Zuglabor? Da war doch schon mal was!

– Wie es nach dem Zuglabor 2013 in Aschaffenburg weitergeht.

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ergangene Woche haben wir im Interview das neue Zuglabor im bayerischen Miltenberg vorgestellt. Da mag sich manch einer gedacht haben: „Den Begriff ‚Zuglabor‘ habe ich doch schon irgendwo mal gehört?“ Richtig. Das liegt daran, dass DB Regio in den vergangenen Jahren vier Zuglabore zu bestimmten Themen veranstaltet hat. Der Unterschied: Sie fanden an verschiedenen Orten für ein Wochenende statt – wurden dazu auf- und wieder abgebaut. Es ging jeweils um verschiedene Bereiche rund ums Bahnfahren im Regiozug. Die Probanden prüften zum Beispiel Sitze, die Gestaltung des Innenraums oder bewerteten das Reiseerlebnis allgemein.
Am Grundprinzip, wie solche Tests in der Praxis ablaufen, wird sich auch künftig wenig ändern. Am Beispiel des Zuglabors 2013 in Aschaffenburg können Sie sich ein Bild machen:

Im März 2013 fand in Aschaffenburg das 3. Zuglabor von DB Regio statt. Ab Herbst 2015 gibt es im bayrischen Miltenberg nun ein festes Zuglabor.

Was bringt den Kunden so ein Zuglabor?

Die Testergebnisse landen nicht in der Schublade, wie diese Zahl zeigt: Rund 300 konkrete Verbesserungsvorschläge ließen sich bislang umsetzen. Etwa wurden aus den Rückmeldungen der Testpersonen konkrete Anforderungen für die Sitze abgeleitet, um sie weiterzuentwickeln und den Komfort zu verbessern. Auch beim Stauraum, in den Einstiegsbereichen oder Toiletten konnten viele Wünsche und Anregungen umgesetzt werden.

Umsetzung braucht Zeit nicht alle Änderungswünsche werden umgesetzt

Ob und wann ein Verbesserungsvorschlag umgesetzt wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Geht es beispielsweise um Sitze, dauert  eine Neu- oder Weiterentwicklung beim Hersteller – inklusive der Tests für eine notwendige Zulassung – mehrere Jahre. Das alles ist natürlich zeitaufwändig und führt manchmal auch dazu, dass der ein oder andere Wunsch sich nicht umsetzen lässt.

Die Zukunft des Zuglabors

Ab jetzt wird am festen Standort in Miltenberg fleißig weitergetestet. Mit welchen Möglichkeiten, hat Sandra Khan im Interview erklärt. Was steht im Herbst an? Ein Test zum Thema „Wohlfühlen im Zug“. Verschiedene Gruppen werden in einem speziellen Versuchsaufbau an sich „ausprobieren“, wie bestimmte Licht- und Sound-Komponenten sich auf ihre Aktivitäten auswirken. Sei es Lesen, Schlafen, Arbeiten oder sich im Zug zu unterhalten.
Wenn es soweit ist, werden wir Ihnen natürlich an dieser Stelle davon berichten.