Die ICE-4-Namen stehen fest

– Jury wählte die Top-25-Namen für die anstehenden Zugtaufen aus.

Zusammen mit unseren Medienpartnern Handelsblatt und Süddeutsche Zeitung hatten wir Mitte September Kunden und Leser zur Namenssuche für unser neues Flaggschiff, den ICE 4, aufgerufen. Als Namensgeber waren deutsche historische Persönlichkeiten aus den Bereichen Kultur, Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Sport gesucht.

Die Resonanz nach vier Wochen war überwältigend: über 19.400 Einreichungen mit über 2.500 verschiedenen Namensvorschlägen haben uns erreicht. Antje Neubauer, Leiterin Marketing & PR Deutsche Bahn, schwärmt: „Der ICE ist eine der bekanntesten Marken Deutschlands. In Verbindung mit dem Namen der historischen deutschen Persönlichkeit bekommt der ICE 4 bei der Ein- und Ausfahrt in den Bahnhof seinen individuellen Auftritt.“

„Der ICE 4 ist in jeder Hinsicht ein Zug, der mit den Kunden gemeinsam entwickelt wurde: Während der mehrmonatigen Einführungsphase prüften die Reisenden das Fahrzeug auf Herz und Nieren“, erklärt Birgit Bohle, Vorsitzende des Vorstands DB Fernverkehr. „Die Rückmeldungen flossen direkt in die Weiterentwicklung des ICE 4 ein. So war es für uns nur folgerichtig, dass unsere Kunden auch bei der Namensgebung mit entscheiden.“

Die Jury interner und externer Fachleute begutachtete und bewertete die vielen geeigneten großartigen Namen und Begründungen. Jury-Mitglied Prof. Dr. Gisela Mettele: „Die historische und soziale Bandbreite der Namensvorschläge war beeindruckend. Da fiel die Auswahl für die Jury nicht leicht.

Zunächst hat sich die Jury auf 25 Namen für die ICE-4-Taufen in 2018/2019 verständigt. Insgesamt wurde eine Liste mit 100 Namen erarbeitet, da die neue Flotte bis 2023 auf über 100 Fahrzeuge anwachsen wird.
Bei der Namensgebung wird der Name der historischen Persönlichkeit zusammen mit einem Konterfei der jeweiligen Person beidseitig an den Enden des Zuges angebracht.

Die Jury, von der die Namen für die anstehenden Zugtaufen ausgewählt wurden.

Jurymitglieder von links nach rechts: Stefan Hilscher (Geschäftsführer der Süddeutschen Zeitung), Antje Neubauer (Leiterin Marketing & PR, Deutsche Bahn AG), Prof. Dr. Gisela Mettele (Professorin für Geschlechtergeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena), Vorsitzende der Jury Dr. Susanne Kill (Konzerngeschichte, Deutsche Bahn AG), Dr. Michael Peterson (Vorstand Marketing, DB Fernverkehr AG), Gabor Steingart (Herausgeber Handelsblatt).

Folgende 25 Namen hat die Jury für die Namensgebungen 2018 und 2019 ausgewählt:

  • Konrad Adenauer
  • Geschwister Scholl
  • Marlene Dietrich
  • Hildegard Knef
  • Fritz Walter
  • Ludwig Erhard
  • Elisabeth von Thüringen
  • Erich Kästner
  • Anne Frank
  • Adolph Kolping
  • Dietrich Bonhoeffer
  • Marie Juchacz
  • Käthe Kollwitz
  • Hannah Arendt
  • Margarete Steiff
  • Willy Brandt
  • Heinrich Heine
  • Thomas Mann
  • Bertha Benz
  • Karl Marx
  • Hedwig Dohm
  • Vicco von Bülow
  • Ludwig van Beethoven
  • Albert Einstein
  • Alexander von Humboldt

Eine umfangreiche Namensliste mit den Top-100-Namenfinden Sie hier zum Download

Die Begründungen der Namenseinreicher waren zum Großteil gut recherchiert und überzeugend, gelegentlich auch zum Schmunzeln. So schrieb ein Einreicher über Vicco von Bülow: „Wenn ein Zug „Loriot“ heißt, hat jeder ein Lächeln im Gesicht, weil er sich an etwas Lustiges von und mit ihm erinnert. Sie auch gerade?“

Bei den Einreichungen waren viele bekannte deutsche Erfinder, Dichter und Denker dabei. Aber auch Überraschungen wie Tamara Danz (Frontfrau der Gruppe Silly), Hedwig Dohm als Kämpferin für Frauenrechte oder Michael Ende (Autor von Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer) erfreuten sich großer Beliebtheit. Unvergessen bleiben die Altkanzler wie Konrad Adenauer, Helmut Schmidt und Helmut Kohl. Schauspielerlegenden wie Marlene Dietrich und Hildegard Knef oder deutsche Maler wie Albrecht Dürer und August Macke konnten eine Vielzahl von Nennungen auf sich vereinen.

Die Jurysitzung wurden Bilder der Persönlichkeiten und Steckbriefe auf Karten erstellt.

Für die zahlreichen Namenseinsendungen möchten wir uns bedanken.

 

Der ICE 4

Seit Herbst 2016 fährt der ICE 4 im Probebetrieb zwischen Hamburg und München und begeistert die Kunden, die ihn schon erleben durften.
Ab Dezember 2017 nimmt er den Regelbetrieb auf. In den kommenden Jahren werden immer mehr ICE-4-Züge in Deutschland zu sehen sein. Bis 2023 wird die Flotte auf über 100 Stück anwachsen.

Der ICE 4 sorgt für umweltfreundliches und entspanntes Reisen gepaart mit hohem Kundenkomfort. Mit innovativer Technik und modernen Ausstattungsmerkmalen setzt er neue Standards.

Freuen können Sie sich als Fahrgast unter anderem über viel Stauraum für Gepäck und ein passendes Lichtkonzept für jede Tageszeit. An heißen Sommertagen sorgen leistungsstarke Klimaanlagen für angenehme Temperaturen und auch Fahrräder können mitreisen. Des Weiteren punktet der ICE 4 mit neuester WLAN- und Mobilfunktechnik sowie einer optimale Barrierefreiheit. Familien können es sich in dem neu gestalteten Kleinkindabteil mit bunten Spielelementen gemütlich machen. Für Kinderwagen gibt es deutlich mehr Stellfläche.

Im Rahmen des 500. Reformationsjubiläums fand bereits die erste Zugtaufe eines ICE 4 statt. Der Taufname des Zuges lautet, passend zum Reformationsjahr, Martin Luther.

Im November 2017 sind zwei weitere Zugtaufen geplant: In Berlin die Namensgebung auf Werner von Siemens, in München die auf König Ludwig II. Innerhalb der kommenden zwei Jahre (2018/2019) können dann die ICE 4 Züge auf die ausgewählten 25 Namen getauft werden. Bei allen Namen handelt es sich um Wunschnamen, deren Verwendung aufgrund der Namensrechte zunächst geprüft werden müssen.

Die neuen ICE4 Züge werden auf einen bestimmten Namen getauft.