So funktioniert ein Bahnübergang

– Wenn der Zug das Signal zum Schließen der Bahnschranken auslöst.

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enn Sie im Zug sitzen, nehmen Sie wohl kaum Notiz von ihnen und im Grunde soll das auch genau so sein. Die Rede ist von Bahnübergängen. An rund 19.423 Stellen in Deutschland sorgen sie dafür, dass die Begegnung von Zug- und Straßenverkehr reibungslos verläuft. An besonders verkehrsreichen Kreuzungspunkten werden sie zusätzlich mit sogenannten Bahnübergangssicherungsanlagen (Büsa) betrieben. Am Beispiel einer zuggesteuerten Sicherungsanlage veranschaulicht unsere Infografik, wie das in der Praxis funktioniert.

Der Zug sichert über ein Signal den Bahnübergang

Es gibt verschiedene Arten von Sicherungsanlagen für Bahnübergänge. Im Wesentlichen unterscheidet man zwischen signalgesteuerten und zuggesteuerten. Erstere ist mit einem Stellwerk verbunden und wird von dort bedient. Bei der zuggesteuerten wird durch das Befahren des sogenannten Einschaltabschnitts vor dem Bahnübergang ein Signal ausgelöst, das die Schranken schließt und die Lichtzeichen auf „rot“ umspringen lässt. Ob die Sicherung erfolgt ist, wird dem Lokführer einen Kilometer vorher durch ein weißes Standlicht-Signal angezeigt. Dieser Vorlauf ist wichtig, um den Zug rechtzeitig abbremsen zu können, wenn das Signal ausbleibt. Kurz nach dem Passieren gibt der Zug den Bahnübergang automatisch wieder frei, in dem er den Ausschaltabschnitt befährt.