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Zeit für Dich – Zeit zum Schreiben

– Gemeinsam mit der Süddeutschen Zeitung suchen wir Ihre Geschichten rund ums Bahnfahren.

G

erade Reisende sammeln oft viele Eindrücke, die im Gedächtnis bleiben. Schreiben Sie Ihre persönliche Lieblingsgeschichte über das Bahnfahren auf und gewinnen Sie mit etwas Glück tolle Preise. Bei der Geschichte ist es ganz gleich, ob sie selbst erlebt oder frei erfunden ist. Einzige inhaltliche Voraussetzung: Die Geschichte soll sich rund um eine Bahnreise drehen.

Für junge Schreibtalente unter 15 Jahre gibt es übrigens eigens die Kinder-Kategorie.

Wie kann ich mitmachen und was muss ich beachten?

1. Bitte unbedingt darauf achten, dass die eingesendeten Geschichten folgende Vorgaben erfüllen:

• die maximale Zeichenzahl (inklusive Leerzeichen) liegt bei 8.500 Zeichen
• Schriftgröße 12
• Schriftart Times New Roman
• Einreichung als Word- oder PDF-Datei
• die Kurzgeschichte muss selbst verfasst sein und frei von Rechten Dritter
• jeder Teilnehmer kann nur eine Kurzgeschichte einreichen
• durch die Teilnahme erklären sich die Autoren mit den Teilnahmebedingungen einverstanden

2. Die fertige Geschichte bitte mit dem Betreff „Geschichtenwettbewerb“ an wettbewerb-bahn@sueddeutsche.de senden.

3. Einsendeschluss ist der 20. Juni 2015.

Welche Preise gibt es und wie werden die Gewinner ausgewählt?

1. Platz:

Eine BahnCard 100 für ein Jahr sowie zwei Übernachtungen für zwei Personen im Victor’s Residenz Hotel Saarbrücken. Eine herrliche Vier-Sterne-Superior-Parkanlage am Deutsch-Französischen Garten – hier wohnen Sie nah am Geschehen und fernab vom Stress. Zum Abendessen wartet Pariser Flair im Chez Victor’s mit traditionellen französischen Gerichten.

2. und 3. Platz:

Zwei Karten für die Nacht der Süddeutschen Zeitung 2016, inklusive An- und Abreise mit der Bahn für zwei Personen. Die Nacht der Süddeutschen Zeitung ist eine Galaveranstaltung mit viel prominentem Publikum aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Medien. Die Karten gibt es nicht zu kaufen, sondern exklusiv hier zu gewinnen.

4. bis 10. Platz:

Ein Jahres-Abonnement der Süddeutschen Zeitung inkl. digitalem SZ-Plus-Zugang.

Die zehn besten Kurzgeschichten werden von einer Fachjury unter Beteiligung der Süddeutschen Zeitung gekürt. Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt.

Jetzt sind Sie dran – wir freuen uns auf Ihre Geschichten!

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19 Antworten
    • says:

      Hallo InsideBahn2530,
      vielen Dank für das Feedback. Dass Sie eine Rückmeldung zur Teilnahme vermissen, ist schade. Ich gebe das als Verbesserungsvorschlag für die Zukunft an die Redaktion weiter. Viele Grüße /je

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  1. says:
    Meine Zeit im ICE wäre schön

    Hallo, diese Kampagne ist ja ganz nett, denn man hat ja durchaus Zeit. In meinem Fall zw. Frankfurt und Köln, beruflich, sogar in der 1. Klasse. Um meine Zeit zu vertreiben kaufe ich mir „Die Zeit“ selber, auch wenn ich mich über die angebotenen Tagesblätter freue (mit Ausnahme der BILD, das ist Verschwendung). … Obwohl das Blatt keine Tageszeitung ist würde das Anbieten der Zeit doch sehr gut zur Kampagne passen? Die Qualität des Journalismus überträgt sich vielleicht auf die Kampagne und auch die Fahrt. VG und gute Fahrt 🙂

