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Wenn der Zug zur Bühne wird

– Volker Strübing ist Poetry Slammer, Lesebühnenautor, Filmemacher und hat im Zug geslammt.

Kennen Sie Poetry Slams? Diese relativ neue Form des Dichterwettstreits wird immer populärer und mittlerweile kann Deutschland eine der größten Szenen in diesem Bereich vorweisen. Normalerweise werden Poetry Slams in Veranstaltungslokalitäten mit Bühne und Sitzgelegenheiten für das Publikum abgehalten. 

Poetry-Slammer Volker Strübing hat auf seiner Reise von Kassel nach Berlin einfach mal was Neues ausprobiert und im Zug geslammt. Wir waren mit der Kamera dabei:

Volker Strübing hat was Neues auf der Bahnfahrt ausprobiert und im Zug "geslammt". Wir waren mit der Kamera dabei.

Inspirieren lässt sich Volker Strübing durch Alltagssituationen, die er dann in seinen Texten verarbeitet. So entstand auch die Geschichte, um die es in dem Video geht. Neben dem Spaß auf der Bühne ist sein Ziel vor allem, die Zuhörer zu erreichen. Das schafft er mit seinen Texten. Sie vermitteln Denkanstöße und machen Themen für die Zuhörer leichter zugänglich.

Über Volker Strübing

Volker Strübing (44) ist Slammer, Lesebühnenautor, Filmemacher und dreimaliger Sieger der deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften. Seit Mai 2007 gestaltet und veröffentlicht er außerdem die Trickfilmreihe Kloß & Spinne. Möchten Sie ihn gerne live erleben? Alle Termine finden Sie auf seiner Website unter www.volkerstruebing.de.

Volker Strübing, Poetry Slammer

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1 Antwort
  1. says:
    Bahnreisen macht Freude

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich besitze die Bahncard seit es sie gibt; ich benutze die Bahn wann immer es geht. Bahnreisen ist reiner Genuss; wie ich mir die Zeit vertreibe, ersehen Sie bitte aus dem nachstehenden Textbeitrag – übrigens, alles selbst erlebt!
    – sich mit seinem Gepäck durch zugestellte Gänge mehrerer Wagen quälen, weil die Wagenreihung geändert war und man den reservierten Wagen nicht fand
    – bei einer Lok-, Weichen-, Signalstörung an den Knöpfen seines Hemdes abzählen, wann es weitergehen könnte
    – bei einer Störung des Betriebsablaufs gemeinsam mit anderen Reisenden raten, um was es sich handeln könnte
    – drei bis vier Wagen weiter nach einer funktionierenden Toilette suchen
    – sechs Wagen weiter das Bistro aufsuchen, um zu erfahren, dass die Mikrowelle wieder einmal nicht geht
    – sich einen Sitzplatz suchen, weil der Wagen mit der Reservierung wieder einmal nicht dabei ist
    – die Blechwand an der man sitzt, ansehen und sich vorstellen, wie die schöne Landschaft dahinter aussehen könnte
    – Polizist spielen und aufpassen, wer seinen am anderen Wagenende deponierten Koffer gerade klaut
    – den interessanten überlauten Handygesprächen von Klein-Tussis lauschen, die ihren Schnöseln gerade mitteilen, dass der Zug soeben in Ixendorf einfährt
    – den Zugchef suchen, um zu erfahren, wie man am Umsteigebahnhof weiterkommt, weil der Zug momentan 128 Minuten Verspätung hat
    – versuchen, die sinnentleerten Textbausteine zu rekonstruieren, mit denen das “Kunden-Dialog”-Center die Kunden verarscht, à la “Wir sind eines der
    weltweit größten Transportunternehmen, wir bewegen täglich 30 000 Züge, Störungen können dabei nie völlig vermieden werden”
    – versuchen, sich daran zu erinnern, vor wie viel Jahren man einmal mit einem Zug gefahren ist, an dem nicht irgendetwas kaputt war
    – seine Baldriantabletten suchen, um seine Nerven zu beruhigen, weil von den 5 Minuten Umsteigezeit schon 4 Minuten um sind und der Anschlusszug
    “leider nicht warten konnte – wir bitten um Verständnis”
    – beim Aussteigen eine funktionierende Tür suchen

    Ihr Statement “am Tisch sitzen und in die Sonne blinzeln….” erlaube ich mir zu ergänzen: “Weil es in der zweiten Klasse keine Sonnenschutzrollos mehr gibt“

    Mit besten Grüßen
    Karl Völker Illertissen

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