Entspannt Bahn fahren ohne Kurvenquietschen

– So funktioniert eine Schienenkonditionierungsanlage.

­­Wer kennt es nicht? Man sitzt im Zug und beim Fahren ertönt plötzlich ein schrilles Geräusch – ähnlich wie das Kratzen von Fingernägeln an einer Schultafel. Schnell merkt man: Metall reibt sich auf Metall. Dagegen hilft nur eine gezielte Schienenschmierung, damit die Bahnfahrt nicht zur akustischen Tortur wird.

Geräuschloses Fahren mit einer Schienenkonditionierungsanlage

Wenn ein ICE in eine Kurve fährt, kann es zu Quietschgeräuschen kommen. Ursache des Kurvenquietschens ist der Slip-Stick-Effekt auf dem Schienenkopf der Innenschienen. Dieser Effekt bringt das Rad zum Schwingen, was wir als lautes und unangenehmes Quietschen wahrnehmen.

Schienenkonditionierungsanlage

Auf die richtige Schmierung kommt es an

Um das Kurvenquietschen zu vermindern, werden stationäre Schienenkonditionierungsanlagen eingesetzt. Ein Sensor erfasst den ankommenden Zug und löst einen Impuls aus. Daraufhin gibt eine intelligente Steuerung geringe Mengen eines sogenannten Konditionierungsmittels an der gewünschten Stelle ab. Der weiterfahrende Zug und seine Räder verteilen das Mittel anschließend auf den Schienen – sodass sich ein kontinuierlicher Film bildet.

Achten Sie bei Ihrer nächsten Bahnfahrt darauf: was passiert, wenn der Zug sich in die Kurve legt?