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    • says:

      Hallo InsideBahn725, naja, die Gewinnergeschichten werden nicht alle auf einmal veröffentlicht. Sonst hätten wir ja keinen „Lesestoff“ mehr. 😉
      Leider steht noch nicht fest, in welchen Abständen diese veröffentlicht werden. Lassen Sie sich überraschen. Viele Grüße /tr

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  2. says:
    Ich weiß es ist zuspät, ich hab mich mit dem Monat vertan, ich will es aber nicht umsonst geschrieben haben, also hier:

    Es war am frühen Vormittag. Der Zug fuhr nahezu pünktlich im Bahnhof ein. Die Gleisen machten einen schrecklichen Lärm, ein lautes Quietschen, dass fast ohrenbetäubend im ganzen Bahnhof zu hören war. Mein Blick wanderte auf die Anzeige: Mannheim. Wieso ich nach Mannheim wollte? Ich stelle mich mal kurz vor: Ich bin Harald, ein arbeitsloser Pendler, der das Fotografieren zum Hobby gemacht hat. Ich bin schon weit herumgekommen und habe bereits zahlreiche Schnappschüsse von beachtlichen Sehenswürdigkeiten vollführt. Als nächstes nehme ich mir Mannheim vor. Dort erhoffe ich mir einige Bilder vom Barockschloss, die größte Schlossanlage Deutschlands zu schießen… Und schon ging es los, ich schwang mir noch rasch den Rucksack über die Schultern und stieg ein. Meine kleine Gitarre durfte in meinem Reisegepäck natürlich nicht fehlen, mein Großvater hatte sie mir geschenkt, sie ist ein wahrer Stimmungsmacher. Als ich gerade dabei war mein Gepäck zu verstauen und ich es mir am Fenster gemütlich machen wollte, hörte ich plötzlich ein schrilles kreischen. Es kam von außerhalb des Zuges. Erschrocken schaute ich aus dem Fenster hinaus, was war geschehen? Es stellte sich heraus, dass das Geschrei von einer jungen Frau kam, deren Handtasche von rücksichtslosen Taschendieben gestohlen wurde. Sie tat mir richtig leid! Als ich noch einige Minuten lang die Lage entsetzt, aber auch voller Neugier betrachtete fuhr mein Zug los. Ich versuchte mich abzulenken und zu entspannen. Ich sah zu wie immer mehr Menschen in meinem Waggon Platz nahmen. Manche blockierten den halben Gang mit ihren fetten Reisetaschen. Dann beobachtete ich wie eine bildhübsche Lady mit langem dunkelbraunem Haar ein Paar Sitzreihen vor mir Platz nahm. Sie war offenbar auch ohne Begleitung hier. Ich konnte nicht mehr wegschauen, sie war wie ein Magnet. Ihr lächeln war unglaublich. Ihr Lächeln ist wie die Sonne die vom Horizont auf ersteigt, oder wie eine Lilie die zum Frühlingsanfang zum ersten Mal erblüht, ich merkte wie besonders sie war. Als ich sie noch einige Zeit lang anstarrte hatten wir Blickkontakt. Sie stand auf und kam völlig unerwartet auf mich zu. „Hallo, kann ich mich hier hinsetzen?“ Sie sprach mit leichtem Akzent. „Na klar“, sagte ich. Offenbar suchte sie nach einem Gesprächspartner und ich machte scheinbar einen netten Eindruck. „Bist du auch allein hier?