Surfen und Telefonieren im ICE und IC – Infos, Tipps und Tricks

Konnektivität ist das A und O im Alltag geworden. Damit Sie auch während der Reise bestens verbunden sind, haben wir wichtige Hintergrundinfos und Tipps zusammengestellt.

Ob zum Arbeiten, Entspannen oder für aktuelle Informationen auf der Reise: Das WLAN im ICE ist inzwischen so unentbehrlich wie das eigene Smartphone. Doch wussten Sie eigentlich, dass die Verfügbarkeit von WLAN in den Zügen gar nicht immer so selbstverständlich ist?

Denn es gibt viele technische Herausforderungen zu meistern – und wir tun alles, damit Sie sicher und stets gut verbunden sind. Stellen Sie sich zum Beispiel einen Haushalt vor, in dem fünf Personen versuchen, gleichzeitig ihre Lieblingsserie zu streamen – fünf verschiedene Endgeräte, ein WLAN-Zugang. Das Ergebnis sind häufig verpixelte oder ruckelige Wiedergaben.

Und nun nehmen wir an, dieser Haushalt bestünde aus etwas mehr als 800 Personen und würde mit bis zu 300 km/h durch Deutschland fahren. Klingt komplex, oder? Genau das ist die WLAN-Situation in unseren Fernzügen.

Wie funktionieren WLAN und Telefonie im ICE und IC eigentlich?

Die Fenster und Wagenkästen der ICE-Züge sind nur wenig für das von außen kommendem Funksignal durchlässig. Damit die Fahrgäste im Zug aber trotzdem telefonieren und surfen können, sind auf den Wagendächern Antennen angebracht. Diese empfangen die Mobilfunksignale und leiten diese in das Wageninnere weiter.

Dort werden die Signale durch sogenannte Repeater (Signalverstärker) oder im Fall von WLAN durch Router und Access Points verstärkt und ausgestrahlt. Im Unterschied zum Internetzugang über das private Smartphone mit einer SIM-Karte greifen die WLAN-Router unserer ICE-Züge auf mehrere SIM-Karten parallel zu.

Damit stellen wir sicher, dass wir die vorhandene Leistungsfähigkeit aller Mobilfunknetze an der Strecke optimal nutzen. Im Zug wird der Internetzugang dann über die WLAN Access Points an die Endgeräte unserer Fahrgäste weitergegeben.

Die Verbindung im Zug kann nur so gut sein, wie sie außen am jeweiligen Streckenabschnitt ist. Bieten ein oder mehrere Netzwerkbetreiber keinen oder einen nur wenig leistungsfähigen Internetzugang auf dem jeweiligen Streckenabschnitt an, reduziert sich dementsprechend auch die Verbindungsqualität und das Interneterlebnis im Zug leidet.

In den letzten beiden Jahren haben alle Netzanbieter an einer besseren Mobilfunkversorgung an den Strecken gearbeitet und einige der Mobilfunklücken geschlossen. Wir unterstützen diesen Prozess intensiv, indem wir z.B. DB-Grundstücke für den Bau neuer Mobilfunkmasten zur Verfügung stellen.

Das Internet- und Telefonieerlebnis ist auch abhängig von der Auslastung des Zuges. Die von außen verfügbaren Bandbreiten der Mobilfunkzelle müssen sich alle Fahrgäste im Zug teilen.

WIFI@DB & WIFIonICE: Unser WLAN-Angebot

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WIFI@DB: Unser WLAN-Angebot im Zug, am Bahnhof und in Bussen.

Lernen Sie unser WLAN-Angebot in den Zügen kennen. Wir erklären Ihnen, wie Sie sich einloggen, verbinden und mit WIFI@DB auch über die Zugfahrt hinaus verbunden bleiben.

Voller Zug – schlechteres WLAN?

In einem Zug teilen sich bis zu 800 Fahrgäste einen WLAN-Zugang. Da wird schnell klar, dass dafür mehr Bandbreite benötigt wird, als das WLAN-System aufgrund der eingeschränkten Mobilfunkversorgung zur Verfügung stellen kann.

Um in diesen Überlast-Situationen ein schlechtes Interneterlebnis für Fahrgäste zu vermeiden, wird seit April 2020 in allen ICE- und IC-Zügen an der optimierten Verteilung der begrenzten Bandbreite gearbeitet. Das sorgt dafür, dass in hoch ausgelasteten Zügen die Bandbreite für alle Nutzer gleichermaßen verteilt wird und weiterhin ein flüssiges Surfen gewährleistet ist.

Warum bricht die Verbindung im Tunnel öfter ab?

