Der Knall am Ende des Bahntunnels

– Wie das Phänomen „Tunnelknall“ entsteht und wie es vermieden wird, erklärt unsere Infografik.

Im Laufe der letzten Jahre hat sich im Zugverkehr einiges getan. So wurden die neuen Züge nicht nur moderner und komfortabler, sondern auch schneller. Und genau das bringt neue Herausforderungen auf den Strecken mit sich. Eine dieser Herausforderungen ist das Phänomen des Tunnelknalls.

Wie der Knall im Tunnel entsteht

Fährt ein Zug mit hoher Geschwindigkeit in einen Tunnel ein, werden die sogenannten Mikrodruckwellen, die er vor sich her schiebt, verdichtet. Die so gebündelten Druckwellen laufen dem Zug dann mit Schallgeschwindigkeit voraus und erzeugen beim Entweichen am Tunnelende einen hörbaren Knall. Begünstigt wird dieses Phänomen zum Beispiel bei eingleisigen Tunnels mit einem schmalen Tunnelquerschnitt. Im Vergleich zu zweigleisigen Tunnels können sich die Druckwellen hier nicht verteilen.

Der Tunnelknall kann vermieden werden

Die Lösung sind Hauben mit Entlüftungsöffnungen an den Einfahrtsportalen des Tunnels. Dadurch kann ein Großteil der an der Tunneleinfahrt verdichteten Druckwellen nach oben entweichen. Im Ergebnis werden die Mikrodruckwellen, die dem Zug vorauslaufen, dadurch so weit minimiert, dass der Knall am Ende des Tunnels ausbleibt.