“ Ich nickte. So führten wir ein langes ausführliches Gespräch und lernten uns kennen. Sie hieß Natalia, war halb Deutsch halb Spanierin. Ich erzählte ihr, dass ihr lächeln wie strahlende Sterne am Nachthimmel sei. Daraufhin lachte sie, ich nahm es mit Humor. Einige Stunden später stellte ich erschrocken fest, dass ich den Bahnhof von Mannheim schon längst verpasst hatte und die nächste Station Paris war. „Wohin musst du?“, fragte ich Natalia. „Nach Barcelona, zurück zu meiner Familie, entgegnete sie mit fröhlicher Stimme. „Willst du mit?“ Ich überlegte eine Weile doch entschied mich dann mit ihr mitzukommen. Ich hatte sowieso nichts zu verlieren und Mannheim hatte ich eh schon längst verpasst. Außerdem war ich noch nie in Spanien und werde dort tolle Bilder schießen können. Es gab nur ein Problem: Ich hatte kein Ticket. Ich hoffte und bettete dafür nicht kontrolliert zu werden. Ab sofort war ich ein Schwarzfahrer! Ich hatte ein echt mulmiges Gefühl dabei, doch Natalia erzählte mir, dass sie schon öfters Schwarz gefahren sei, das beruhigte mich irgendwie etwas. Wir schauten eine Zeit lang aus dem Fenster. „Sieh mal, der Eifelturm!“, rief ich Natalia freudig zu. Wir bestaunten ihn gemeinsam. Ich vergaß allmählich immer mehr meine Sorgen. Nur dieses lästige telefonieren aus der hinteren Sitzreihe ging uns tierisch auf die Nerven. Das habe ich schon immer gehasst, wenn andere Leute im Zug auf die Idee kommen beim schlechten Empfang zu telefonieren. Die Zeit verging wie im Flug. Und es war so weit, wir waren im Barcelona angekommen, die Zweitgrößte Stadt Spaniens. Hier tummelten sich so viele Touristen herum, wohin man nur schauen konnte. Kaum angekommen schon zückte ich meine Kamera und machte ein Foto nach dem anderem. Natalia wollte mir unbedingt den Strand zeigen und nahm mich an der Hand und wir gingen gemeinsam dorthin. Als wir angekommen waren wurde es schon langsam dunkel und der Strand, der ein wahrhaft berüchtigtes Ziel für Touristen ist leerte sich. Wir setzten uns in den Sand und schauten raus aufs Meer. Ich entwickelte ein Gefühl der Freiheit. Die Lichter der Stadt funkelten atemberaubend und spiegelten sich im Wasser. Natalias Haare wehten im lauwarmen Meereswind. Ich schaute ihr tief in die Augen. Dann viel mir eine tolle Idee ein, ich nahm meinen Gitarrenkoffer und packte meine Gitarre aus, ich spielte ihr mein Lieblingsstück aus meiner Kindheit vor. Sie war sehr gerührt und gab mir einen Applaus. „Das war echt toll!“ Doch als ich ihr gerade näher kommen wollte erzählte sie mir, das sie seit ein paar Jahren mit ihren Mann Julio verheiratet ist, sie hatte ihm am Bahnhof in Granada kennengelernt. „Hör mal Harald, ich hoffe wir können trotzdem noch Freunde bleiben.“, sagte sie mit trauriger Stimme und hielt meine Schulter fest. „Natürlich, du kannst auf mich zählen“, sagte ich ihr, „dafür sind Freunde doch da.“ Nichts auf der Welt konnte uns dieses Glück nehmen, das Glück einer ewiganhaltenden Freundschaft.

