Student David entwirft seinen ganz eigenen Ruhebereich in der Bahn

– Wenn Erfindergeist in einem schlummert, kommen die guten Ideen auch während der Reise und müssen zu Papier gebracht werden.

Unser Gewinnspiel hat es endgültig ans Licht gebracht: Unsere Züge stecken voller Ideen. Und zwar Ihren Ideen. Besonders neugierig hat uns ein Video von David gemacht. Er hat nämlich während der Zugfahrt an seiner ganz persönlichen kleinen Ruheoase getüftelt – ein Ruhesitz mit schallschluckender Kopfstütze. Das Video können Sie HIER anschauen. Bei so viel Erfindergeist mussten wir natürlich genauer nachfragen, was es damit auf sich hat.

David, welcher Typ Bahnfahrer sind Sie?

Meine Freundin wohnt in Köln, ich selbst studiere derzeit in Friedrichshafen Politikwissenschaft, Verwaltung und Internationale Beziehungen. Neben meinem Studium arbeite ich noch als Webdesigner und Politikberater für Gesundheitspolitik, was mich häufig nach Berlin, aber natürlich auch zu Veranstaltungen in anderen Städten führt. Ich bin also momentan sehr viel mit dem Zug unterwegs. Meistens nutze ich die Zeit zum Arbeiten oder – wenn ich ganz früh oder sehr spät fahre – zum Schlafen.

In Ihrem Video sind Sie zu sehen, wie Sie während einer Bahnfahrt eine Kopfstütze mit Schallschutz skizzieren. Wie kamen Sie auf die Idee?

Obwohl ich sehr vieles am Bahn fahren schätze, vermisse ich im Zug manchmal eine echte Rückzugsmöglichkeit, in der man ungestört arbeiten und schlafen kann. Und gerade beim Schlafen ist es ja auch angenehm, wenn man sich gut anlehnen kann und der Kopf nicht dauernd nach vorne fällt.

Die Inspiration zu der Kopfstütze kam dann schlussendlich durch eine Möbelmesse, die ich kurz zuvor besucht hatte. Im Designbereich sind ja gerade Sitzmöbel mit sehr hohen und komfortablen Rückenlehnen angesagt. Und weil ich das Konzept gut finde, habe ich es bei der nächsten Bahnfahrt einfach mal auf die Bahnsitze übertragen und einen Aufsatz entworfen, der die Geräusche um einen herum dämpft und zudem noch bequem ist.

Ihre Skizze sieht sehr professionell aus. Bringen Sie öfters solche Erfindungen zu Papier?

Nein, nicht direkt. Als Webdesigner fertige ich natürlich viele Skizzen von Webseiten an. Zeichnen und designen kann ich also schon. Das mit der Kopfstütze war aber eher eine spontane Idee. Und da ich gerade von dem Gewinnspiel gelesen hatte, habe ich kurzerhand einen Sitznachbarn gefragt, ob er mich beim Skizzieren filmen könnte und das Video anschließend hochgeladen.

David, vielen Dank für das Gespräch und die tolle Inspiration.

David hat seine Zeit im Zug genutzt, um seine ganz persönliche Ruhezone zu entwerfen. Schlummert in Ihnen auch ein Erfinder? Dann zeigen Sie uns gerne, welche Erfindung Sie schon einmal zu Papier gebracht haben.