Buchungstipps für Junggebliebene

– So spontan ein Reisewunsch entsteht, so spontan und einfach sollte auch die Buchung erfolgen können - ohne Online-Diplom.

„Wir haben doch jetzt Zeit, warum verreisen wir nicht mal wieder?“, fragt Gerda ihren Herbert. Beide sind seit zwei Jahren Rentner und hatten sich für den neuen Lebensabschnitt häufiges Verreisen vorgenommen. Und jetzt soll es damit endlich losgehen. Fehlen nur noch ein paar Tipps speziell für Junggebliebene.

Die Idee zur Reise an die Nordsee kam ganz spontan, die klirrende Kälte am sonnigen Nordseestrand auf Sylt hat Gerda und Herbert aus Dortmund schon immer sehr gut gefallen. Vor Jahren haben sie dort eine Pension gefunden und wollten seit langem wieder einmal dort hin. Glücklicherweise haben sie sich das Hotelprospekt aufgehoben und mit einem Griff ins Bücherregal wird das Urlaubsalbum herausgeholt. Dort ist das Prospekt säuberlich eingeklebt. Nach einem kurzen Telefonat mit der netten Pensionsbesitzerin sind die Zimmer gebucht und es kann losgehen. Fehlt nur noch die Organisation der Anreise, doch wie bucht man denn heutzutage am besten eine Bahnfahrt? Die beiden Junggebliebenen aus dem Ruhrgebiet sind noch sehr rüstig, aber auf Koffer tragen haben sie beispielsweise keine große Lust.

Es gibt viele Wege, um an ein Bahnticket zu kommen

Fahrkarten können im Bahnhof am Schalter mit persönlichem Service, am Automaten, per Handy oder online bestellt und gekauft werden. Es gibt auch die Möglichkeit, die Fahrkarte im Zug zu erwerben, doch das kostet einen Aufpreis. Wer persönliche Beratung mag, sollte ins Reisezentrum am Bahnhof gehen. Am Automaten findet man über das große und übersichtliche Bedienfeld ebenso gut die gewünschten Auskünfte und kann eine Fahrkarte buchen und bar oder mit EC- oder Kreditkarte bezahlen.

Für technikbegeisterte Menschen gibt es die Möglichkeiten der Online-Buchung auf bahn.de. Hier gibt es sogar die Wahl, ob man sich für die Buchung der Fahrkarten anmelden und registrieren oder ob man ohne Registrierung auf der Webseite bahn.de Fahrkarten und Sitzplatzreservierungen buchen möchte. Sitzplatzreservierungen sind sinnvoll, wenn man zu Zeiten reist, in denen viel los ist. In der 1. Klasse ist die Reservierung kostenlos, in der 2. Klasse kostenpflichtig.

Das Ticket kann man sich entweder bequem per Post nach Hause schicken lassen oder man druckt es sich gleich selbst aus. Wer keinen Drucker zur Hand hat, kann das Ticket auch am Automaten hinterlegen lassen und im Bahnhof vor der Fahrt abholen. Falls ein Smartphone zur Verfügung steht, kann die Buchung auch über die DB Navigator App erfolgen, dann spart man sich das Ausdrucken und bekommt das Ticket direkt in der App angezeigt. Bei der Fahrkartenkontrolle reicht dann der Griff zum Smartphone und ein Aufruf der App. Herbert war in seinem Berufsleben schon immer an Technik und Computern interessiert, er hat einen Laptop und nutzt ihn täglich. Er surft im Internet, kommuniziert mit seinen Freunden per E-Mail und hat schon Erfahrung mit dem Portal bahn.de. Er bekommt auch regelmäßig den Newsletter, so ist er immer gut über alle Neuigkeiten informiert.

So funktioniert die Online-Buchung

Bei der Buchung der Sylt-Fahrt probiert Herbert zum ersten Mal eine Funktion aus, die er kürzlich entdeckt hat: Den Sparpreis-Finder (1).

Reiseauskunft Sparpreis -Finder

 

Er befindet sich direkt auf der Startseite in der Eingabemaske für die Reiseauskunft und unterstützt Bahnkunden dabei, den günstigsten Fahrpreis zu ermitteln. Herbert tippt den Startbahnhof, das Ziel (2) sowie den Anreise- und den Abreisetag ein (3) und gibt die gewünschte Reisezeit an (4). Zusätzlich wählt er noch die Zahl der Reisenden (5) und die 1. Klasse aus (6) und klickt auf (7) suchen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als nächstes erhält er eine Übersicht über die verfügbaren Verbindungen. Für die Hinfahrt gibt es keine direkte Verbindung von Dortmund nach Sylt, aber es gibt eine gute Verbindungen für die Hin- und Rückreise mit nur einem Umstieg.

Reiseauskunft Verbindungen

Auf der nächsten Seite wird die Buchung noch einmal dargestellt und es wird angezeigt, dass die Sitzplatzreservierung in der 1. Klasse inklusive ist.

