Was tun, wenn es mal schief läuft

– Bei jeder Reise kann einmal etwas schief laufen, erste Hilfestellung gibt es hier.

Ihr Zug hat Verspätung oder Sie haben Ihre Fahrkarte oder die BahnCard vergessen? Keine Sorge, wir zeigen Ihnen, was Sie in einem solchen Fall tun können.

Ich bin am Bahnhof und mein Zug hat Verspätung – was kann ich tun?

Weiterfahrt mit einem anderen Zug:
Wenn zu erwarten ist, dass Sie Ihren Zielbahnhof (laut Fahrkarte) mit einer Verspätung von mindestens 20 Minuten erreichen, können Sie Ihre Fahrt bei nächster Gelegenheit oder zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen. Dabei müssen Sie nicht zwingend die gleiche Route nehmen wie ursprünglich geplant, lediglich der Zielbahnhof muss übereinstimmen. Sie können auch andere, nicht reservierungspflichtige Züge nutzen. Haben Sie ein Ticket mit Zugbindung, ist diese aufgehoben. Dafür benötigen Sie keine gesonderte Bestätigung des Zugbegleiters.

Wenn Sie einen höherwertigen Zug nutzen (z.B. ICE statt Regionalbahn), müssen Sie zunächst einen Aufpreis zahlen bzw. eine neue Fahrkarte kaufen. Diese Kosten können Sie im Nachhinein beim Servicecenter Fahrgastrechte geltend machen. Erheblich ermäßigte Fahrkarten wie z. B. Länder-Tickets oder Quer-durchs-Land-Tickets sind davon ausgenommen.

Nichtantritt oder Abbruch der Reise:
Bei einer zu erwartenden Verspätung von mehr als 60 Minuten am Zielbahnhof haben Sie mehrere Möglichkeiten die Reise abzubrechen oder davon zurückzutreten:

  • Sie können die Reise nicht antreten und sich den Fahrkartenpreis erstatten lassen.
  • Sie können die Reise abbrechen und sich den Anteil des Fahrkartenpreises für die nicht genutzte Strecke erstatten lassen.
  • Sie können die Reise abbrechen, wenn sie sinnlos geworden ist, zum Ausgangsbahnhof zurückkehren und sich den Fahrkartenpreis erstatten lassen.

Bei der Suche nach einer Alternativ-Verbindung hilft Ihnen unterwegs die App DB Navigator.

Ab 60 Minuten Verspätung an dem auf Ihrer Fahrkarte genannten Zielbahnhof, erhalten Sie eine Entschädigung von 25% des Fahrkartenpreises. Ab 120 Minuten Verspätung sind es 50%. Bitte füllen Sie dazu das Fahrgastrechte-Formular aus. Dieses erhalten Sie beim Personal im Zug, an der DB Information, im DB Reisezentrum oder online als Download. Weitere Informationen zu den Fahrgastrechten finden Sie auch auf bahn.de.

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Ich kann mein Online-Ticket oder Handy-Ticket nicht vorzeigen – was tun?

Können Sie bei einer Fahrkartenkontrolle kein Ticket vorzeigen, müssen wir Sie leider zunächst wie einen Reisenden ohne gültige Fahrkarte behandeln. Der Zugbegleiter kann im Zug nicht feststellen, ob Sie im Vorfeld ein gültiges Ticket gekauft haben. Daher wird Ihnen eine „Fahrpreisnacherhebung“  über den  erhöhten Fahrpreis ausgestellt. Diese setzt sich aus dem doppelten Betrag des Flexpreises für die bereits zurückgelegte Strecke sowie dem Bordpreis für die Weiterfahrt zusammen und beträgt mindestens 60 Euro.

In der Regel wird sich die DB Fahrpreisnacherhebung mit Ihnen in Verbindung setzen. Sollte es hierbei zu Verzögerungen kommen, setzen Sie sich bitte mit der DB Fahrpreisnacherhebungsstelle in Verbindung, um die Frist von 14-Tagen einzuhalten. Die DB Fahrpreisnacherhebung prüft Ihre Buchung und Ihre Fahrkarte auf ihre Gültigkeit. Ist mit dem Ticket alles in Ordnung, wird von Ihnen nur noch der ermäßigte erhöhte Fahrpreis von 7 Euro gefordert. Sollten Sie den erhöhten Fahrpreis bereits bezahlt haben (z.B. bar oder mit Kreditkarte beim Zugbegleiter, in einem DB Reisezentrum oder per Überweisung) erhalten Sie eine entsprechende Erstattung der Differenz zwischen dem bereits gezahlten und dem ermäßigten erhöhten Fahrpreis von 7 Euro. Nutzen Sie die Möglichkeit der nachträglichen Prüfung nicht, müssen Sie die gesamte Summe des erhöhten Fahrpreises zahlen.

Haben Sie Ihr digitales Ticket in den DB Navigator geladen ist es auch ohne Internetverbindung einsehbar. Wenn der Akku Ihres Smartphones leer sein sollte und Sie Ihr Ticket nicht vorzeigen können, wird Ihnen der Zugbegleiter ebenfalls eine „Fahrpreisnacherhebung“ über den erhöhten Fahrpreis ausstellen. Auch hier gilt wieder, dass sie 14 Tage Zeit haben Ihr Ticket von der DB Fahrpreisnacherhebungsstelle prüfen zu lassen.

Sie haben auch die Möglichkeit Ihr Ticket als PDF auf dem Smartphone oder Tablet vorzuzeigen. Sollte Ihr Akku leer sein, fragen Sie doch einen Mitfahrer, ob Sie kurz sein Smartphone, Tablet oder Laptop nutzen können, um Ihr Ticket abzurufen.

Ich habe meine BahnCard vergessen – was nun?

Sollten Sie ein Ticket zu einem ermäßigten BahnCard-Tarif gebucht haben, so ist dieses nur gegen Vorlage Ihrer BahnCard gültig. Wenn Sie Ihre BahnCard bei der Fahrkartenkontrolle im Zug nicht vorzeigen können, wird zur vorhandenen Fahrkarte ein Betrag von 25% bzw. 50% des Bordpreises nachberechnet.

Die Nachzahlung können Sie sich nach der Reise gegen Vorlage Ihrer BahnCard und einem Entgelt von 7 Euro im DB Reisezentrum erstatten lassen. Des Weiteren sollten Sie folgende Dokumente mitbringen: die Fahrkarte mit BahnCard-Rabatt in Kopie und den Beleg der Nachzahlung im Original sowie eine Kopie Ihrer zum Zeitpunkt der Kontrolle gültigen BahnCard.

Die BahnCard als Handy-Ticket

Wir hoffen, wir konnten Ihnen mit diesen ersten Informationen weiterhelfen. Für weitere Service-Anfragen stehen Ihnen unsere Kollegen vor Ort im Reisezentrum oder telefonisch gerne zur Verfügung. Natürlich können Sie sich auch über Facebook und Twitter an uns wenden.

[Update am 06.06.2019 – Wegfall Schönes-Wochenende-Ticket zum 08.06.2019.]