Infografik: Warum Züge manchmal ausfallen

– Mehr zu den Hintergründen und wieso nicht immer Ersatzzüge bereitgestellt werden können.

Die Durchsage „Dieser Zug fällt heute aus“ gehört sicher zu den Dingen, die man als Reisender am Bahnhof nicht hören möchte, dennoch lässt sie sich manchmal nicht vermeiden. Aber wie kommt es zu einem Zugausfall und in welchen Fällen wird ein Ersatzzug bereitgestellt?

Ursachen für einen Zugausfall

Dass Züge nicht planmäßig fahren oder ganz ausfallen, kann verschiedene Gründe haben. Selten fällt ein Zug auf einer kompletten Strecke aus, manchmal muss ein Zug jedoch vorzeitig umkehren. Unvorhergesehenes wie Unfälle, witterungsbedingte technische Störungen oder Blockaden sind häufige Ursachen dafür, dass ein Zug nicht wie im Fahrplan angegeben fahren kann. Gerade in den Herbst- oder Wintermonaten blockieren durch Sturm umgefallene Bäume zum Beispiel häufig die Gleise.

Auch durch Bauarbeiten kann es zu Verzögerungen kommen. Über größere Fahrplanabweichungen informiert die Bahn zwar lange im Vorfeld, jedoch können auch hier kurzfristige Störungen einen Zugausfall verursachen. Damit keine Dominoeffekte durch diese Störungen eintreten, ist es deshalb in einigen Fällen notwendig, den Zug komplett aus dem Fahrplan zu streichen.

Der Einsatz von Ersatzzügen

Ob ein Ersatzzug eingesetzt werden kann, entscheidet im Einzelfall der Disponent. Hier spielt es neben der Verspätungsdauer auch eine große Rolle, ob für die Reisenden schon Alternativen vorhanden sind.

Wenn zum Beispiel nur wenige Reisende von einem Ausfall betroffen sind und ein Regionalzug als Alternative genutzt werden kann, wird kein Ersatzzug bereitgestellt. Ist jedoch keine andere Reisemöglichkeit vorhanden und betrifft der Zugausfall viele Reisende, wird ein Ersatzzug zur Verfügung gestellt. Auch die Verspätungsdauer nimmt Einfluss auf die Entscheidung. Ab 60 Minuten Verspätungsdauer wird in den meisten Fällen ein Ersatzzug für die Reisenden bereitgestellt.

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Um im Einsatzfall schnell reagieren zu können, hat die Bahn an neun Standorten bundesweit Einsatzreserven eingerichtet. Diese Standorte sind so verteilt, dass der Ersatzzug binnen 30 Minuten abfahrtbereit am Bahnsteig steht. 90% des Fernverkehrsnetzes können dann innerhalb von weiteren 90 Minuten erreicht werden.

Wie erfahren Sie von möglichen Störungen?

Durch das Reiseinformationssystem (RIS), welches an die technische Verkehrsüberwachung angeschlossen ist, werden Störungen automatisch erfasst. Außerdem stehen die Mitarbeiter in den Zügen ebenfalls in Kontakt mit den Disponenten, die das RIS betreuen. So können Störungen und Verspätungen in Echtzeit weitergegeben werden.

Möchten Sie sich informieren, stehen Ihnen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Nutzen Sie das Online-Angebot und erfahren Sie über das Reiseinformationssystem und die Liveauskunft ob Ihre Züge pünktlich fahren.
  • Per Smartphone hält Sie die App „DB Navigator oder der Verspätungsalarm auf dem Laufenden.
  • In den Zügen und auf den Bahnhöfen helfen Ihnen die Mitarbeiter der Bahn außerdem gerne weiter.