehr ähnlich zum ICE 1. An der Front des Triebkopfs und des Steuerwagens verläuft der rote Streifen durchgängig. Ovale Türfenster.

Erklärung Triebkopf, Triebwagen, Steuerwagen und Endwagen

Sowohl in End- als auch in Steuerwagen gibt es neben einem Führerraum für den Triebfahrzeugführer auch Sitzplätze für Reisende während Triebköpfe lediglich für den Triebfahrzeugführer zugänglich sind und Reisende nur in den sogenannten Mittelwagen Platz nehmen können, wie es beim ICE 1 der Fall ist.

Ein Steuerwagen ist mit nicht angetriebenen Mittelwagen sowie einem Triebkopf gekuppelt (Beispiel ICE 2), da er selbst keinen eigenen Antrieb hat.

Beim ICE 3, T und 4 bestehen die Triebwageneinheiten aus zwei Endwagen und verteilt angetriebenen Wagen.

Ein ICE 2 bei Markt Einersheim.

Der ICE 3:

  • Baureihen: 403 (Seit 2000), 406 (Seit 2000) und 407 (Seit 2013)
  • Stückzahl: 80
  • Sitzplätze: 419-450
  • Höchstgeschwindigkeit 330 km/h bzw. 320km/h bei der Baureihe 407Hinweis: In Deutschland erlaubt das Streckennetz maximal 300 km/h
  • Länge: 200 Meter bzw. 201 Meter bei der Baureihe 407
  • Konfiguration: Triebzug mit zwei End- und sechs Mittelwagen. Kann in Doppeltraktion verkehren
  • Aussehen: Ovale Frontscheibe und spitz zulaufendes Triebfahrzeug. Der rote Streifen läuft vollständig über die Frontseite. Darüber befindet sich das DB Logo. An den Seiten des Triebzuges wird der Streifen durch den grauen „ICE“-Schriftzug unterbrochen. Ovale Türfenster bei den Baureihen 403 und 406. Eckige Türfenster bei der Baureihe 407.
  • Besonderheit: Der Antrieb ist über mehrere Wagen verteilt. Zudem sind die Baureihen 406 und 407 speziell auf den internationalen Einsatz ausgelegt. Dort werden teilweise unterschiedliche Stromsysteme genutzt. Die Baureihen 406 und 407 kommen mit jeweils 4 europäischen Systemen zurecht.

Das Redesign der Baureihen 403 und 406:
Seit Anfang 2017 werden die Baureihen 403 und 406 nach und nach erneuert. Dabei werden neue Sitze, neue Tische, neue Gepäckregale und ein neues Fahrgastinformationssystem verbaut. Weitere Details zum Redesign gibt’s auch hier.

Ein ICE 3 fährt durch den Thüringer Wald.

Der ICE T:

  • Baureihen: 411 (Seit 2000) und 415 (Seit 1999)
  • Stückzahl: 67
  • Sitzplätze 250-376
  • Höchstgeschwindigkeit 230 km/h
  • Länge: 133 bzw. 185 Meter (Baureihen 415 bzw. 411)
  • Konfiguration: Trieb- und Mittelwagen, kann in Doppeltraktion verkehren
  • Aussehen: der ICE T ist dem ICE 3 sehr ähnlich, hat jedoch eine kürzere „Spitze“. Außerdem läuft das Fensterband seitlich spitz zusammen. Im Gegensatz zum ICE 3 verläuft der rote Streifen nicht über die Front, sondern lediglich an den Seiten des Zuges. Ovale Türfenster.
  • Besonderheit: Der ICE T ist mit einer besonderen Technik konzipiert, um auf kurvenreichen Strecken den Wagenkasten ähnlich wie ein Motorradfahrer auf die Seite neigen zu können.

ICE T im Bahnhof Hünfeld.

Der ICE 4:

  • Seit 2016 in Betriebserprobung, 2017 Regelbetrieb
  • Sitzplätze: 830
  • Höchstgeschwindigkeit 250 km/h
  • Länge: 346 Meter
  • Konfiguration: Zwei End- und zehn Mittelwagen
    (eine kürzere, kuppelbare ICE 4-Variante ist in Planung)
  • Aussehen: Ähnlich wie beim ICE 3 besitzt auch der ICE 4 eine längere Spitze. Diese ist kantiger und hat in Verbindung mit der Drehgestellverkleidung an den Endwagen sehr gute aerodynamische Eigenschaften. Der rote Streifen verläuft durchgängig über die gesamte Front. Das DB-Logo befindet sich darüber. Der ICE-Schriftzug unterbricht den roten Streifen an den Seiten des Triebfahrzeuges. Eckige Türfenster.

    Der neueste Zug der ICE-Flotte ist der ICE 4.

    Innenausstattung der ICE Züge

    Auch in der Innenausstattung ähneln sich die ICE-Baureihen: Alle Züge sind mit einer Bordgastronomie, einem Kleinkindabteil sowie Ruhe- und Familienbereichen ausgestattet. Für Gepäckstücke stehen Gepäckablagen oberhalb der Sitzplätze und spezielle Gepäckregale zur Verfügung. Zur Ausstattung gehören außerdem Stellplätze für Rollstühle und barrierefreie WC’s mit Wickeltischen. Bei der Auswahl des Sitzplatzes können Reisende entweder nebeneinander oder sich gegenübersitzen. Dafür gibt es Sitzgruppen mit vier Plätzen und einem Tisch. Weitere Infos zu Gepäck bzw. Sitzplätzen.

    Der ICE 4 als neuster ICE verfügt außerdem über eine tageszeitabhängige Lichtsteuerung und ein Fahrradabteil.
    Seit 2016 sorgt das ICE Portal mit Hörspielen, Filmen und Nachrichten für gute Unterhaltung während der Fahrt. Über das Bord-WLAN (WIFIonICE) ist natürlich auch der allgemeine Internetzugang gewährleistet. Die Steckdosen an den Sitzen sorgen dafür, dass mitgebrachte Geräte jederzeit aufgeladen werden können.
    Die Baureihen 403 und 406 des ICE 3 und der ICE T haben ein Panorama-Abteil an beiden Zugenden, sodass Sie dem Triebfahrzeugführer bei der Arbeit zusehen können.