Erste WLAN-Tests im Regionalverkehr

– Das sind die Herausforderungen bei der Einführung von Internet in Regio-Zügen.

Die Einführung von kostenlosem WLAN stellt die Deutsche Bahn weiterhin vor eine spannende Aufgabe. Nachdem zu Jahresbeginn erfolgreich das neue WLAN im Fernverkehr mit dem Namen „WIFIonICE“ eingeführt wurde, soll nun der Regional- und Nahverkehr folgen.

Der Grundstein dafür ist bereits gelegt. Auf mehr als fünf unterschiedlichen Strecken im Bundesgebiet laufen bereits heute WLAN-Pilotprojekte im Regionalverkehr. So kann seit Anfang März zum Beispiel auf der Strecke zwischen Münster und Mönchengladbach WLAN auf der Regionalbahnlinie RE 42 getestet werden. Bereits seit letztem Jahr ist der Fugger-Express zwischen München und Augsburg Teil des WLAN-Tests. Weitere Piloten werden in 2017 hinzukommen.

Große Herausforderung: WLAN im Regionalverkehr

Im Regionalverkehr gibt es nicht nur mehr Züge als im Fernverkehr, sondern auch bedeutend mehr Fahrzeugbaureihen. Diese oft völlig unterschiedlichen Fahrzeugbaureihen stellen eigene Anforderungen an das Umsetzungskonzept von WLAN im Zug.

Zudem müssen verschiedene Beteiligte (allen voran DB Regio und die Besteller) auf einen Nenner kommen, um das Projekt umsetzen zu können. Besteller sind die Aufgabenträger (also die Bundesländer oder landeseigene Gesellschaften), die das Angebot im Personennahverkehr „anfordern“ und finanzieren. Wichtig ist für beide Seiten, dass das WLAN-Angebot im Zug für eine hohe Kundenzufriedenheit sorgt und gleichzeitig bezahlbar bleibt für sowohl den Aufgabenträger als auch DB Regio.

Um das WLAN-Angebot noch besser demonstrieren zu können, hat DB Regio einen Reisebus zu einem fahrenden Labor umgerüstet. Das Innenleben gleicht dem eines Nahverkehrszugs. Es sind verschiedene WLAN-Technologien verbaut. Der Bus dient damit der DB Regio zum einen als Testlabor, um die WLAN-Technologie in realistischen Szenarien von beispielsweise schwankender Mobilfunkabdeckung besser testen und ggf. optimieren zu können. Ohne aber dafür jedes mal einen Zug auf der Strecke ausrüsten zu müssen (was sehr aufwendig wäre).

Zum anderen kann DB Regio den Bestellern somit aber auch die Technik und Umsetzung präsentieren. Einen weiteren ganz wichtigen Vorteil bietet der Bus: nämlich den Kunden aktiv mit in die Tests und Ausgestaltung des WLAN-Angebotes einbeziehen zu können. Zum Beispiel tourt der WLAN-Bus momentan durch Deutschland und lädt die Kunden an Bahnhöfen zum Ausprobieren ein.

So sieht der WLAN-Bus aus

Wir waren vor Ort und haben uns den Bus angeschaut. Unsere Eindrücke haben wir für Sie in eine Bildergalerie gepackt.

Das größte WLAN-Netz in Deutschland

Ziel ist es, einen reibungslosen WLAN-Zugang einzuführen, der von Regionalverkehr über den Bahnhof bis hin zum Fernverkehr für alle gleich und einfach zu nutzen ist. Am Ende will die DB das größte WLAN-Netz in Deutschland zur Verfügung stellen.

Es wird ebenfalls überlegt, im Regionalverkehr ein Portal, ähnlich dem ICE Portal im Fernverkehr anzubieten. Somit könnten die Reisenden weiterhin Nachrichten lesen, Filme schauen oder kleine Spiele daddeln, sollte der Mobilfunkempfang temporär nicht ausreichend für internetfähiges WLAN an Bord sein. Das Portal im Regionalverkehr soll für jeden passende Inhalte anbieten. Was genau für die Kunden am Ende zur Verfügung stehen wird, werden die Tests in den kommenden Monaten zeigen.

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