Reiseauskunft Verfügbarkeit

Mit ein paar Klicks weiter kann Herbert die Buchung abschließen. Als es zum Zahlvorgang kommt, hat sich Herbert für die Zahlung mit der EC-Karte entschieden und schließt damit die Buchung ab. Ein paar Minuten später kommt die Bestätigung per E-Mail mit der PDF-Datei zum Ausdrucken des Tickets und kurze Zeit später liegt das Online-Ticket ausgedruckt auf dem Tisch. Wer sich wie Herbert mit der Online-Buchung vertraut machen möchte, findet mit der Guided Tour eine Buchungsleitung, die die Online-Buchung Schritt für Schritt erklärt.

Tipps zur Reiseplanung

Nun war da noch die Sache mit dem Gepäck. Gerda wollte auf keinen Fall die Koffer von Bahnsteig zu Bahnsteig oder gar die Treppen hoch und runter tragen. Wie kann das mit dem Gepäck am besten gelöst werden? Herbert macht sich auf die Suche. Er gibt einfach mal auf bahn.de im Suchfeld oben auf der Seite „Gepäck“ ein und landet auf einer Seite, auf der er Informationen zum Gepäckservice innerhalb von Deutschland findet. Und glücklicherweise wird der Service auch für Sylt angeboten. Herbert und Gerda studieren das Angebot und entscheiden sich dafür, es für die Reise auszuprobieren. Das Gepäck wird zu Hause abgeholt und in die Pension gebracht, das ist sehr praktisch. Der kostenpflichtige Gepäckservice kann sowohl im Reisezentrum, online oder telefonisch über eine Servicenummer (kostenpflichtig) bestellt werden. Man kann sogar Wunschzeitfenster für die Abholung des Gepäcks nennen.

Herbert hat das Formular aufgerufen und beginnt es auszufüllen. Da Sylt eine Insel ist, muss bei „Inselservice“ noch ein Häkchen gesetzt werden. Dann entscheiden sich beide für die Abholung des Gepäcks. Das Gepäck braucht etwas länger zum Zielort, beim Inselservice drei Tage, bis die Koffer wieder zu Hause sind. Das findet Gerda nicht weiter schlimm, Hauptsache sie muss keine Koffer über den Bahnhof tragen.

Gepäckservice von Haus zu Haus

Koffer und Fahrräder versenden mit dem Gepäckservice der Deutschen Bahn

visuals_sidebar_gepaeck2

Unbeschwert reisen - ohne Gepäck. Innerhalb Deutschlands, nach Österreich, Italien und in die Schweiz. Ihr Fahrrad können Sie bequem innerhalb Deutschlands und nach Österreich versenden.

Buchen Sie den DB Gepäckservice:

- auf bahn.de/gepaeckservice
- in allen DB Verkaufsstellen oder
- telefonisch unter 0180/6996633 (20 ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 60 ct/Anruf)

Sylt ist immer eine Reise wert

Die Zeit bis zur Reise nach Sylt verbringen beide tief in den Reiseführern versunken und sie freuen sich sehr auf die gemeinsame Reise. Am Reisetag sind die Koffer schon unterwegs und die Enkelin bringt beide nur mit Handgepäck zum Bahnhof. Am Bahnhof schauen sie noch auf die große Abfahrtstafel in der Bahnhofshalle und stellen mit Freude fest, dass der Zug pünktlich ist. Auf dem Ticket steht, in welchem Wagen beide reisen. Am Bahnsteig möchten sie gerne schon dort warten, wo sie direkt in ihren Wagen einsteigen können. Dazu schauen sie kurz auf den Wagenstandsanzeiger, den sie als Aushang am Gleis finden, und sehen in welchem Abschnitt der gebuchte Wagen der 1. Klasse hält. Die Plätze sind schnell gefunden und das Handgepäck verstaut.

Gerda und Herbert können nun ihre Reise in der 1. Klasse genießen. Sie studieren die Speise- und Getränkekarte und Gerda bestellt sich eine Tasse Kaffee und ein Stück Butterkuchen und Herbert möchte lieber ein Sandwich. Die freundliche Zugbegleiterin bringt alles an den Platz und so kommen beide entspannt auf Westerland an. Die nette Pensionswirtin hat einen Mitarbeiter zum Bahnhof geschickt, der sie abholt und zur Pension begleitet. So haben sich die beiden ihre Ankunft gewünscht. In der Pension angekommen stellen sie ihre Sachen schnell im Zimmer ab. „Ausgepackt wird später, wenn die Koffer da sind“, sagt Gerda, „jetzt gehen wir erst mal raus an die frische Luft“. Bei einem schönen Spaziergang am Strand von Sylt beschließen Gerda und Herbert eine solche „Zeitreise“ künftig häufiger zu unternehmen und dabei andere Urlaubsziele zu besuchen, die sie noch von früher kennen.