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    • says:

      Hallo InsideBahn971,
      ja, die glücklichen Gewinner wurden bereits letzte Woche per E-Mail benachrichtigt. Liebe Grüße /jn

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    • says:

      Hallo Sibylle Schäfer, die „Geschichten-Erzähler“ konnte Ihre Geschichten bis zum 20. Juni einreichen. Da kamen natürlich einige Einsendungen. Die Kollegen sind noch dabei alle Geschichten zu lesen. Vermutlich werden die Gewinner im Laufe der Woche benachrichtigt. Ich drücke Ihnen die Daumen. Liebe Grüße /mi

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  3. says:
    Ist der 20. 6 als Datum noch dabei?

    Kurzgeschichte über meine Kurzgeschichten aus der Bahn
    Es ist ein Tag wie jeder andere auch, nur das ich zur Abwechslung nicht zur Bahn rennen muss, ich bin Ausnahmsweise pünktlich. Ich freue mich ein bisschen als ich sehe wie mein rot weißes Transportmittel langsam vor mir hält. Oft fahre ich mit Freundinnen vom Einkaufen nach Hause und sehe an den großen Fenstern die Landschaft an mir vorbei ziehen, während wir mit Musik den Tag ausklingen lassen oder interessiert unsere Mitfahrer beobachten. Doch heute fahre ich alleine nach Hause, ich drücke den Knopf und die Türen öffnen sich und kühle Luft strömt mir entgegen. Ich gehe in den zum Glück nicht allzu vollen Zug und lasse ich mich in den nächsten Vierer fallen. Sonnenseite. Perfekt. In der Bahn bin ich manchmal gezwungen ein bisschen runterzufahren, denn mehr als sitzen ist erstmal nicht drin, man sehe davon ab ich fahre in die Schule du gehe nochmal die Fächer durch. Nachdem ich meine Taschen sortiert habe hole ich mein quitschgelbes Buch hervor, eine Freundin hat es mir geliehen, es ist ihr Lieblingsbuch und ich hatte versprochen es zu lesen. Der Junge im Vierer neben mir beachtet mich nicht als ich das, nach meinem Empfinden etwas kitschige Buch von Meg Cabot, aufschlage. Ich lese ein paar Seiten als der Zug an der nächsten Station hält, nur wenige Fahrgäste steigend schweigend dazu und ein Mann Mitte vierzig läuft zielstrebig auf mich zu. Ich kenne ihn nicht, aber er sieht nicht furchteinflößend aus. Meine Mutter hat manchmal etwas Angst, wenn ich alleine fahre, aber heute ist es noch hell und ich lasse mir nicht gerne die Freiheit nehmen, die ich mit Fahrrad und ohne Führerschein haben kann, zu fahren wann ich will. Der Mann kommt an meinem Vierer an und setzt sich, obwohl viele Plätze noch frei sind, mir gegenüber ans Fenster. Eine Weile ist er still, doch dann beginnt der Dialog:
    „Was liest du denn?“
    „Oh ein Buch von meiner Freundin, es ist naja..“
    „Hmm ja ich lese auch gerne und ziemlich viel, kennst du den einen japanischen Autor, wie heißt er noch gleich, irgendwas mit H..“
    „Nein, ich glaube nicht“, ich halte die Sätze kurz, da ich noch etwas eingeschüchtert bin, aber er redet fröhlich und offen weiter
    „Mir fällt es nicht ein, aber der hat ganz tolle Bücher geschrieben, in Original sind sie noch besser, aber übersetzt sind sie immer noch gut“ er jetzt wird mit der Akzent bewusst aber ich kann es nicht so ganz zuordnen.
    „Das eine Buch handelt von…“ er nennt mir ein paar Titel und was wie wo passiert, er rät mir mehrmals die Bücher ja mal zu lesen, als ich meine Station sehe, verabschieden wir uns und ich steige leicht verwirrt aus. Draußen notiere ich die Titel in mein Handy. Auf dem Rückweg erinnere ich mich an die vielen Leute mit denen ich schon im Zug geredet habe, ohne sie zu kennen und muss ein bisschen schmunzeln..
    Zuhause bin ich neugierig und tippe den Titel in die Googlezeile ein.
    Zu Weihnachten lag das Buch dann vor mir und ich habe es gelesen, es war wirklich nicht schlecht, auch wenn das Original bestimmt nochmal um Welten besser gewesen wäre, aber so hab ich immer ein kleines Andenken an den Sonderbaren, der mich auf diesen Roman mit Kurzgeschichten gebracht hat.
    Auch in der Bahn kann man sich bilden und zum Schreibtischtäter werden, alles ist möglich, wenn man lange fährt 

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