Das WLAN-Netz in unseren ICE- und IC-Zügen ist ein lokales Funknetz im Zug und daher innerhalb von Tunneln in der gleichen Qualität verfügbar wie auf freier Strecke. Der Internetzugang, der fürs WLAN genutzt wird, steht in Tunneln nur dann zur Verfügung, wenn die Mobilfunkanbieter diesen Tunnel mit Funktechnik versorgen.

Ähnlich wie beim Telefonieren oder Surfen über den eigenen Handyvertrag kann der Internetzugang über WLAN nur funktionieren, wenn von außen ausreichende Funkversorgung durch die Mobilfunknetze besteht. Um dem Funkloch Tunnel ein Ende zu bereiten, arbeiten wir eng mit den Mobilfunkern zusammen und überprüfen schrittweise alle Fernverkehrstunnel.

Seit 2019 wurden bereits 250 Tunnel mit Funktechnik nachgerüstet und somit das Interneterlebnis auch dort verbessert. Noch in diesem Jahr soll die Nachrüstung der Tunnel abgeschlossen sein. Vielleicht haben Sie es ja auch schon auf Ihrer Stammstrecke gemerkt, dass eine Tunneldurchfahrt nicht mehr zu einem Verbindungsabbruch führt.

Mann im ICE mit Maske arbeitet am Laptop

Kann ich Filme, Serien oder Musik online streamen?

Ja, grundsätzlich ist das möglich, allerdings bitten wir, Rücksicht auf die anderen Fahrgäste zu nehmen. Da sich sozusagen alle Fahrgäste das WLAN teilen, kann es dann zu einem schlechten Interneterlebnis der anderen Fahrgäste kommen oder zu Störungen in Ihrem Stream. Unsere Tipps und Tricks, damit Sie auf Ihrer Fahrt trotzdem Filme, Serien und Musik genießen können:

  • Laden Sie doch Ihren Lieblingsfilm, Serien oder Musik einfach vor der Fahrt runter.
  • Schauen Sie doch mal im ICE Portal vorbei. Hier finden Sie aktuelle Filme von Joyn SELECTION, spannende Hörbücher und Podcasts sowie aktuelle Zeitschriften, die Sie kostenlos und ohne Störungen währen Ihrer Fahrt genießen können. Die Filme streamen Sie direkt aus dem ICE Portal heraus und benötigen dafür keine Internetverbindung.

Und was tun, wenn das WLAN einmal nicht funktioniert? Hier haben wir Tipps zur Fehlerbehebung sowie weitere Infos rund ums Surfen im ICE zusammengestellt.

Innovative Technologien, damit Sie besten Mobilfunkempfang haben

Wussten Sie, dass wir gemeinsam mit Mobilfunkanbietern an der Nutzung von mobilfunkdurchlässigen Fensterscheiben arbeiten?

Diese im Hightechverfahren hergestellten Fensterscheiben sorgen für bestmöglichen Mobilfunkempfang im Zug. Warum machen wir das? Die Fensterscheiben eines ICE sind mit einer dünnen Metallschicht versehen, die die Sonnenstrahlung fernhält. Der Nachteil dabei: Auch Mobilfunkwellen gelangen nur schwer durch diese Metallschicht ins Zuginnere. Deshalb wird in diese wärmeisolierende Metallschicht der Fenster ein feines Raster gelasert, damit die Mobilfunkwellen auch tatsächlich ins Wageninnere gelangen.

Diese neuen Fensterscheiben, die eine Alternative zu den bisher verwendeten Repeatern sind, werden erstmals im neuen ICE eingesetzt, der 2022 erstmals unterwegs sein wird. Unabhängig von der im Zug verwendeten Technik gilt natürlich auch hier: Grundvoraussetzung für stabiles Surfen und Telefonieren im Zug ist eine ausreichende Abdeckung mit Mobilfunknetzen.

Der Nutzen der mobilfunkdurchlässigen Fenster ist umso höher, je besser die Netzabdeckung an der Strecke ist. Hand in Hand mit den Mobilfunkanbietern arbeiten wir an bestehenden Herausforderungen, um auch in Tunneln und in vollbesetzten ICE-Züge, die mit bis zu 300km/h quer durchs Land fahren, ein ausgezeichnetes Mobilfunkerlebnis für unsere Fahrgäste bieten zu können.

Ziel ist, dass Sie Ihre nächste Telefonkonferenz oder Ihre nächstes Teams-Meeting nun auch entspannt während der Reise im ICE abhalten können.

Screenshot zur Login-Seite für das WLAN im ICE.