Pilotprojekt für sicheres Reisen: Wegeleitsysteme in der Regionalbahn

Auf vier Strecken testet DB Regio neue Markierungen an Türen und am Boden

A bstand halten und gegenseitige Rücksichtnahme ist besonders im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in den aktuellen Pandemiezeiten wichtiger denn je. DB Regio hat sich daher mit der Frage auseinandergesetzt, wie das Sicherheitsempfinden der Reisenden verbessert und das Vertrauen in den ÖPNV gestärkt werden kann. Dieser Kerngedanke steht auch bei einem aktuellen Pilotprojekt für sogenannte Wegeleitsysteme im Fokus. Wir stellen Ihnen das Konzept und die ersten Testregionen vor.

Vom Feedback der Fahrgäste zum Projekt Wegeleitsystem

Hervorgegangen ist das Pilotprojekt aus einem Workshop mit internen und externen Expert*innen. Dabei war es besonders wichtig, die Expertise von DB Mitarbeiter*innen im Kundenkontakt, des Kundenbeirats, von Verbänden und Hygienesachverständigen sowie von Kund*innen aufzunehmen.

Im Rahmen des Workshops wurden Ergebnisse aus der Marktforschung ausgewertet, unterschiedliche Ansätze diskutiert und Prototypen provisorisch entwickelt und getestet. Dabei erwies sich das Wegeleitsystem am Ende als wichtigster Ansatzpunkt für einen Test im täglichen Zugbetrieb.

Wegeleitung in der Regionalbahn: Orientierung durch Piktogramme und Markierungen

Die Idee hinter dem Pilotprojekt von DB Regio ist einfach und effektiv. Damit sich Fahrgäste in Regionalzügen möglichst wenig begegnen, zeigen Markierungen den Weg. Teil des Wegeleitsystems sind starke grafische Hinweise für getrennte Ein- und Ausstiege nach einem Einbahnstraßen-Prinzip, an denen sich Fahrgäste auf ihrem Weg durch den Zug orientieren können. Aufgeklebte Pfeile im Zug zeigen die Laufrichtung an. Markierungen, Hinweisschilder und Piktogramme an den Türen, am Boden und an Treppenstufen leiten die Menschen durch den Zug und sollen die Fahrgäste besser über die Wagen verteilen.  Dabei gilt die Wegeleitung grundsätzlich als Empfehlung und soll die Fahrgäste das Abstandhalten erleichtern.

Auf diesen vier Teststrecken kommt das Wegeleitsystem zum Einsatz

In vier Regionen werden diese Markierungen und Hinweise nun erstmals im laufenden Betrieb getestet.

  • Strecke Karlsruhe – Konstanz der Schwarzwaldbahn in einem Doppelstock-Zug (bestehend aus vier Wagen)
  • Strecke Kiel-Hamburg im RE7/ 70 in einem Doppelstock-Zug (bestehend aus vier Wagen)
  • Strecke Gesundbrunnen – Wittenberge im RE6 in der ganzen Zugflotte (bestehend aus 15 Züge mit je zwei Wagen)
  • Strecke Hamburg Hbf – Cuxhaven in einem Fahrzeug der Start Unterelbe (RE 5) in der ganzen Zugflotte (bestehend aus 8 Doppelstock-Züge mit fünf Wagen)

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